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19.12.2017  |  Text: LSD  |   Bilder: AFE Walczak, LSD
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Haschisch in Marseille


Zwei Männer im zweiten Frühling wollen wissen, wie das ist mit der Harley und der Freiheit. Drogen gehören unbedingt dazu


Voll auf Vitamin B12 geht die Fahrt weiter
Zwei Biker im zweiten Frühling: Voll auf Vitamin B12 auf der Suche nach Haschisch in Marseille

Schnell noch nippt Kurt an seinem Fläschchen Vitasprint, bevor er es in das Lederholster seiner E-Glide steckt. Dann wuchtet er seinen mächtigen Hintern in den Sattel. Genüsslich schnalzt er mit der Zunge. Jetzt ist er wieder voll auf B 12 – und auf all den anderen Vitaminen und Wirkstoffen, die man so für das Aufrufen jugendlicher Spannkraft braucht.
Da kommt Ahlsdorf gerade richtig. Mit einem Salatbaguette verlässt der soeben das französische Autobahn-Bistro. Kurt ruft ihm mit frischem Mut eine Nettigkeit entgegen: „Pass auf, dass du nicht fett wirst!“
Ahlsdorf hört das gar nicht. Zu viele Nebengeräusche hier auf der Autobahn. Tinnitus, leichte Schwerhörigkeit. Ahlsdorf vernimmt nur noch Klingeln und Rauschen. Und dann diese Salatblätter: Schon wieder hat er eines zwischen den Zähnen. Parodontose, altersbedingt, die Lücken werden immer größer. Als er wieder neben seiner V-Rod steht, kleckert auch noch die Mayonnaise auf den Sattel.
„Du wirst nicht nur fett, du wirst auch noch schusselig“, muss er jetzt von Kurt vernehmen. Das hat Ahlsdorf verstanden. Die Fahrt kann weitergehen. Wohin aber hat er schon wieder den Zündschlüssel gesteckt?

„Wir auf unseren Harleys“

Dick und Doof auf dem Highway in Südfrankreich. Kurt ist Beamter, Mitte fünfzig, einer von der typischen Sorte. Im zweiten Frühling hat er sich eine Harley gekauft. Irgendwann wollte er das alles auch mal erleben: Born to be wild, Ritt in den Sonnenuntergang, Freiheit und so.
Den Ahlsdorf konnte er ziemlich leicht ködern: „Wenn du dir eines Tages auch mal eine Harley zulegst, fahren wir zusammen nach Marseille!“ Ja, das war Ahlsdorfs Traum: Einmal die Kreuzung sehen, an der Walter Benjamin sein in der Literaturgeschichte berühmt gewordenes Drogenexperiment durchgeführt hatte. Er veröffentlichte es unter dem Titel „Haschisch in Marseille“.
Als Harley-Davidson Bergstraße Ahlsdorfs V-Rod zur „Road Rod“ umgebaut hatte, konnte er endlich ernst machen: „So, Kurt, im Sommer muss ich dienstlich zum National Run der Bandidos nach Südfrankreich. Da nehm ich dich mit und wir machen einen Abstecher nach Marseille. Wir auf unseren Harleys!“
„Was soll ich nur anziehen?“, fragt Kurt. Mannheim–Marseille. Zweimal tausend Kilo­meter. So eine Strecke ist Kurt noch nicht gefahren. Weil er nun zum ersten Mal als richtiger Biker unterwegs ist und nicht in einer Protektorenkombi auftreten will, entscheidet er sich für die US-Army-Jacke, die M-65-Replika von Tante Louise.
Regen? Darf nicht passieren. Alles eine Frage des Timings. Auf dem Smartphone kann Kurt die Satellitenprognosen abrufen. Souverän wischt der Beamte aus der Telekommunikation über das Gerät: „Morgen zieht eine Gewitterfront um neun Uhr über uns hinweg. Dann fahren wir eben erst um zehn Uhr weiter.“
Ahlsdorf nimmt die Raiden-Jacke von Icon. Mit Protektoren. Wer sich einmal auf dem Motorrad die Knochen gebrochen hat, der wird klüger. Vor allem mit Mitte fünfzig, wenn die Knochen dreimal so lange brauchen, um wieder zusammenzuwachsen.
Die Raiden-Jacke ist auch wasserdicht. Schlecht für tausend Kilometer in einer Hitze von 90 Grad Fahrenheit auf dem Bordthermometer von Ahlsdorfs Road Rod. Macht deutlich über 30 Grad Celsius. Die Jacke wird nass, aber von innen. Sie hat unzählige Ventilationsreißverschlüsse, aber hinter der Verkleidung werden sie nicht durchströmt und so strahlt der wassergekühlte V-Rod-Motor gnadenlos Hitze ab. Ahlsdorfs Blick verschwimmt, die Hitze treibt ihm Tränen in die Augen, bis er nur noch schwarz-weiß sieht. Trinken, trinken, trinken! An jeder Raststätte.
In alter Gewohnheit will er auch Pinkeln gehen, aber es kommt kaum was raus. Dafür klebt die nassgeschwitzte Hose zwischen seinen Beinen, wenn er in diesen französischen Raststätten breitbeinig zum Pinkelbecken watschelt. Dann wieder aufsitzen, die ebenso nassgeschwitzten Handschuhe überziehen.
Noch 500 Kilometer bis Marseille. Zur Abwechslung mal die Beine auf den Sozius­fußrasten anwinkeln. Tausend Kilometer mit gestreckten Beinen auf den vorverlegten Floorboards – das hinterlässt vielleicht einen coolen Eindruck unter den Französinnen in ihren Kleinwagen, aber durchgängig hält das kein Neger aus.

Die kleinen Pannen

Vor einem französischen Motel, erste Etappe geschafft. Ahlsdorf von innen durchnässt, Kurt dank seiner M 65 einigermaßen durchgelüftet. Aber als er den Koffer seiner E-Glide öffnet, offenbart sich die erste Katastrophe: Nach 500 Kilometern Vibrationen hat das Werkzeug eine Energydrink-Dose durchgescheuert. Die ist ausgelaufen und hat auch Kurts Medikamentenpackungen mit einer klebrigen Schicht überzogen. Alles, was ein alter Mann so braucht: Vitasprint, Magnesium, Betablocker. Ach du Scheiße, wie soll Kurt jetzt die Reise durchstehen? Aber es hat die Packungen nur äußerlich erwischt, die meisten Pillen sind trocken geblieben. Na denn. Marseille kann kommen!
Aber vor Marseille liegen seine Vororte, nach Walter Benjamin sind das „… Quartiere der Armut, die zerstreuten Asyle des Elends: das Weichbild. Weichbilder sind der Ausnahmezustand der Stadt.“ Treffend formuliert und noch immer aktuell.

Französische Vororte, nach Walter Benjamin sind sie „… Quartiere der Armut, die zerstreuten Asyle des Elends“ – aber sie sind auch ein klares Bekenntnis zum Beton
Französische Vororte, nach Walter Benjamin sind sie „… Quartiere der Armut, die zerstreuten Asyle des Elends“ – aber sie sind auch ein klares Bekenntnis zum Beton


Kein noch so trister Betonsilo aus den Siebzigerjahren überbietet die Tristesse einer französischen Automatentankstelle im Weichbild dieser Stadt. Das mit den Tankstellen, das können die Franzosen einfach nicht. Bei uns in Deutschland sind Tankstellen Orte der Wärme, des Willkommens, des Lichts und der Einkehr. Beim Franzosen sind sie Orte der Einsamkeit und des Alleingelassenseins, eiskalt selbst unter gnadenlos brennender Sonne, zwischen Zapfhähnen und Automaten, die kein Bargeld annehmen.
Betablocker hin, gute Erziehung her. Als dieser Scheißautomat Kurts dritte Karte auch noch ausspuckt und als die beiden sich nach einer anderen Tankstelle durchfragen müssen (auf Scheißfranzösisch auch noch), läuft Kurt rot an. Der sonst so disziplinierte Staatsdiener greift seine leere Trinkflasche, wirft sie nicht in den Mülleimer, sondern feuert sie quer übers Gelände: „So, soll der Franzose mal sehen. Das hier ist für seine Scheißautomaten!“

Angekommen in Marseille

Angekommen! Im Zentrum von Marseille, Cours Belsunce, Ecke Canebière. Gepflegte Cafés gibt’s hier nicht. Stattdessen eine „Restauration Rapide“ mit dem vielsagenden Namen „Paristanbul“. In Deutschland wär das ein Döner.
Ihre Motorräder dürfen die beiden in der Fußgängerzone eigentlich gar nicht abstellen. Die Gendarmerie achtet peinlich drauf. Aber hier, zwischen dem Geschiebe der Nafris, lässt keiner seine Harley allein.
30 Grad im Schatten. Ahlsdorf schiebt seinen Big Twin an die Restauration: „Wenn ich das Motorrad schiebe, bin ich verkehrsrechtlich ein Fußgänger“, belehrt er seinen Kumpel. Dabei hätte er den Zeigefinger gehoben, wenn er nicht beide Hände fürs Schieben brauchen würde. Warum ist dieser Ahlsdorf nicht selbst Beamter geworden?
Kurt rollt gnadenlos mit ballerndem Motor vor, lässt sich im Sessel des Cafés nieder. Er streckt die Stiefel von sich, Schweiß tropft von seiner Stirn. „Ahhh, erst mal ein Getränk. Und einen Pastis, s’il vous plaît!“, ruft er der dunkelhäutigen Mademoiselle hinterher. Dann wendet er sich an Ahlsdorf: „So, das ist also der Platz, an dem dein Kommunist sich dieses Haschisch gespritzt hat?“
Ahlsdorf knirscht mit den Zähnen: „Haschisch wird geraucht oder gegessen. Und Walter Benjamin war kein Kommunist, sondern ein Linksintellektueller. Früher haben viele Intellektuelle mit Drogen experimentiert. Das fing im 19. Jahrhundert mit Charles Baudelaire an, mit einem Buch unter dem Titel ,Die künstlichen Paradiese‘. Jedenfalls hat auch Benjamin über seinen Rausch ein Protokoll geführt und später ein Essay veröffentlicht, das unter dem Titel ,Haschisch in Marseille‘ berühmt wurde.“

„Es gab Zeiten, in denen die Intensität der akustischen Eindrücke alle anderen verdrängte. Vor allem in der kleinen Bar ging plötzlich alles, und zwar im Lärm von Stimmen, nicht von Straßen, unter. An diesem Stimmenlärm war nun das Eigentümlichste, daß er ganz und gar nach Dialekt klang. Die Marseiller sprachen mir plötzlich sozusagen nicht gut genug Französisch.“Walter Benjamin, Haschisch in Marseille
„Es gab Zeiten, in denen die Intensität der akustischen Eindrücke alle anderen verdrängte. Vor allem in der kleinen Bar ging plötzlich alles, und zwar im Lärm von Stimmen, nicht von Straßen, unter. An diesem Stimmenlärm war nun das Eigentümlichste, daß er ganz und gar nach Dialekt klang. Die Marseiller sprachen mir plötzlich sozusagen nicht gut genug Französisch.“
Walter Benjamin, Haschisch in Marseille




„Mhm“, brummt Kurt, „und dann wurde er wohl süchtig und ist deswegen so früh gestorben.“ Ahlsdorf verdreht die Augen. Kurt redet weiter: „Ich bin ja Beamter und darf das nicht mit diesen Drogen. Aber du mit deinen Rockern … da habt ihr doch bestimmt auch schon mal eine Haschzigarette geraucht?“
„Von mir wirst du keine offizielle Antwort bekommen“, sagt Ahlsdorf, „nur so offiziell wie die von Bill Clinton: Ich hab nicht inhaliert.“ „Mhm, mhm“, brummt Kurt noch mal, „da wüsste ich aber gerne mehr, wie das so ist mit diesem Haschisch. Wie das wirkt und so. Wird man da wirklich nicht süchtig? Deine Rocker, bei denen müsste es doch was geben?“
„Probier’s doch, wenn wir bei den Rockern sind“, sagt Ahlsdorf, gerade abgewandt von Kurt. Hilflos rudert seine Hand durch die Luft. Schon dreimal hat Ahlsdorf versucht, die Kellnerin herbeizuwinken. Immer hebt er die Hand – und wie auf Kommando blickt die Mademoiselle ausgerechnet dann in eine andere Richtung. Wohin jetzt mit der gehobenen Hand? Als er sie schnell und unauffällig wieder senken will, erwischt er seinen Helm und schleudert ihn vom Tisch. Lautes Scheppern, polternd rollt der Helm fünf Meter über den Platz. Alle Gäste drehen sich um, nur nicht die Kellnerin. Irgendwie ist es in diesem Frankreich auch nicht anders als in Deutschland.

Einkaufstour gescheitert

Wenn die Franzosen etwas können, dann ist es das mit dem Beton. Die Deutschen sind verklemmter, sie schämen sich dafür. Dem Franzosen dagegen fließt der Beton mit künstlerischer Kreativität aus dem Handgelenk, mit ihm gestaltet er Kraft, Macht und Raum.
Marseille ist die Hauptstadt des Betons. Der Architekt Le Corbusier hat hier im Jahr 1947 seine erste Unité d’Habitation hingestellt – die erste „Wohnmaschine“. Und so reihen sich heute ungezählte Wohnmaschinen durch die Vororte, durch das Weichbild der Stadt. Künstlerisch gestaltet sind sie alle, besiedelt mit den dunkelhäutigen Unterschichten Magrebiniens, die dafür aber wohl kaum einen Blick haben.
Ahlsdorf stichelt: „Kurt, da ist alles voller Nafris, die ihr Geld nicht mit ehrlicher Arbeit verdienen. Der Verkauf von Haschisch ist für die sowas wie Stoffwechsel.“ Und so cruisen die beiden auf ihren Harleys durch die Vororte Marseilles. Was sie sehen, ist nicht besonders einladend. Es ist das Getto: abgefackelte Müllcontainer, riesige Brandflecken auf den Autostellplätzen. Dunkelhäutige Nordafrikaner, die auf der Straße herumlungern, bilden Menschentrauben an jeder Einmündung, in die Ahlsdorf und Kurt hineinstechen. „Na“, ruft Ahlsdorf zu Kurt hinüber, „willst du hier mal fragen? Der da hinten, der mit dem stechenden Blick und den eingefallenen Wangen, der sieht doch ganz vertrauenswürdig aus.“
„Och, lass mal“, ruft Kurt zurück, „ich probier’s morgen bei deinen Rockern. Die sehen nicht so finster aus.“

Das BKA sucht Drogen

Erst mal sieht Kurt finster aus. Der große Korso aller europäischen Bandidos startet an einem ungeteerten Parkplatz in den Weiten der Camargue. Die 2000 Biker wirbeln mächtig Staub auf und der hüstelnde Kurt bindet sich sein Halstuch übers Gesicht, um die beeindruckende Parade mit dem Handy zu filmen. „Doll“, sagt er, „die haben vorher bestimmt Drogen genommen. So steht’s doch immer in der Zeitung.“
Ein Mann vom BKA aus Deutschland ist auch vor Ort. Die europäischen Polizeien tauschen sich aus, ihre Männer haben dann einen bemerkenswerten Job: Sitzen den ganzen Tag in Autos mit verspiegelten Scheiben und schauen gelegentlich über den Zaun. Auch bitten sie immer mal wieder den ein oder anderen Rocker zum Gespräch. Dass Rocker und Polizisten nicht miteinander reden würden, ist eine dieser Legenden der Boulevardzeitungen. Kein Rocker ist scharf drauf, aber natürlich redet man miteinander, spätestens so ein Korso muss schließlich auch mit der Polizei abgesprochen werden.
Als Ahlsdorf davon erzählt, bringt das Kurt auf eine Idee: „Du, der Mann sucht doch auch nach Drogen. Da könnte ich mit dem ja mal von Beamten zu Beamten reden. Wer zuerst welche findet, der sagt’s dem anderen …“ Ahlsdorf verdreht ein weiteres Mal die Augen.

Love, Loyalty und Respect

Im Clubhaus lassen die beiden sich einen Pastis servieren. „Boah, der schmeckt mal anders“, freuen sie sich, und der Prospect hinterm Tresen zeigt mit Augenzwinkern die Flasche, von der er irgendwo zwischen Englisch und Französisch erzählen kann, dass dieser Schnaps nicht in jedem Laden zu kriegen sei. Also ordern die beiden gleich noch einen. Mensch, das föhnt rein!
Vom Pastis schon mächtig benebelt, sieht Ahlsdorf am anderen Ende des Tresens eine Plastiktüte mit feingliedrigem Inhalt. Er schimmert grünlich. Ahlsdorf haut Kurt den Ellbogen in die Rippen: „Da, Gras. Hier kriegst du was!“ Kurts Knie werden weich. Ist das heute der Tag, an dem der Beamte in den besten Jahren seines Lebens zum ersten Mal eine Drogenerfahrung macht?
Ahlsdorf bewegt sich zur Tüte und langt danach, zuvor noch ein fragender Blick zum Prospect. Drin stecken Plastikpfeilspitzen für den Dart-Spielautomaten. Der doppelte Pastis hat den Blick der beiden getrübt. Oder hätten sie einfach nur ihre Lesebrillen aufsetzen sollen?
Am nächsten Tag, auf dem Partygelände der Bandidos, fasst Kurt sich ein Herz. Er marschiert auf Bandido Arne zu. Der ist „Nomad“, das sollen ja die besonders Harten sein. Jedenfalls erklären die Boulevardzeitungen es immer so. Auch trägt Arne ein „TCB“-Patch auf der Brust: Taking Care of Business. Ein Geschäftemacher also. Da muss doch was gehen?

Bandido Arne: „Bei uns gibt es drei Dinge ganz sicher: Love, Loyalty und Respect. Wer bei uns Drogen vertickt, der fliegt. Und das machst du jetzt auch!“

„Sachma, Arne“, wendet Kurt sich mit verschwörerischer Stimme an den Tätowierten, „vertickst du hier auch Stoff?“ Arne schnauft. Dann holt er tief Luft: „Ich verkaufe Tätowierfarben für die Studios unserer Member. Das ist mein Business.“ Und dann holt er nochmal Luft: „Bei uns gibt es drei Dinge ganz sicher: Love, Loyalty und Respect. Wer bei uns Drogen vertickt, der fliegt. Und das machst du jetzt auch!“
Auf der Rückfahrt vertraut Kurt sich seinem Kumpel an: „Ich hätte’s ja gerne mal probiert. Aber die beste Droge soll sowieso ein klarer Kopf sein. Hat schon Udo Lindenberg gesagt.“ Kurt greift in sein Leder­holster. Heraus zieht er ein weiteres Fläschchen Vita­sprint: „Hier, Ahlsdorf, probier mal. In deinem Alter kannst du das auch gebrauchen. Und sag mir, wie’s wirkt!“     «

 




Walter Benjamin
(15. Juli 1892 bis 26. September 1940)
Walter Benjamin wurde als Jude in Berlin geboren. Als Schriftsteller und Philosoph machte er sich in linksintellektuellen Kreisen einen Namen. Aus dem nationalsozialistischen Deutschland musste er im Jahr 1933 fliehen und wurde schließlich in Frankreich interniert. Dort nahm er sich nach Einmarsch der Deutschen das Leben.
Das Essay „Haschisch in Marseille“ ist das Protokoll eines Drogenexperiments. Benjamin hatte es schon vor seinem Exil im Jahr 1928 verfasst und im Jahr 1932 veröffentlicht.
Walter Benjamin: Gesammelte Schriften, Band IV, 1-2, Kleine Prosa/Baudelaire-Übertragungen, Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1991
Walter Benjamin: Gesammelte Schriften, Band IV, 1-2, Kleine Prosa/Baudelaire-Übertragungen, Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1991
Band IV, 1, Marseille, S. 359–364
Band IV, 1, Haschisch in Marseille, S. 409–416
Band IV, 2, Myslowitz – Braunschweig – Marseille,
Die Geschichte eines Haschisch-Rausches, S. 729–737

Text: LSD
Bilder: AFE Walczak, LSD

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Ausgabe 3/18 erscheint am 16. Februar

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Stand:19 January 2018 20:11:23/magazin/haschisch++in+marseille_171207.html