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09.08.2017  |  Text: Silvia Stoll  |   Bilder: privat
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Reader’s Ride: Die besten Bikes baut die Szene selbst


Nach einem Crash verwandelte Dani seine Road King in einen Bagger


Im flaschengrünen Lackkleid und so ziemlich im Originalzustand hatte Dani eine Road King erworben. Direkt nach dem Kauf nahm er die erste Veränderungen vor: Das Flaschengrün verschwand unter orangefarbener Folie, ein Ape kam dran und die verchromten Fairings von Koffern und Fender bekamen ein dezentes Schwarz. Dani war zufrieden und trieb sein Bike zum Harley-Treffen nach Eging am See, in die Westernstadt Pullman City.
Das gelungene Wochenende lag schon in den letzten Zügen, als Dani am Sonntag aus der Dusche kam und eine böse Überraschung erleben musste.

Au weia, volle Breitseite!

Was war geschehen? Während seiner Säuberungsaktion war eine Lady mit ihrer Sportster vom Weg abgekommen und seitlich in seine Maschine gebrummt. Seine Road King lag auf der Seite und kuschelte mit der kleinen Artgenossin aus Milwaukee – umringt von Schaulustigen. Ein Crash ohne Verletzte, der aber an der Maschine so viel Schaden angerichtet hatte, dass Dani sich die Heimfahrt bei bestem Biker-wetter in die Haare schmieren konnte: Der Lenker war gebrochen, das Öl ausgelaufen, der Bremssattel angeschlagen, der Frontfender hatte einen Totalschaden und das ganze Bike war mit Kratzern und Schrammen übersät.
Die gelben Engel ließen sich Zeit und transportierten das Bike erst einmal zu einer Werkstatt ins nächste Dorf. Drei Stunden später saß Dani endlich im Abschlepper Richtung Heimat, die havarierte Road King verzurrt auf der Ladefläche.
Die Reparatur- und Umbauarbeiten zogen sich über den letzten Winter hin, da die Lackierung einige Probleme bereitete – bei manchen Teilen hieß es schleifen und einen neuen Anlauf nehmen. Auch die Umrüstung auf den Schnellverschluss am Heckfender für Gepäckträger und Topcase der neuen Harleys bereitete ihm einiges Kopfzerbrechen und brachte viel Fummelei mit sich. Doch insgesamt ist er mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: „Die King fährt sich genauso gut wie vorher und sieht einfach nur geil aus!“
 
TECHNISCHE DATEN
Basis: Harley-Davidson Road King, Bj. 1996

Motor
Typ: 2-Zylinder V2
Hubraum: 1340 ccm
Zündung: Single Fire
Auspuffanlage: S&S

Fahrwerk
Gabel: Original, Standrohre schwarz lackiert
Räder
vorn: 21 Zoll, 80-Speichen-Chromfelge
hinten: Original
Reifen
vorn: 130er, Niederquerschnitt
hinten: Original

Sonstiges
Lampe: Lampenschirm mit H-D Skull
Rücklicht: LED 3-in-1
Blinker: vorn mit grauen Gläsern und Lampenschirm
Leitungen: im Lenker verlegt
Kennzeichenbeleuchtung: Mini-LED
Lenker: Buffalo Apehanger 1 1/4 Zoll, 50 cm hoch
Gabel: Standrohrabdeckung Thunderbike
Sitz: Corbin
Fender
vorn: modifiziert, Standlichtabdeckung mit H-D Skull
hinten: Overlay-Bagger-Fender
Koffer: 5 Zoll verlängert, H-D-Kofferdeckelreling, Schnellverschluss für Topcase/Gepäckträger
Lack: Eigenleistung, Candy Orange Metallic Skull

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 10/2016

Text: Silvia Stoll
Bilder: privat

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