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07.07.2017  |  Text: ahl/zg  |   Bilder: zg
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Biker kämpfen für Kinder


Am Samstag finden mehrere Biker-Demonstrationen für Kinder statt. Die Organisatoren verfolgen verschiedene Ziele und sind nicht immer einer Meinung


Morgen, am 8. Juli, findet in Mannheim eine Biker-Demonstration statt, in der es um die Sorgerechte von Eltern gegenüber ihren Kindern gehen soll. Zu Anfang der Woche hatten wir ein Interview mit Veit Geiger veröffentlicht, der diese Demonstration ursprünglich in die Wege geleitet hatte.
Später stieg Veit wegen Meinungsverschiedenheiten aus. Sein Interview gab er uns, um uns die Gründe seines Ausstiegs zu erklären und um uns zu erklären, mit wem er sich aus welchen Gründen zerstritten hatte.
Unter ihnen Sabine Schröter, die uns nun erklärt, dass es ihr gar nicht darum ginge, noch mehr Kinder in Heime zu bringen – wie Veit es behaupten würde. Zur Untermauerung legte sie uns ihr mehrseitiges Konzept "KK - Kindeskammer für Kinder" vor, das wir nun an dieser Stelle veröffentlichen.
Sabine Schröter hat ihrerseits für morgen, den 8. Juli, eine Demo in Berlin angemeldet. Hier noch mal beide Demo-Termine:

8. Juli 2017: „Biker kämpfen zum Wohl aller Kinder“
Mannheim, Am Neuen Messplatz, Beginn 10 Uhr
Mehr Infos unter www.bikerdemo.com

8. Juli 2017: „Biker kämpfen zum Wohl aller Kinder“
Berlin, Breitscheidtplatz, Beginn 13 Uhr, Abschlusskundgebung gegen 16 Uhr am Neptunbrunnen in Berlin-Mitte



Hier das Konzept von Sabine Schröter, es heißt "KK - Kindeskammer für Kinder"

KK - Kindeskammer für Kinder und Jugendliche, Anwältin des Kindes:
In dem Haus sollen Zuflucht erhalten misshandelte Kinder/Jugendliche, Frauen, Männer. Kinder/Jugendliche die geschlagen, sexuelle Übergriffe erleiden.
Zuflucht wird auch Eltern mit ihren Kindern/Jugendlichen gegeben, die mit Entzug vom Jugendamt zu rechnen haben.
Die KK - Kindeskammer für Kinder und Jugendliche Anwältin des Kindes nimmt mit dem zuständigen Jugendamt Kontakt auf.
Kinder / Jugendlichen werden in der KK ihre Verhandlung haben und nicht in einem Gerichtsgebäude . Richter und Richterinnen kommen zu uns.
Das erste Haus kostet 500,00.00€, weitere Häuser bundesweit sollen folgen.
Sponsoren, Stiftungen oder Spenden würden sehr helfen, das Gebäude zu kaufen.

Wie wollen wir helfen:
Eine Trennung ist für Kinder und Eltern eine einschneidende und belastende Situation. Damit Kinder diese besser verarbeiten können, ist es für sie besonders wichtig, weiterhin mit Mutter/Vater und anderen wichtigen Bezugspersonen (z.B. Geschwistern, Großeltern, ehemaligen Pflegeeltern) unbelastet und kindgerecht Kontakt halten zu dürfen. Übergeordnete Ziele sind daher der Aufbau und Erhalt des Eltern-Kind-Kontaktes zum getrennt lebenden Elternteil oder anderen wichtigen Bezugspersonen nach einer Trennung/Scheidung.
Die Eltern sollen zudem unterstützt werden, ihre Elternrolle verantwortlich wahrzunehmen und den anderen Elternteil in seiner Elternrolle zu respektieren. Die begleitenden Umgangskontakte sind als zeitlich begrenzte Übergangsphase gedacht, in der die Eltern zu einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Gestaltung der Besuchskontakte hingeführt werden sollen.

Ziele für die Kinder:
Umsetzung des Rechtes auf Kontakt zu beiden Elternteilen/wichtigen Bezugspersonen. Schutz und neutraler Raum, den anderen Elternteil zu sehen. Entlastung der Kinder bei Loyalitätskonflikten, Schuldgefühlen und Überforderungen. Beitrag zur Verarbeitung erlittener seelischer Verletzungen.
Unterstützung zur Äußerung eigener Bedürfnisse.

Ziele für die Eltern:
Unterstützung und Begleitung bei der Suche nach einer tragfähigen Lösung für die Umgangsrechte,
bei der sinnvollen Umsetzung richterlicher Weisungen und Beschlüsse, bei der Förderung der familiären Kommunikation, bei der Unterscheidung zwischen Paar- und Elternebene
Die Verfahrensbeistandschaft für das Kind ist ohne weitere Unterstützung im Gerichtsverfahren derzeit noch kein hinreichendes Instrument, die notwendigen Maßnahmen einzufordern und sie notfalls mit Rechtsmitteln durchzusetzen. Perspektivisch ist es erforderlich, diese Institution auf die Vertretung der Kindesinteressen in behördlichen Verfahren auszudehnen sowie die Aufgabenstellung des § 69 Jugendgerichtsgesetz (JGG, Beistandschaft) gleichwertig einzubeziehen.
Es fehlt eine effiziente Koordination, die Jugendhilfe, Justiz u.a. zur wirksamen Beseitigung von Notlagen von Kindern in familiären Krisen durch konkret aufeinander abgestimmte Maßnahmen zusammenführt und eine wirksame gerichtliche Kontrolle behördlicher Entscheidungen ermöglicht.
Es fehlt eine unabhängige Institution, die aufgrund der gewonnenen praktischen Erfahrung weiteren legislativen Handlungsbedarf für Rechtsreformen aufzeigt.
Wir fordern Richter auf, zur regelmäßig der Würde und dem Wohl des Kindes angemessenen Vorgehensweisen unter genauer Beachtung bzw. Stärkung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit zu verhelfen.
Jugendhilfe und Justiz müssen in die Lage versetzt werden, im Konfliktfall zwischen leiblichen Eltern oder zwischen Eltern und Pflegepersonen eine für Erleben der Kinder vorbildhaft wirkende Befriedung der für sie wichtigen Bezugspersonen schnell und wirksam zu erreichen.

Forderungen:
Wir fordern die Anwendung von Mindeststrafen bei Kindesmissbrauch und Besitz von Kinderpornografie ab 5 Jahren und setzen uns für die Errichtung einer hierfür geeigneten Räumlichkeit in Gerichtssälen ein. Wir wollen Gerichtssäle in den einzelnen Städten ermöglichen, die ausschließlich Fälle behandeln die mit Kindern zu tun haben und ausschließlich in deren Wohl handeln, wie bei: Missbrauch, Misshandlung, Trennung Ehe, Behörden Kontrollfunktion, Koordinierung der Behörden.
Wir werden die Rechte von Kindern im Grundgesetz verankern. Kinder sind eigene
Persönlichkeiten und brauchen eigene Rechte. Parlamente, Verwaltungen und Gerichte sollen
Kinderinteressen überall dort, wo Kinderrechte berührt sind, vorrangig berücksichtigen.
Das Recht von Kindern und Jugendlichen, ohne Gewalt – insbesondere sexualisierte Gewalt –
aufzuwachsen, ist ein elementares Kinderrecht. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor
sexualisierter Gewalt muss ausgeweitet und weiter verstärkt werden. Dazu gehören ein
wirksamer Jugendmedienschutz und die Weiterführung der Hilfen für die Betroffenen. Der
unabhängige Beauftrage für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs spielt hier eine wichtige
Rolle. Diese Funktion wollen wir weiter verlängern.
Die Hilfen für die Betroffenen müssen so niedrigschwellig und unbürokratisch wie möglich zur
Verfügung gestellt werden.
Wir werden die Anstrengungen im Kampf gegen sexualisierte Gewalt bundesweit weiter
vorantreiben. Zum Schutz gegen Mobbing müssen Eltern, Kinder und Beschäftigte in
Bildungseinrichtungen für dieses Thema stärker sensibilisiert werden und
Präventionsmaßnahmen in allen Altersstufen durchgeführt werden.

Sabine Schröter

Sabine Schröter
schroeter-kk.jimdo.com

 

Text: ahl/zg
Bilder: zg

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