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27.12.2017  |  Text: Frank Sander  |   Bilder: Frank Sander
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Customshow Emirates 2016


Die Customshow Emirates 2016 war ein Wettrüsten im Customizing – immerhin ein friedliches Wettrüsten


Die Bikeshows der Araber sind bekannt für ihr technisches Wettrüsten. Davon zeugte auch die zweite Customshow Emirates in Abu Dhabi. Dort pilgern längst nicht nur Wüstensöhne hin. Die holländischen Auspuff-Customizer von Dr. Jekill & Mr. Hyde waren mit einem Stand vertreten, und die Schweizer von Müller Motorcycle nahmen an der Bikeshow teil.

Der Deutsch-Türke Aykut von AT Cycles trat im Bike Build Off gegen Hassan von Al Ain Custom Motorcycle an. Aykut setzte auf Oldschool und schickte einen klassischen Shovelhead im Starrrahmen ins Rennen. Für seine Verhältnisse übte er sich damit in einem von ihm nicht gekannten Downsizing.


Aykut schraubt an seiner Shovelhead

Hassan aber kannte Aykuts hochgerüstete Technikmonster aus den letzten Jahren. Er wollte dem, was er von Aykut erwartete, ein noch höher gerüstetes Bike entgegensetzen. So montierte er zwei Turbolader an ein Harley-Triebwerk und setzte in die hintere Einarmschwinge ein „Hubless Wheel“, also ein Rad mit Durchblick. Die konventionelle Nabe in der Mitte der Felge weicht bei Hubless Wheels einer aufwendigen Kontruktion dicht an der Felge. Für das einarmig gelenkte Frontend fertigte Hassan ebenfalls ein Hubless Wheel – und das stellte mit 32“ Durchmesser alles bisher Dagewesene in den Schatten. Zur Sicherheit engagierte Hassan auch noch Danny vom Schrammwerk für die Lackarbeiten und Flo von der Engels Schmiede zur technischen Unterstützung. In den vier Tagen der Show brachten sie so das multinationale Projekt „Arab Emerald“ zum Rollen.

Sieger des Bike Build Off wurde die „Arab Emerald“ von Al Ain Custom Motorcycle
Wegen eines Kurzschlusses mussten die arabischen Sieger schieben

Als beide fertig waren, rotzte der Shovelmotor von Aykut dreckig seine Abgase durch den selbstgefertigten Edelstahlauspuff in die Halle. Das arabische Team aber schoss sich durch einen Masseschluss am Steuergerät ins Jenseits. Das Bike konnte nicht mehr zur Bühne fahren, was laut Reglement mit Stimmabzug bestraft wurde. Dennoch hieß der Sieger am Ende Al Ain Custom Motorcycle, der mit seinem Bike „Arab Emerald“ die meisten Stimmen für sich zusammenbrachte. Aykut blieb fairer Verlierer. Sportlich inszenierte er vor der Bühne einen Burnout und zerlegte damit den Messeteppich.

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 06/2016
 

Customshow Emirates
in Abu Dhabi,
www.customshowemirates.com

Text: Frank Sander
Bilder: Frank Sander

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