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16.07.2017  |  Text: Denise Redder  |   Bilder: Denise Redder
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Mark Brothers MC: Abschied von Präsident Seemann


Am 12. August 2016 verstarb Seemann bei einem tragischen Motorradunfall


Biker sind dafür bekannt, nicht immer die einfachsten Routen zu nehmen. Dennoch gibt es Wege, die keiner gehen will. Am 12. August verstarb Seemann, der Präsident des Mark Brothers MC, bei einem tragischen Motorradunfall auf der A10 nahe der Abfahrt Oberkrämer. Er war mit Brüdern auf dem Weg nach Rostock zum Stormbringer MC. Nachdem die Biker auf dem Standstreifen gehalten hatten, um eine Panne zu reparieren, kam es beim Wiederauffahren auf die Autobahn zum Unfall. Mark-Brothers-Secretary Frosch wurde dabei schwer verletzt, für Seemann jedoch kam jede Hilfe zu spät.
Nach dem schrecklichen Ereignis stand der Club eng zusammen und konzentrierte sich darauf, der Familie des verstorbenen Präsis zur Seite zu stehen. Er hinterlässt Frau und zwei Kinder. Das Clubhaus wurde zum Anlaufpunkt für die trauernden Member, deren Familien, Seemanns Familie, Freunde und Arbeitskollegen. Die Anteilnahme aus der Szene war gewaltig. Daher waren sich Club und Hinterbliebene auch rasch darüber einig, dass die Beisetzung statt in Seemanns Heimatort Eichwalde in Wernsdorf, nur wenige Gehminuten vom Clubhaus der Mark Brothers entfernt, stattfinden sollte. Mit großem Engagement entlasteten die Wernsdorfer Rocker die Familie mit der Organisation der Trauerfeier.



An Seemanns Geburtstag Anfang September wurde gemeinsam im Clubhaus gefeiert, am 17. September fanden sich dann über 600 Rocker am Clubhaus ein, um an der Trauerfeier und Urnenbeisetzung teilzunehmen. Befreundete MCs übernahmen Ordnerdienste und geleiteten Hunderte Motorräder auf die eingerichteten Parkplätze. Die Polizei sperrte die Hauptverkehrsstraße, als der Trauerzug sich auf den Weg zum Friedhof machte, der wohl selten so viele Trauergäste aufnehmen musste. Die bewegende Trauerfeier in der kleinen Friedhofskapelle wurde auch ins Freie übertragen, sodass jeder der Trauerfeier folgen konnte. Im Anschluss wurde Seemanns Urne von seinem langjährigen Clubbruder Lorzi zur Grabstätte getragen.
„Kein Abschied für immer“ stand auf der Schleife des Gestecks in Clubfarben, das der MC seinem Präsi niederlegte. „Seemann ist nicht von uns gegangen, nur vorausgefahren“, hieß es oft an diesem Tag. Jeder, der mit Seemann unterwegs war, kannte nicht nur sein jungenhaftes Lachen, sondern auch sein altes Harley-Käppi, das seine Frau ihm mit ins Grab legte. Der Mark Brothers MC will vorerst keinen neuen Präsidenten wählen. Seemanns Sohn Benjamin ist Supporter und bekannte sich am Rande der Trauerfeier zu einer Zukunft im Club – Seemann würde das gutheißen und lächeln.

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 11/2016

Text: Denise Redder
Bilder: Denise Redder

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