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Die R Nine T ist schon ab Werk eine BMW mit Charakter. Die Jungs von LMC konnten sich daran trotzdem noch austoben. Für die einen ist es ein schwules Hipsterbike, für die anderen das stimmigste bajuwarische Motorrad seit …
Die R Nine T ist schon ab Werk eine BMW mit Charakter.
Die Jungs von LMC konnten sich daran trotzdem noch austoben


Ring frei!Für die einen ist es ein schwules Hipsterbike, für die anderen das stimmigste bajuwarische Motorrad seit der R 90 S von 1973. Die zweite Fraktion ist eindeutig in der Überzahl. BMW bringt die R Nine T mit großem Erfolg an den Mann – sie verkauft sich wie geschnitten Weißwurst. Die ersten Käufer mussten Monate auf ihr Bike warten, denn die Bayern kamen mit der Produktion kaum hinterher.
Schon seit einigen Jahren erleben die ollen luftgekühlten Zweiventil-Boxer eine Renaissance – junge bärtige Männer mit Tattoos und Skaterschuhen bauen aus ihnen Bobber, Chopper und Cafe Racer. Die R Nine T greift diesem Zeitgeist nun ans Gemächt. BMW hat verstanden und bietet jetzt vielfältige Möglichkeiten ab Werk, dem Bike einen individuellen Charakter zu verpassen.

Abwechslung für LMC

R Nine TAuch der Aftermarket schwirrt um die Nine T wie die Fliegen um den Arsch einer alpinen Milchkuh. Sogar die Jungs von LMC sind dem Charme des Boxers erlegen. Dabei sind die hessischen Customizer aus Wolfhagen eigentlich für ihre Intruder-Umbauten bekannt. Doch Abwechslung tut gut – und da kam ein kroatischer Kunde mit seinem Wunschmotorrad gerade recht. Dennoch war der Umbau für LMC eher eine Fingerübung. Zum einen, weil nicht viel gemacht werden musste, zum anderen, weil sich die Customizer beim reichhaltigen Angebot des Zubehörmarktes bedienen konnten.

Ein williges Bike

R Nine TSchlüssel drehen, Startknopf drücken, und schon scheint der Boxer mit dem abflugbereiten Piloten zu sprechen: „Setz dich, wir müssen los.“ Auch wenn es weder ein Ziel noch Zeitdruck gibt. Die R Nine T ist willig, sie wartet nur darauf, durch das nordhessische Outback geritten zu werden. Mit diesem Bike hat BMW die Nase im Roadster-Segment vorne. Und die des Fahrers ist an der selben Stelle.
Für Biker, die üblicherweise auf Cruisern oder Choppern ihre Runden drehen, ist allein die Sitzposition eine Offenbarung: Ja, die Füße können auch hinter den Knien liegen. Und ja, auf einem Lenker kann man sich auch abstützen.

Das Knochengerüst spricht

Nach den ersten Kilometern im Stop-and-go-Verkehr meldet sich deswegen auch schnell das Knochengerüst zu Wort. Es sprechen  aber ausnahmsweise nicht Bandscheibe oder die oberen Extremitäten, sondern Handgelenke und Schultern. Im Stadtverkehr kann die R Nine T also weniger punkten. Auch wenn das wendige Fahrwerk Garant für einfaches Handling ist, auch wenn die hörige Ansprache für einen guten Start an der Ampel sorgt, auch wenn die Bremsen knackig bis böse reagieren: Ins urbane Umfeld gehört diese Custom-Nine-T nicht, ihre Heimat ist die Landstraße. In den Weiten der nordhessischen Prärie ist das Fahrerlebnis eine Offenbarung.
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