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04.08.2017  |  Text: hrf  |   Bilder: hrf
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Bike and Music Weekend


Das Bike and Music Weekend steigt an diesem Wochenende. Zum Appetitmachen hier der Bericht vom letzten Jahr


Wenn der Knight Riders MC zum „Bike and Music Weekend“ lädt, pilgern Tausende Fans von Musik und Motoren nach Geiselwind.

In Geiselwind wird Vollgas gegeben: Auf der Strecke, dem Campingplatz und der Custombike-Show, an den Tränken und im Konzertsaal. 21 Jahre besteht das Eventkonzept des Knight Riders MC mittlerweile, seit 15 Jahren ist der Autohof Strohofer Ort des Geschehens. Das Powerprogramm startet am leicht regnerischen Donnerstagabend durch – die Rammstein-Coverband „Stahlzeit“ lässt die Flammen in der Konzerthalle hoch lodern und gibt so das Thema des Events vor: „Feuer Frei“ aus allen Rohren! Am Freitag füllen sich dann der Campground und die Plätze der Custombike- und Car-Show: Mit 5.000 Euro Preisgeld und einer aufwendigen Präsentation der Showbikes und -Cars in eigenen Hallen unterstreichen die Knight Riders die Bedeutung der Show für den Event.
Am Freitagmorgen startet das Musikprogramm pünktlich um 10:00 Uhr und wird selbst durch den Motorendonner auf der Dragster- und Stuntstrecke nicht unterbrochen. Die Testläufe der bis zu 3600 PS starken Rennboliden lassen den Boden erzittern. Sie stellen schon mal ihre Motoren für die NitrOlympX ein, die am nächsten Wochenende auf dem Hockenheimring stattfinden. Weltklasse-Stunt-Action von Ricardo Domingos (Portugal), Julian Welsch (Frankreich) und Ewa Pieniakowska (Polen) sorgen drei Tage für Begeisterung beim Publikum.

Wenn überhaupt, wird die Stimmung an diesem Wochenende nur durch einen Abschied getrübt: Im Rahmen der Nightshow am Samstag verabschiedet sich Rainer Schwarz von seinem „Heimpublikum“: Auf dem Bike and Music Weekend zeigte er immer seine extremstem Shows, mit Feuerwerk und Drifts – doch strengere Auflagen machten die spektakulären Pyro-Nightshows immer schwieriger. Rainer fährt 2016 seine letzte Saison – ein Abschied, der auch dem Publikum und den Knight Riders schwerfällt. Die Organisatoren überreichen ihm eine Ehrenurkunde für über zehn Jahre spektakuläre Stunt-Action in Geiselwind.



Der Burn-out-Contest ist auch 2016 spektakulär: Allerdings haben die langjährigen Teilnehmer die Latte mittlerweile so hoch gehängt, dass sich Newcomer kaum noch in die Arena trauen: Feuerspuckende Auspuffanlagen, Flammenkreise und Reifenvernichtung bis zum Exitus sind die Regel, nicht die Ausnahme.

Der Sprung von der Zuschauertribüne auf die Strecke ist dennoch nicht weit. Viele der Protagonisten von heute, die in Geiselwind ihre Reifen und Motoren malträtieren, waren zuvor Besucher; auf den speziell errichteten Burnout-Pits auf dem Campground wird das ganze Wochenende fleißig geübt.

Auch Saxon sind alte Bekannte in der Konzerthalle und garantieren einen vollen Saal, während draußen auf der Strecke während der Nightshow ein Stunt-Feuerwerk abbrennt. Nach 15 Jahren Motorbeschallung pocht die Gemeinde Geiselwind etwas nachdrücklicher auf die Nachtruhe. Schließlich hört man die Funny Cars oder den Jet von Donald Potier Downtown noch so gut, als würde er durchs Wohnzimmer fahren. Allerdings nicht am Freitagabend, als Donald an seinem neuen Jet-Car einen Getriebeschaden diagnostizieren muss. Doch der französische Jet-Spezialist fährt einfach mit seinem Team die Nacht durch bis nach Nancy und steht am Samstag mit seinem Predator wieder auf der Showmeile. Und diesmal brennt die Hütte.



Für jeden etwas und dann noch eins draufsetzen war schon immer das Motto des Bike and Music Weekend: Live-Musik, Stuntshows, Dragster, Burnout oder einfach nur campen und die Action vom Zelt aus verfolgen – hier geht alles. Die Knight Riders haben den Event in den vergangenen 21 Jahren zur festen Größe im Terminkalender von Bikern und US-Car-Besitzern gemacht. Und das weit über Franken hinaus: Die weiteste Anreise hatte in diesem Jahr eine Gruppe norwegischer Harley-Fahrer, die über 5000 Kilometer via Osteuropa und Albanien zurücklegte.

Am Samstag platzt das Eventgelände geradezu vor Zuschauern – die Party dauert bei bester Stimmung die ganze Nacht. Wer sich am Sonntag schon auf sein Motorrad geschwungen hatte und Richtung Heimat gerollt war, verpasste nicht nur die Siegerehrung, die sich mit allen Bikes und US-Cars mittlerweile über zwei Stunden erstreckt. Danach heißt es nämlich noch einmal „Strecke frei!“ Insider, die wissen, was sonntags noch alles abgeht, füllen bei strahlendem Sonnenschein die Tribünen und kosten das Bike and Music Weekend bis zur letzten Minute aus.

Zuerst veröffentlicht in der BIKERS NEWS 10/2016

 

Text: hrf
Bilder: hrf

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