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Die besten Bikes baut die Szene selbst. Hier hat BN-Leser Günne Hand an ein richtig dickes Ding gelegt
Günne ist einer von ungefähr 250 Menschen in unserer Republik, nach denen sich in jedem Dorf die Köpfe umdrehen. Exakt in dem Moment nämlich, wenn er auf seiner Boss Hoss sitzend an ihnen vorbeidonnert und versucht, die Urkräfte seiner Maschine wohldosiert auf den Asphalt zu bringen.

Das stärkste Serienmotorrad der Welt unter seinem Allerwertesten beeindruckt aber nicht nur den Betrachter, auch der eingefleischte Biker zollt Respekt beim Anblick der nackten technischen Daten. Günne ist seit jeher auf zwei Rädern unterwegs und es gab eine Zeit, da fuhr er recht zufrieden auf einer Honda F6 durch die Gegend. Bis zu dem Zeitpunkt, als ihm ein Kumpel 2009 am Faaker See eine Probefahrt auf einer Boss Hoss organisierte. „Die Probefahrt war einfach der Hammer,  ich wollte den Vorführer gar nicht mehr hergeben.“ Hat er auch nicht, denn die Kiste wurde seine erste Boss Hoss. Warum er denn als überzeugter F6-Fahrer doch umgestiegen ist? „Weil ich ein Typ bin, der nicht das will, was jeder hat. Und selbstverständlich die technische Seite, das Fahrgefühl ist unbeschreiblich, die Kraft, die beim Anlassen unterm Arsch explodiert und in eine Beschleunigung von 4,3 Sekunden auf 200 Stundenkilometer übergeht. Viel einfacher könnte ich auch sagen, dass der Besitz so einer Boss Hoss einfach geil und unbeschreiblich ist!“

Günne auf seiner Boss Hoss LS3 Super Sport. Der tiefe Sitz ist Marke Eigenbau

Sein erstes Schätzchen hat er mittlerweile verkauft und fährt nun die hier abgebildete LS3 SS. Diese Super-Sport-Variante ist zehn Zentimeter kürzer als die normale Boss Hoss LS3. Vom Originalzustand der Boss Hoss haben nur der Rahmen mit Motor und Getriebe überlebt, alles andere hat er sich dazu gebaut oder bauen lassen: wie den 50 Liter fassenden Alutank, die Kühlerverkleidung und den gesamten Lacksatz. Das Bremssystem wurde vorn und hinten modifiziert, „weil du sonst keine Pässe fahren kannst, da die originale Bremse zu heiß wird.“


Diese Lackversion zeigt ein eigenwilliges Selbstportrait: Günne reicht dem Teufel die Hand zum Bikergruß

Und damit es nicht langweilig wird, hat sich Günne gleich einen kompletten zweiten Lacksatz, natürlich mit anderer Lackierung, in die Garage gelegt. „Ist in nur drei Stunden umgebaut und sieht dann gleich wie ein anderes Motorrad aus. Bei der Boss Hoss  spielt das Wort Spaß eine zentrale Rolle, denn mit Vernunft oder Zweckmäßigkeit hat das Ganze wenig zu tun.“ Dann rollt die Fuhre an und die halbe Tonne Gewicht ist schnell vergessen.«

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 12/2017
 
INFO Boss Hoss
Boss Hoss Cycles, Inc. wurde 1990 von einem ehemaligen Piloten namens Monte Warne in Dyersburg, US-Bundesstaat Tennessee, gegründet. Sein selbst gebautes Bike mit V8-Motor hatte auf der Bike Week in Daytona Beach großen Anklang gefunden. Seit Januar 2006 dürfen die Boss-Hoss-Boliden mit offizieller EU-Abnahme und -Genehmigung auch auf dem europäischen Kontinent fahren. Weitere Infos und Preise: www.bosshosscycles.de

TECHNISCHE DATEN
Boss Hoss LS3 SS (Super Sport), Bj. 2014

Motor

Typ: Chevrolet V8
Hubraum: 6,2 Liter
Leistung: 445 PS
Getriebe: Semi-Automatik mit Rückwärtsgang

Fahrwerk
Rahmen: Boss Hoss Original, modifiziert
Gabel: Upside-Down
Räder: vorn 18" mit 160er-Bereifung, hinten 18" mit 300er-Bereifung

Sonstiges
Framework: KRT Dortmund
Airbrush: Air-Design Bernhard Blome, Nehren

Beeindruckendes Cockpit
 

Die besten Bikes baut die Szene selbst – hier zeigen wir die Bikes unserer Leser!

Je besser das Foto, desto größer ist die Chance auf Veröffent­lichung. Sucht einen neutralen Hintergrund und lichtet das Bike komplett ab – halbe Reifen sehen einfach scheiße aus. Die Fotos schickt uns als Hochglanzabzüge oder elektrisch, unbearbeitet, nicht verkleinert oder komprimiert. Schreibt uns ein paar Zeilen über die Entstehung und die zugrunde liegenden Ideen und listet in jedem Fall die wichtigsten technischen Daten (Modell, Erstzulassung, Datum des Umbaus, Hubraum, Leistung, weitere Veränderungen) auf. Das Ganze schickt an:

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Stichwort: Reader’s Ride
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68229 Mannheim

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