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Die AWO war das Motorrad der ostdeutschen Rocker. Wie präsentieren einen besonderen Umbau der Harley des Ostens Um die AWOs rankt sich im Osten eine lange Geschichte. Ihr Name kommt vom russischen „Awtovelo“, denn die …
Die AWO war das Motorrad der ostdeutschen Rocker.
Wie präsentieren einen besonderen Umbau der Harley des Ostens


Highneck-AWOUm die AWOs rankt sich im Osten eine lange Geschichte. Ihr Name kommt vom russischen „Awtovelo“, denn die Russen hatten nach dem Krieg die Simson-Werke in Suhl angewiesen, wieder ein Motorrad zu bauen. Da im Osten sonst nur Zweitakter erhältlich waren, boten die von 1950 bis 1961 gefertigten 250er-Eintöpfe die einzige Möglichkeit, ein Viertaktmotorrad aus deutscher Produktion zu fahren. Okay, den Leser, der uns jetzt einen Brief schreibt, um uns wieder darüber zu belehren, dass es ja auch noch die EMW gegeben hat, den ignorieren wir einfach.

Die ostdeutschen Rocker

Aus den braven Touren- und Sport-Awos bastelten wilde Ossis sogar eigene Chopper. Sie gründeten erste Clubs, und damit begründeten sie auch die ostdeutsche Rockerszene.
Das ist nun schon eine Weile her, die AWO wollte nach dem Mauerfall natürlich keiner mehr haben. Aber inzwischen hat sie ihren Kultfaktor wiedergewonnen. Das im Rahmen des German MC Cup ausgetragene AWO-Rennen zeugt davon.
Diese AWO gehört Tobias. Der Thüringer ist ein Nachwende-Ossi. Die AWO begeistert ihn trotzdem, und so baut er regelmäßig AWOs auf und um.Den Seitenständer hat Tobias auf die rechte Seite verlegt. Warum? Weil er es kann
Sein Freund Holger führt einen eigenen Motorradladen, dort hat er eine Rahmenlehre eingerichtet, mit deren Hilfe Tobias sogar Starrrahmen bauen konnte. Aber originale AWOs gab es nur mit Geradewegfederung als Touren-AWO oder mit Schwinge und Federbeinen als Sport-AWO. Starre Rahmen sind für AWOs nicht zulassungsfähig, jedenfalls nicht unter der originalen Erstzulassung.

Mal wieder was Verrücktes bauen

Tobias arbeitet heute als Lackierer. Wenn es seine Zeit zulässt, besucht er die Partys des Ninetytwo MC Kyffhäuser, bei Holger um die Ecke. Dort schmiedeten beide den Plan, mal wieder was Verrücktes zu bauen.
Motor und Getriebe lagen schon länger in ihrer Werkstatt rum. Der Hubraum des Motors war vom Vorbesitzer sogar schon mit einer anderen Laufbuchse und passendem Kolben auf 300 Kubikzentimeter aufgeblasen worden. Bei der Kompression hätte der Kicker jederzeit wegbrechen können. Doch jetzt erfolgt die Zündung durch einen vollelektronischen Powerdynamo. Damit springt die Kiste bereits beim ersten Tritt an.
Für den Glanz des Motorgehäuses mussten eine Flasche Whisky und 300 Blatt feines Schleifpapier dran glauben. Das Ergebnis spricht für sich. Das mit Handschaltung versehene Getriebe ist dagegen schwarz lackiert.

AWO im Eigenbau-Rahmen

Die elegante Krümmerführung endet in einem SchalldämpferDoch dann ging’s an den Rahmen. Da Simson in Suhl auch Jagdwaffen herstellt, wollte Tobias den neuen Rahmen wie eine doppelläufige Flinte gestalten. Sein erster Versuch, die Rohre kalt zu biegen, schlug fehl.
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