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07.06.2017  |  Text: Ahlsdorf  |   Bilder: zg
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Gerichtsurteil: Stinkefinger erlaubt


Der gestreckte Mittelfinger ist ein eindeutiges Zeichen – wer ihn zeigt, muss blechen.


Das gilt allerdings nicht, wenn er in Form eines Aufklebers präsentiert wird – selbst wenn dieser auf einem Kennzeichen angebracht ist, wie kürzlich das Amtsgericht Zeitz entschieden hat.

Stinkefinger

Hintergrund des Urteiles: Die Polizei hatte einen Autofahrer kontrolliert, der in den EU-Sternenkränzen seiner Kennzeichen besagte obszöne Geste als Sticker angebracht hatte. 65 Euro sollte der Autofahrer zahlen, da er das Nummernschild in unzulässiger Weise verdeckt habe. Der Beschuldigte legte Widerspruch ein, schließlich musste das Gericht entscheiden. Und das argumentierte, der Autofahrer habe sich nicht schuldig gemacht – ein derart kleiner Aufkleber, der nicht unzulässig mit Folie oder Glas angebracht worden sei, beeinträchtige nicht die Lesbarkeit des Kennzeichens. 10 Euro musste der Autofahrer dennoch hinlegen: Das Blech habe in Form, Größe und Ausgestaltung nicht den Vorgaben entsprochen.

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 05/2017
 

Text: Ahlsdorf
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