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18.06.2017  |  Text: Fips/Cobra  |   Bilder: Cobra/Condor MC
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Back to the Roots TEIL XVI


BIKERS-NEWS-Gründer Fips blickt in den Rückspiegel und erzählt von den frühen Tagen der MC-Szene. Dieses Mal berichtet er über eine Rally aus den frühen Achtzigerjahren – oder nicht? …


… Man könnte sagen, auf der großen Geburtstagsparty des Condor MCs ist es wie immer: Regionale Bands, 64 MCs, unglaublich viele Motorräder, rund 1000 MC-Member mit Rückencolour – und jeder kennt jeden. Wie immer hatten die Member des Condor MCs nur spezielle Clubs eingeladen, mit denen sie eng und lange befreundet sind – und alle sind gekommen, auch wie immer. Mit dem Motorrad, versteht sich, alle Brothers zusammen im Pulk. Der für Autos vorgesehene Parkplatz ist also nicht nötig. Herrlich, die eintreffenden MCs schon zu hören, lange bevor sie in die Condor-Hill-Straße einbiegen, die sich zum Clubhaus hochschlängelt. Irgendwann sieht man die ganze Meute dann auch. Alle paar Minuten trifft ein weiterer MC ein, viel Getöse und Motorendonner bei herrlichem Sonnenschein. Für die erwarteten Gäste hatten die Condor-Member auf dem umliegenden Gelände Parzellen zum Campen abgesteckt, so geht auf einer riesigen Wiese die Party schon beim Zeltaufbauen los.

Sie kommen ...

Die Cavemen haben wie immer ein großes Militärzelt mitgebracht und die unerfahrenen Prospects müssen es aufbauen. Kommen sie nicht weiter, schreien einige Member ihnen zu, was die Markierungen an den Zeltbalken bedeuten. Nach wenigen Minuten steht das riesige Teil dann. Motorradklamotten ins Zelt schmeißen, Kutte übers T-Shirt und hinein ins Gewühl: Freunde begrüßen, die man lange nicht mehr gesehen hat, Geburtstagsgeschenke überreichen und dann nichts wie an die Verpflegungsstände. Das Feiern beginnt mit gutem Essen, erst dann kommen die vielen Getränke ...
Immer mehr Stimmung kommt auf, Presi Dippy begrüßt seine Gäste, überreicht unter viel Beifall die Pokale und die Bands, „11 Square“ aus Haßfurt und „The Great Lakes“ aus Würzburg, legen einen Rock auf die Bretter, dass es gerade so knallt: „Smoke On The Water“, „Highway To Hell“, „Mighty Quinn“, „Nutbush City Limits“.
Stress? Fehlanzeige! Es wird richtig gemütlich. Überall stehen Gruppen lachend und erzählend herum, schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen und sind ganz weit weg vom alltäglichen Stress. Wieder mal eine gelungene Party der alten Haudegen.
Ach ja, hatte ich ganz vergessen: Wir schreiben das Jahr 2016 und nicht etwa 1981. Hier ist alles so geblieben, wie es schon immer war: Das sind unsere Roots! Waren das noch Zeiten, als man mit solchen Partys die MC-Gemeinde begeisterte. Und heute beim Condor MC? Viele MCs aus der Gründerzeit sind dabei, aber auch Clubs, die zaghafte Neuversuche wagen und hoffen, daran nicht gehindert zu werden.

Internationale Freundschaft: Condor MC Germany und Condors MC Hungary

So feiert der Condor MC Bamberg sein 35-jähriges Jubiläum. Schaut man in die Annalen des Clubs, stellt man fest, dass es ihn schon seit 1971 gibt. In Wirklichkeit feiern die Member also bereits ihr 45. Jubiläum! Irgendjemand hatte den Condors einst den Städtenamen Bamberg streitig gemacht, dem Club war das aber überhaupt nicht wichtig und weil er damals gerade ein Clubhaus auf einem Hügel gekauft hatte, nannten er seine  „Stadt“ Condor-Hill.
Am Sonntagmorgen gibt es ein kostenloses Frühstücksbuffet, das ein Gast als „5 Sterne de luxe“ beschreibt. Am Ende des Wochenendes bleibt President Dippy und seinen Brothers nur, sich bei allen Gästen für die richtig gemütliche und stressfreie Party zu bedanken!
Ich wiederhole mich gerne immer wieder: Die alten MCs sind das geblieben, was sie schon immer waren: Reine Motorradclubs, die Freundschaften zu Gleichgesinnten pflegen und Freude am gemeinsamen Feiern und Motorradfahren haben.

Größter Club
1. Cavemen MC, 51 Bikes
2. Wild Tiger MC, 42 Bikes
3. Grave Diggers MC, 38 Bikes

Weiteste Anfahrt aus dem Ausland
1. Condors MC Hungary, 1150 km
2. Fönix MC Hungary, 750 km
3. Civitas Fidelissima Sopron MC Hungary, 650 km

Weiteste Anfahrt aus dem Inland
1. MC Tespe HH, 650 km
2. Freeway Rider’s MC Dinslaken, 480 km

Erste Clubs auf dem Platz, Freitagnachmittag
Cavemen MC, Grave Diggers MC, Condors MC Hungary und Fönix MC Hungary

Letzte Clubs auf dem Platz, Sonntag, spät abends
Condors MC Hungary und Cavemen MC

Letzter MC-Member auf dem Platz, Sonntagabend
Heiko, Presi Cavemen MC

Gäste aus der Gründerzeit der MC-Szene
Adam’s Family Coburg, Alemannen MC Nürnberg, Braazzz MC Kulmbach, Cavemen MC Ramstein, Lebach und Trier, Delegation MC Rhön, Derelicts MC Rhön, Desperados MC Neustadt/WN, Easy Livin’ MC Immenstadt, Firebirds MC Belsenberg, Freeway Rider’s MC Fulda und Dinslaken, Ghost Angels MC Maxhütte, Golden Drakes MC Main Tauber, Fürth, NE, Grave Diggers MC Bayreuth und Wunsiedel, Head-Hunter’s MC Zweibrücken, HOG Franken Bamberg, Hyrados MC Coburg, MC King Cobra Ansbach, Knight Riders MC Erlangen, Leviathans MC Ebern, Liberators MC Fränkische Platte, The Lions MC Rhön, Lucifer’s Messenger MC Kulmbach, Neustadt, Aisch und Pegnitz, MC Condor Haßfurt, MC Condor Hungary, MF Bamberg, MF Eltmann Eltmann, MF Fönix Hungary, MPC Kradfahrer Kirchenlamitz, Neptuns MC Thurnau, Good Old Boys MC Kronach, Phantom MC Knetzgau, Road Pack MC Sesslach, Die Sieben MC Rhön, Civitas Fidelissima Sopron MC Hungary, Subsidium MC Neustadt Aisch, Tespe MC Hamburg, Tramps MC Allgäu, Wild Heroes MC Coburg, Wild Tigers MC, Merchingen, Grafenwöhr, Ellwangen, Yankees MC Stachenhausen, Zombies Elite MC Herzogenaurach

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 11/2016

Text: Fips/Cobra
Bilder: Cobra/Condor MC

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