Warlocks MC

11.06.2017  |  Text: Harry  |   Bilder: Harry
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Warlocks  MC
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1967 gründen 13 amerikanische Seeleute auf dem Flugzeugträger Shangri-La den Warlocks MC. Am Rande der Daytona Bike Week feierte der Club sein 50-jähriges Bestehen …
Wer eine Alternative zur weichgespülten „Showroom Mainstreet“ in Daytona sucht, für den ist das Motherchapter des Warlocks MC in Orlando die richtige Anlaufstelle – geboten wird ein umfassender Einblick in den Spirit US-amerikanischer Bikerpartys. Die Türen des Clubanwesens im Norden der Disney-Metropole sind während der großen Veranstaltungen wie Bike Week oder Biketoberfest grundsätzlich geöffnet. Allerdings gibt es auch Ausnahmen – wie in diesem Jahr. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Warlocks hatten diesmal nur geladene Gäste Zutritt zu „Fort Lockhart“.

Gründung auf dem Mittelmeer



Die Shangri-La, ein Flugzeugträger der US Navy, kreuzt im Sommer 1967 auf einer mehrmonatigen Ausbildungsfahrt im Mittelmeer. An Bord sind auch dreizehn junge Seeleute, die sich bereits Gedanken um die Zeit nach dem Militärdienst machen. Schnell finden sie heraus, dass sie alle begeisterte Motorradfans sind und plaudern in ruhigen Mittelmeernächten angeregt über ihre gemeinsame Leidenschaft. Die Idee, einen Motorradclub zu gründen, kommt beinahe unausweichlich, das Abzeichen wird gleich an Bord entworfen. Das Vorhaben allerdings ist als durchaus gewagt zu bezeichnen: Nach dem Ausscheiden aus der Navy soll jeder der dreizehn in seiner Heimatstadt ein Chapter gründen. Und genau das funktioniert nicht wunschgemäß, bei den meisten verfliegt die anfängliche Euphorie schnell angesichts der alltäglichen Probleme in der Heimat – und die riesigen Entfernungen innerhalb der USA tun ihr Übriges. Einzig der junge Grub aus Orlando/FL nimmt die Sache richtig ernst. So wird der Traum der jungen Seeleute doch noch Realität – und 2017 feiern über dreißig Warlock-Chapter aus dem In- und Ausland das 50-jährige Clubjubiläum.

Zurück nach Europa

Ein großer Teil der Warlocks-Chapter verteilt sich über die amerikanische Ostküste, vor 25 Jahren gelingt dann auch der Sprung zurück nach Europa. Seitdem gibt es auch ein Chapter in Süddeutschland und seit Mitte der Neunzigerjahre drei weitere in England. Die Zeit bringt es mit sich, dass sich bereits etliche alte Member in einen passiven Status verabschiedet haben, viele andere haben die teils sehr hart geführten Auseinandersetzungen mit anderen 1%er-Clubs im Land der freien Waffen mit dem Leben bezahlt. Grub selbst ficht bis heute gemeinsam mit den Altgedienten seinen unermüdlichen Kampf, der neuen Warlocks-Generation die „alten“ und einfachen Werte wie Brüderlichkeit und Respekt nahezubringen.

Zeitzeugenbericht

Gründungsmember Skip erklärt die Historie des Clubs ,,,

Wir wären nicht in den USA, würden nicht alle feierlichen Zeremonien und Ehrungen mit dem typischen Pathos durchgeführt, der selten seine Wirkung verfehlt. Gespenstische Ruhe kehrt unter den harten Jungs ein, als Skip als einer der drei anwesenden „Originals“ erklärt, wie er mit den anderen an Bord der Shangri-La das Abzeichen entworfen hat. Auch die ersten originalen Skizzen lässt er der gebannt lauschenden Menge von Prospects vorführen. Etliche weitere originale Accessoires von der Shangri-La machen ebenfalls ihre Runde. Die Ausführungen und das Anschauungsmaterial lassen einen einzigartigen Blick auf die Wurzeln des Clubs zu. An diesem speziellen Tag wird aber auch dem Anlass entsprechend kräftig gefeiert. Warlocks aller amerikanischen und englischen Chapter langen samt ihren Gästen auf dem übervollen Clubanwesen tief in die Bierkisten.

Vor dem Clubhaus: Die Gäste rollen zur Party an

Leider sind die deutschen Warlocks mit Einreisebeschränkungen belegt, sodass einzig der Reporter die deutsche Flagge am Platz hochhalten kann.
Die wilde Sause wird nur noch von einem andächtigen und emotionalen Höhepunkt unterbrochen: Im Anschluss an die gängigen Ehrungen und Auszeichnungen werden die Kutten zweier kürzlich verstorbener Member verbrannt, die nun im „Free Bird“-Chapter fahren. Mit einem donnernden „Warlocks forever!“ geht dann aber auch hier die Party weiter …    «
 

Der Flugzeugträger Shangri-La
Die USS Shangri-La war ein Flugzeugträger der Essex-Klasse, der für die US-Navy sowohl im Zweiten Weltkrieg als auch später in Vietnam im Einsatz war – unter anderem im Juli 1945 beim Angriff auf Tokio. Später diente sie als Ausbildungsplattform für Flugzeugträgerpiloten, zwischen 1961-1970 war sie weltweit im Verband der 6. Flotte unterwegs, Mitte der Sechziger auf mehreren Ausbildungsfahrten im Westatlantik und im Mittelmeer. Zwischen 1971 und 1982 lag der Träger eingemottet als Teil der atlantischen Reserveflotte in Philadelphia vor Anker und wurde anschließend stillgelegt. 1988 kam das endgültige Aus: Das Schiff wurde nach Taiwan verkauft und dort verschrottet. Ein Modell steht rund 450 Meilen vom Motherchapter entfernt im Naval Aviation Museum (www.navalaviationmuseum.org).

The 13 Originals
Als „13 Originals“ gelten die 13 Matrosen, die während ihrer Militärzeit 1967 an Bord der USS Shangri-La im Mittelmeer kreuzten und an Plänen für die Zeit nach ihrer Rückkehr in die Heimat arbeiteten. Dabei wurde die Idee geboren, einen Motorradclub zu gründen und mit einem Abzeichen auf dem Rücken den Zusammenhalt auch nach dem Militär aufrechtzuerhalten. Das von Skip noch auf dem Boot entworfene Abzeichen wird fast unverändert bis heute getragen.

The bird – der Phönix
Der Phönix ist ein vogelartiges Wesen, das in verschiedenen Mythologien als Sinnbild für die Unsterblichkeit, Wiederauferstehung und das Leben nach dem Tod steht. Wenn ein Phönix der Sage nach circa alle 500 Jahre seinen nahen Tod spürt, baut er sich als Nest einen Scheiterhaufen. Darin verbrennt er zu Asche, aus der anschließend ein neuer Phönix ent­springt. Die im Club verankerte Tradition der Verbrennung von Kutten verstorbener Member orientiert sich an dieser Sage. Im Club wird der Phönix im Colour liebevoll „the bird“ genannt.



Adresse
Warlocks MC
Motherchapter Orlando
Clubanwesen „Fort Lockhart“
5608 4th Street
Orlando FL 32810
Anfahrt über Interstate 4, von Daytona kommend die Ausfahrt 88
warlocksmcorlando@yahoo.com
www.warlocksmcorlando.net
International: www.warlocksmc.net

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 05/2017

 
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