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Die Neuerungen der 2020er Harleys sind vergleichsweise bescheiden. Wegweisend sind sie trotzdem
Die elektrische Harley-Davidson unter dem Namen „LiveWire“ hat ein aus dem Stand herausbrechendes Drehmoment und einen gewaltigen Durchzug, wie wir ihn von klassischen Verbrennungsmotoren nicht kennen. Sie hat, wenn man es so hören will, sogar den Sound eines startenden Düsenjets. Wir haben sie in der letzten BIKERS NEWS ausführlich vorgestellt, nun reiht sie sich ein in die Modellpalette der neuen Harleys für die Saison 2020. Die LiveWire polarisiert alle Motorradfahrer und sorgt für Shitstorm auf unseren elektronischen Medien. Aber sie könnte der Company eines Tages den Arsch retten, wenn der letzte Oldschool-Biker gestorben ist und keine Big Twins mehr gekauft werden. Harley-Davidson spricht das nicht mit so drastischen Worten aus, aber die im letzten Jahr angekündigte Strategie „More Roads to Harley-Davidson“, zeugt von der längst gewonnenen Einsicht. „More Roads“, das heißt neue Marktsegmente mit vielen und kleineren Hubräumen auftun und eine Vorreiterrolle auf dem Elektromotorrad spielen.

Das schnelle Fluchtmotorrad für den Rocker hat Gussfelgen, einen hohen Lenker und eine kleine Verkleidung
Low Rider S (FXLRS). Das schnelle Fluchtmotorrad für den Rocker hat Gussfelgen, einen hohen Lenker und eine kleine Verkleidung


Da haben die klassischen Harleys sich hinten anzustellen. Die Company stellt für die kommende Saison drei neue Modelle vor, von denen eigentlich nur eines wirklich neu ist. Es handelt sich um die „Low Rider S“. Mit dem Buchstaben „S“ stellt sie sich in die Tradition der letzten Twin-Cam-Modelle „Softail Slim S“, „Fat Boy S“ und „Low Rider S“, deren hochgezüchtete Motoren über 90 PS leisteten, die dafür aber ganz harley-untypisch hoch gedreht werden wollten und untenrum eher schwachbrüstig zickten. Die Low Rider S hat nun den mächtigen Milwaukee-Eight-114-Motor, so wie die FXDR, die wir in dieser Ausgabe vorstellen. Beide haben also den gleichen Hubraum mit 1868 Kubik, die Low Rider S soll aber nach Auskunft von Harley-Davidson im Unterschied zur powercruisigen FXDR eher auf Leistung in der Spitze ausgelegt sein. Den Stil nennt die Company „Coastal-Custom-Styling“, ein bisschen wie der aus „Sons of Anarchy“ bekannt gewordene Clubstyle also – und das ist der Stil für die schnellen Fluchtmotorräder der Rocker mit hohem Lenker und kleiner Verkleidung. Dafür waren eigentlich die Dynas gedacht, aber die gibt es ja nun nicht mehr.

Die Einflüsse der Twin- Cam-Low-Rider S aus der Dyna-Baureihe leugnet auch nicht Brad Richards, Harley-Davidson Vice President of Styling & Design: „Jetzt haben wir diesen Coastal-Stil sowie die Orientierung hin zu Performance auf das Softail-Chassis übertragen und so eine neue Low Rider S erschaffen.“ Ganz in dieser Tradition hat die Low Rider S einen Ein-Zoll-Lenker im Offroad-Stil auf geraden, vier Zoll hohen Risern und eine Scheinwerferverkleidung für den Windschutz bei höheren Geschwindigkeiten. Auch die Gussräder in den Größen 19 Zoll vorn und 16 Zoll hinten gehören zu diesem Stil. Im Dienste agileren Fahrverhaltens hat Harley-Davidson den Lenkkopfwinkel von 30 Grad beim Basismodell Low Rider für die Low Rider S auf 28 Grad reduziert. Während die Low Rider mit einer einzelnen 300-Millimeter-Bremsscheibe am Vorderrad ausgestattet ist, sorgen am Front End der Low Rider S zwei Bremsscheiben mit 300 Millimetern Durchmesser für eine verbindliche Verzögerung. Die Low Rider S soll in Deutschland 19.795 Euro kosten, zuzüglich Transport- und Aufbaupauschale in Höhe von 560 Euro.

Die Road Glide Limited ist eine kosmetisch aufgehübschte Road Glide Ultra.

Road Glide Limited (FLTRK)
Hubraum: 1868 ccm
Leistung: 66 kW (90 PS) 
bei 5020 U/min
Max. Drehmoment: 
164 Nm bei 3000 U/min
Preis Deutschland: 
ab 29.195 Euro
Die Road Glide Limited ist eine kosmetisch aufgehübschte Road Glide Ultra


Als weiteres neues Modell kommt die Road Glide Limited dazu. Sie soll die bisherige Road Glide Ultra ersetzen. Auch sie hat einen 114er Milwaukee-Eight. Die Neuerungen sind aber eher kosmetischer Natur, wie Pinstripes und eine lackierte Innenverkleidung mit Hochglanz-Finish. Ihr Preis beginnt bei 29.195 Euro in Deutschland. Das dann noch hinzugekommende Trike „Tri Glide“ ist ein Modell der Custom Vehicle Operations (CVO). Diese Reihe umfasst ausgesprochen luxuriös ausgestattete Sondermodelle in streng limitierter Auflage. Es sind also exotische Modelle für Liebhaber mit einem ziemlich prallen Biker-Wallet. Zu ihnen gehören ebenso die modellgepflegte CVO Limited und die CVO Street Glide. Das CVO Tri Glide wiederum ist nun das ultimative Reisetrike. Es wird vom Milwaukee-Eight 117 angetrieben, mit 1923 Kubik dem hubraum- und leistungsstärksten ab Werk erhältlichen Motor. Sein integriertes Gepäckfach bietet 125 Liter Stauraum bei einer Zuladung von bis zu 22,7 Kilogramm und trägt zusätzlich ein Topcase. Am praktischsten im Alltagsbetrieb sind vielleicht die beleuchteten Lenkerschalter. Ferner umfasst die Ausstattung des CVO Tri Glide eine eigens auf Trikes abgestimmte Version des Assistenzsystempakets Reflex Defensive Rider Systems. Inklusive dreier Räder in Deutschland zu haben ab 53.495 Euro.

Viel Rauch aus dem Programm der Custom Vehicle Operations (CVO): Die FLHTKSE Limited (links) und die FLHXSE Street Glide (rechts) sind modellgepflegt. Nur die FLHTCUTGSE Tri Glide (Mitte) ist wirklich neu
Viel Rauch aus dem Programm der Custom Vehicle Operations (CVO): Die FLHTKSE Limited (links) und die FLHXSE Street Glide (rechts) sind modellgepflegt. Nur die FLHTCUTGSE Tri Glide (Mitte) ist wirklich neu


Das Reflex Defensive Rider Systems (RDRS) ist die unscheinbarste, aber vielleicht wirksamste Neuerung für das Modelljahr 2020. Serienmäßig steckt das Paket aber nicht in allen Bikes, sondern nur in der Harley-Davidson LiveWire, den Trikes, den Harley-Davidson-CVO-Modellen sowie den Touring Modellen Road King Special, Street Glide Special, Road Glide Special, Ultra Limited und der neuen Road Glide Limited. Es umfasst ein Paket von Assistenzsystemen, die manchmal nur ganz praktisch sind, manchmal aber auch lebensrettend, zum Beispiel Integralbremssysteme mit Kurven-ABS, Kurventraktionskontrolle, Antischlupfregelung und Kurven-Antischlupfregelung, Reifendruckkontrollsystem und eine Berganfahrhilfe, genannt „Fahrzeughalteassistent“. Das System lässt sich nicht nur am Hang, sondern auch auf der Ebene aktivieren, wenn das Bike einfach nur mal stehen soll. Damit ist nicht nur die LiveWire ein elektronisches Motorrad. Immer mehr Elektronik ist nun auch in den klassischen Big Twins verbaut, wenn auch erst mal nur in den großen.
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