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10.11.2017  |  Text: Ansgar  |   Bilder: Archiv Liberty MC/Ansgar
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Clubporträt: Liberty MC


Der Liberty MC kann auf 40 Jahre Clubgeschichte zurückblicken


Der MC Liberty Angels gründete sich im heißen Sommer von 1976 in Frankenheim auf der Rhön. Im Mittelpunkt standen die Kameradschaft und die pure Lust am Motorradfahren – und daran hat sich bis heute nichts geändert. Den Grundstein des MCs hatten einige Neuntklässler der Hauptschule in Bischofsheim an der Rhön bereits in den Jahren 1973 und 1974 gelegt – die Jungs waren fasziniert vom Motorradboom der Siebzigerjahre, der sich damals gerade abzeichnete.
Der MC Liberty Angels blieb nicht lange auf Frankenheim beschränkt, denn im nahen Wildflecken unterhielt die US-Armee einen großen Stützpunkt. Schnell gesellten sich mehrere GIs zum Club, die sich auch vom Logo des Clubs angesprochen fühlten. In anderen Gegenden stießen deutsche Member zu MCs, die von Amerikanern gegründet worden waren – hier war es andersherum. Mit einer Gitarre und Freunden am Lagerfeuer zu sitzen, war die Freiheit, die viele suchten.

Der Liberty MC während einer Ausfahrt 1978

Bereits 1978 fanden die ersten Mitglieder aus dem hessischen Teil der Rhön und aus den umliegenden Ortschaften ihren Weg zum Club. Anfang der Achtziger zählte der MC bereits über 20 Mann. Zu dieser Zeit wurden auch zwei weitere Chapter gegründet – eines in Essen, das andere später im hessischen Nüsttal-Morles. Damals war es keine Seltenheit, dass sich auf einer Bikerparty gut 40 Liberty-Angels-Bikes auf dem Platz aufreihten – die erste Blütezeit des Motorradclubs, die bis Mitte der Achtziger anhielt. Doch wie so oft kam auch für diese Jungs eine Dürrezeit: Im Laufe der Jahre verkleinerte sich der MC auf einen harten Kern von vier bis fünf Membern, hauptsächlich weil viele Mitglieder sich auf ihre Familie konzentrierten. Diese kleine, aber kameradschaftliche Crew überdauerte das gut anderthalb Jahre andauernde Tief. Dann, Ende der Achtziger, konnten wieder Motorradfahrer für den MC begeistert werden – die Liberty Angels wuchsen erneut bis an die Zwanziger-Marke, außerdem verlagerte sich das Einzugsgebiet des Clubs noch weiter in den hessischen Teil der Rhön. Ein neues Clubhaus wurde in Hettenhausen gefunden und schmuck hergerichtet.
Ende der Neunzigerjahre wurde der Club dann in „Liberty MC“ umbenannt. Eine Besonderheit hat sich der Liberty MC bis heute bewahrt: Es gab und gibt auch Frauen im Club. In der Anfangszeit waren es vier bis fünf Frauen, heute ist nur noch eine Lady übriggeblieben. Der Liberty MC präsentiert sich heute als gestandene Größe in der Szene und kann auf 40 Jahre Clubgeschichte zurückblicken. Genau wie vor 40 Jahren ist er auch heute noch in ganz Deutschland unterwegs und lässt sich gelegentlich auch mal im Ausland blicken – und so soll es auch weiterhin bleiben.
Heute gehören rund 20 Member zum Liberty MC. Die Altersspanne reicht von 20 bis 50 Jahren. Leider ist das letzte aktive Gründungsmitglied Hubert Martin, genannt „Quati“, im vergangenen September plötzlich verstorben. Sein Anliegen war, das 40. Jubiläum des Liberty MC angemessen zu feiern – das wurde auch gemacht: Vom 8. bis 10. Juli stieg die Party in Oberwildflecken.


Liberty MC 1976
Am Berishof 4
36103 Flieden
www.libertymc.de
 

In Memory

Schnitzer
(Richard Balling): *1959–†1982

Guntram
(Guntram Geis): *1961–†1992

Jörg
(Jörg Volland): *1948–†1996

Charlie
(Charles Lockhart): *1958–†2001

Heizer
(Toni Hergenhahn): *1959–†2003

Langer
(Winfried Laudenbach): *1958–†2004

Mad Old Mac
(Dieter Gericke): *1939–†2008

Samba
(Stephan Krick): *1962–†2015

Quati
(Hubert Martin): *1959–†2015

Text: Ansgar
Bilder: Archiv Liberty MC/Ansgar

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