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BIKERS NEWS
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Die aktuelle BIKERS NEWS ist seit dem 20. August am Kiosk. Die nächste Ausgabe (10/10) erscheint am 24. September.

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Für mächtiges Aufsehen in der vergangenen Show-Saison sorgte ein Reihenvierer mit fetter Pelle

Als der fette 360er Hinterreifen erstmals auf Messen vorgestellt wurde, stand für Marco vom Cycle Point West eins fest: „Da bau ich ein Bike drumherum!“ Doch Thailänder von Vee Rubber hatten ein fernöstliches Zeitverständnis. Es sollte noch eine Weile dauern, bis der dicke Schlappen auch in der westlichen Hemisphäre verfügbar war.
In der Zwischenzeit machten sich die Jungs schon mal Gedanken zum Layout ihres Bikes. Zu solch einem breiten Reifen passte nur ein breiter Motor. Zwar hätte Marco auch einen Harley-Treibsatz verbauen können, doch die Optik eines Reihenvierzylinders versprach, sich tiefer ins Auge zu brennen. Im Lager fand Marco noch einen Yamaha XJR 1300-Motor. Der sollte es werden.
 
Der breiteste Reifen am Markt











Nun musste ein passender Rahmen her. Den stellten die Spezialisten von VG nach den Vorgaben der Sankt Augustiner her. Die Holländer liefern TÜV-kompatible Frames mit allen Papieren, sie waren deshalb die erste Wahl für den Job.
Das passende Bett für den Breitreifen fertigte Felgenspezialist Deget. Dazu wurde die Felge einer GSX-R auf 14“ verbreitert. Auch das Vorderrad erfuhr eine moderate Verbreiterung und trägt nun einen passenden 140er. Seine Führung übernahm die Gabel einer Hayabusa, die auch gleich noch die Bremsen spendierte. Die Gabelbrücke mit 5° Reckung ist ein speziell angefertigtes Einzelstück. Das trifft auch auf die Blechteile zu.
Alle Arbeiten führte das Team vom Cycle Point West natürlich selbst durch. Tank, Fender, Sitz und Bugspoiler entstanden unter fachkundigen Händen.

Zusammenspiel von Form und Farbe












Bereits vom Anfang an dabei war Airbrusher und Designer Gerrit von Redhead Design. Bei seinen Vorschlägen zur Formgebung hatte er schon längst schon eine Vision parat. Die Formen sollten sich mit Hilfe des Lacks überall wiederholen. Kurze Wege waren garantiert, da sich die Lackiererei im selben Haus wie Cycle Point befindet.
 

Im breiten Lenker fanden neben den elektrischen Leitungen auch alle Bowdenzüge Platz. Ehrensache, dass die auch aus eigener Fertigung stammten. Für cleane Optik war also gesorgt. Die Hebeleien stammen, ebenso wie die Fußrastenanlage, aus dem Liefer­programm von Stocker.

Starten ohne Zündschlüssel

Besonderer Gag am Bike sind Fernstart und -stopp inklusive Alarmanlage. Mittels Fernbedienung kann so der Zündschlüssel in der Hosentasche bleiben. Konsequenterweise verzichteten die Erbauer auch gleich auf ein Zündschloss. Dafür versteckten sie im Bugspoiler einen Ölkühler.
Für den Sound sorgen Endschalldämpfer von Supertrapp mit EG-ABE. Sie sitzen an selbstgebogenen Krümmern.
Das Gehäuse für die DE-Scheinwerferkombi­nation stellten die Jungs natürlich ebenfalls her. Mit dem LED-Rücklicht hatte Marco dafür seine liebe Not. Er sah es erstmals auf der Mailänder Motorradmesse. Dort war es aber nicht käuflich zu erwerben. Erst nach langem Warten stellte ihm der deutsche Importeur ein Musterexemplar zur Verfügung. Damit konnte Marco das Bike beim TÜV vorstellen. Die Zulassung erhielt er per Einzelabnahme.

Meister aller Klassen

Auch wenn ihr es nicht glauben werdet: Marco verspricht für sein Monster eine exzellente Kurvenlage. Er muss es ja wissen, hat er doch im letzten Sommer mehrere tausend Kilometer auf dem Bock abgeritten.
 











Sein Weg führte ihn unter anderem auch zum Bike and Music Weekend nach Geiselwind. Dort belegte er in der Chopper-Klasse den ersten Platz. Noch viel mehr freute er sich über den dritten Platz in der Radical Class bei der European Bike Week in Faak. Unter lauter Harleys so gut abzuschneiden, war ihm eine große Bestätigung. Die erhielt er auch noch einmal durch die Fachjury auf der „Faszination Motorrad“ in Sinsheim. Aus dem Pool der geilen Bikes in unserer Show fischte sie sein vierzylindriges Monster heraus und verlieh ihm den Pokal in der Klasse „Best Metric“. Das eine Jahr Arbeit zum Aufbau des Bikes hat sich also durchaus gelohnt.

Text: Jens Müller
Fotos: Volker Rost
 



Typ: . . . . Monster
Baujahr: . . . . 2006
Motor: . . . . Yamaha XJR 1300
Auspuff: . . . . Krümmer Eigenbau,
. . . . Schalldämpfer Supertrapp
Rahmen: . . . . VG, Hardtail, Einzelanfertigung

Gabel: . . . . Hayabusa
Gabelbrücke: . . . . Jos
Rad vorn: . . . . Suzuki GSX-R, modifiziert 4,5 x 18“
Rad hinten: . . . . Suzuki GSX-R, modifiziert 14 x 18“
Reifen vorn: . . . . 140/70-18“
Reifen hinten: . . . . 360/30-18“
Bremsen: . . . . Hayabusa

Lenker: . . . . CPW
Griffe, Armaturen: . . . . Stocker
Tank: . . . . Delta, CPW
Fender, Bugspoiler: . . . . CPW
Fußrastenanlage: . . . . Stocker
Scheinwerfer: . . . . Eigenbau
Rücklicht: . . . . LED, Shin Jo
Blinker vorn & hinten: . . . . Kellermann
Spiegel: . . . . Rebuffini
Lack/Airbrush: . . . . Redhead Design
Wertgutachten: . . . . 60.000 Euro

Kontakt:
Cycle Point West
Hauptstraße 28a, 53757 Sankt Augustin
Tel 02241 - 34 18 18
info@cycle-point-west.de
http://www.cycle-point-west.de

Zum Poster >>>501>>>


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