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20.09.2017  |  Text: Harry  |   Bilder: Harry
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Reader’s Ride


Die besten Bikes baut die Szene selbst. Ralf ließ sich dabei von klassischen Bobbern und der Nose Art des Zweiten Weltkriegs inspirieren


Ein Biker, ein Wort – „Ich bau mir einen Bobber“. Dabei hätte Ralf sich die Mühen eigentlich sparen können, denn Bobber gibt es heutzutage ja bereits ab Werk. Früher hat man sein hart verdientes Moped bewusst von allerlei Schnörkeln befreit, heute bezahlt man viel Geld für das, was gar nicht dran ist. Wobei: Genau genommen gab es auch schon früher Serien-Bobber vom Band. Schaut man genauer auf die Modell-geschichte von Harley-Davidson, stößt man unweigerlich auf die WR-Rennmodelle, die Ende der Zwanzigerjahre – und dies sind untrügliche Bobber-Anzeichen – ohne Frontfender, ohne Bremsen und mit „gebobbtem“ Hinterteil vom Band liefen. Wir sehen: Die Modewelle der Bobber schwappt immer wieder mal durch die Motorradwelt.

Aber zurück zu Ralf. Mit der Bobber-Idee im Kopf erstand er eine ausgemergelte Sporty. Zeit für seinen persönlichen „Bob Job“. Anleihen von Ideen, die bereits viele Jahrzehnte alt sind, gibt es reichlich.

Die Modewelle der Bobber schwappt immer wieder mal durch die Motorradwelt

Ralf interessiert sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und ist fasziniert von der „Nose Art“. So nennt man die Malereien, mit denen viele Soldaten ihre Flugzeuge in der Nähe der „Nase“ verzierten. Insbesondere sexy Pin-ups waren sehr beliebt. Ralf entschied sich, seinem Bobber ein Bild im Nose-Art-Stil zu verpassen. Der ulkige Hase auf dem Tank macht vor allem Sinn, wenn man weiß, dass Ralf mit Nachnamen Haas heißt.

Herausgekommen ist eine Sporty, die sich sehen lassen kann und zeitlos schön bleiben wird – da „Wellen“ ja bekanntlich immer wieder kommen.
 
Die Kavallerie-Tasche dient als Werkzeugbehälter. Wann haben wir zum letzten Mal eine Werkzeugrolle gesehen? Vor zehn Jahren hing die noch an jedem Leser-Motorrad

Technische Daten

Rabbit’s Bobber
Basis: Harley Davidson 883, Bj. 1985

Motor
Typ: 2-Zylinder V2 Evolution
Hubraum: aufgebohrt auf 1200 ccm

Fahrwerk
Heck: Heckumbau ab Hauptrohr
Schwinge: verbreitert
Gabel: Springergabel
Reifen
vorn: 130/90-60
hinten: 200/60-16
Felgen: Akront, pulverbeschichtet
Lenker: Dragbar, H-D
Fußrasten: vorverlegt
Stoßdämpfer: Koni Shocks

Sonstiges
Bremsleitung: Spiegler
Tank: Modifiziert
Seitliches Kennzeichen
 

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 09/2016

Text: Harry
Bilder: Harry

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