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13.07.2017  |  Text: Franky  |   Bilder: FR GE, Archiv BIKERS NEWS, Butcher
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Freeway Rider’s MC: Memory Ride


Das Gelsenkirchener Chapter des Freeway Rider’s MC erinnert mit einem Memory Run an seine verstorbenen Member


Im Abstand von jeweils fünf Jahren verstarben im Gelsenkirchener Freeway Rider’s Chapter Teddy (2001), Micha (2006) und Puffi (2011). Alle drei waren wichtige Männer im Gefüge.
Andreas Werkmeister „Teddy“ war erst 26 Jahre alt, als er nach der Rückfahrt von einer Party an einer Krankheit starb. Drei Jahre zuvor war er mit den Nightdrivers Bottrop zum größeren Ruhrgebietsclub gewechselt, wo er als jemand galt, der immer ein offenes Ohr für Probleme hatte, und als zuverlässiger Kamerad auftrat.
Michael Kittlers Rat wurde auch gerne gehört. Innerhalb und außerhalb des Clubs galt der Gelsenkirchener Vorstand als Sympathieträger, gleichzeitig hatte jeder Respekt vor ihm. Nie arrogant und aus dem Bewusstsein persönlicher Stärke heraus freundlich, erhielt der Karatekämpfer bei den Wahlen zum freigewählten Komitee, das damals noch dem Gesamtclub vorstand, die meisten Stimmen. Ein Herzinfarkt während eines Bades im spanischen Meer riss den Sportler unerwartet aus dem Leben.

Die Gräber wurden von den Freeway’s liebevoll geschmückt

Ralf Puzicha alias „Puffi“ stand für den anderen Schlag Mensch, der den Ruhrpott auszeichnet. Kein Mann großer Worte, trat er oft knurrig und unnahbar auf. Aber wer ihn kannte und sich zu ihm gesellen durfte, hatte eine verlässliche Bank im Rücken – und lernte einen verschmitzten Spaßvogel kennen, wenn er mal gut aufgelegt war. 1984 von den Devils Snakes gekommen, machte sich der Türsteher und Geldeintreiber 27 Jahre für die Freeway’s gerade, bis er seinen größten Fight gegen den Krebs verlor.
Ihnen zum Gedenken trafen sich fast hundert Clubkameraden am Gelsenkirchener Clubhaus. Gemeinsam fuhren sie die Gräber an, leider durch eine regulierungswütige Polizei in Gruppen aufgeteilt – was den überforderten Wachtmeistern anfangs nicht gelang und so mehr Verkehrschaos verursachte als vermeintliche Gefahren verhinderte. Davon unbeeindruckt fuhren die Rocker geordnet und lautstark erst den zentralen Friedhof der Stadt an, auf dem Puffi und Teddy liegen. In ordentlichen Reihen parkten sie die Bikes vor der Aussegnungshalle, um dann geschlossen zu den geschmückten Gräbern zu marschieren, einen Blumengruß abzulegen, eine Minute still innezuhalten und dann die Freeway-Hymne zu skandieren. Danach rollte die Kolonne am Friedhof in Gelsenkirchen-Ückendorf vor, um in gleicher Weise Micha zu gedenken. Anschließend kehrte der Tross zum Gelsenkirchener Clubhaus zurück, wo der Tag bei Wurst und Steaks vom Grill und manchem gezapften Bier in Ruhe ausklingen konnte. Der auf dem Gelände aufgebaute Altar, die liebevoll gestalteten Gräber und der Memory Ride zeigen, dass die Freeway’s es zu würdigen wissen, wenn Männer wie Teddy, Micha und Puffi sich das Prädikat EFIF erworben haben – einmal Freeway, immer Freeway!

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 11/16

 

Text: Franky
Bilder: FR GE, Archiv BIKERS NEWS, Butcher

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Stand:24 July 2017 14:48:48/blog/freeway+rider%3Fs+mc+memory+ride_177.html