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Ein Cruiser darf auch mal wenig wiegen. Mit der Vulcan S erweitert Kawasaki seine traditionsreiche Cruiser-Linie nach unten Der Name „Vulcan“ stand bis jetzt für die Bilder mächtiger V-Twins von Kawasaki. Aber auch die …





Ein Cruiser darf auch mal wenig wiegen.
Mit der Vulcan S erweitert Kawasaki seine
traditionsreiche Cruiser-Linie nach unten


Der Name „Vulcan“ stand bis jetzt für die Bilder mächtiger V-Twins von Kawasaki. Aber auch die Kawasaki-Cruiser machen jetzt auf jung, urban und leichtgewichtig. Leichtgewicht? Was soll dann der Wasserkühler? Die Vulcan S wirkt befremdend und verweigert sich mit ihrem hubraumschwachen Paralleltwin den üblichen Klassifizierungen für einen typischen Cruiser.
In echter Lebensgröße erscheint die Vulcan S plötzlich wieder in einem anderen Licht. So klein, wie sie zuvor auf den spärlichen Pressefotos wirkte, ist sie gar nicht. Selbst unser Fahrer mit seinen langen Beinen und einer Körpergröße von 1,88 Meter fühlte sich nicht oversized. Der japanische Feuerberg streckt seine Räder ziemlich weit auseinander. Genau 1,575 Meter. Damit steht einer komfortablen Entfaltung nichts entgegen.

Klar, mit einem Bike aus der Cruiser-Liga geht auch Fußrastenschleifen

Ein 650er Paralleltwin

Unser Blick fällt auf den Motor, den eine ungewöhnliche Rahmenkonstruktion geradezu eingeschnürt. An Wasserkühlungen haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Da führt unter immer strikteren EU-Abgasbestimmungen kein Weg mehr dran vorbei. Doch statt eines standesgemäßen V2-Motors dient ein Reihenzweier als Antrieb. Der 650er Motor ist ein Ableger aus Kawasakis Erfolgs-Bike ER-6n. Bedauerlicherweise haben die Entwickler dem Herz einen Bypass verpasst und knapp zehn PS Leistung zurückgenommen. Nur noch 61 PS soll das Kraftwerk bereitstellen. Dafür mit mehr Drehmoment im mittleren und unteren Drehzahlbereich. Wir könnten das jetzt glauben, müssen wir aber nicht, denn wir dürfen es im wörtlichen Sinne erfahren.
Also endlich rein in den Sattel! Die Sitzhöhe ist niedrig. Kleingewachsene Fahrer, aber vor allem Frauen und unsichere Rookies, wird das freuen. Vulcan-S-Treiber stehen bombenfest, das dürfte sich schnell in den Fahrschulen verbreiten.
Die restliche Ergonomie stimmt ebenfalls. Lenker, Hebel und Armaturen sitzen dort, wo man sie sucht. Neben dem Bremshebel ist auch der Kupplungshebel auf die persönliche Handspannweite einstellbar. Endlich hat ein Hersteller verstanden.
Mit langen Haxen sitzt es sich auch auf der Standardversion gut. Wer mehr oder weniger Platz für seine Beine braucht, kann die Fußrastenanlage ganz einfach umbauen. Schnell ein paar Schrauben gelöst, und schon liegt die gesamte Hebelei um einen Zoll weiter vorn oder hinten. Die Leitungen der Fußbremse sind dafür vorbereitet. Aber für den Schalthebel muss beim Händler dann noch eine neue Stange bestellt werden.

Ein neuer Cruiser: Fahrspaß statt Masse

Drehzahlen erwünscht

Auf unserem ersten Ausritt ist es kalt, und so dreht der kleine Twin nach dem Druck auf den Startknopf munter bis 2000 Umdrehungen im Stand hoch. Er will sich warmlaufen. Gang rein und los. Das Getriebe schaltet weich und sauber, der Motor hängt gut am Gas, setzt Marschbefehle sofort um. Aber ihm fehlt trotz sauber programmierter Motorsteuerung naturgemäß etwas Schwungmasse. Fällt die Drehzahl unter 1500 Umdrehungen, wird er etwas unwillig und fordert mehr von dem Gas-Luft-Gemisch, das er sich flott durch die Drosselklappen zieht.
Überhaupt ist der kleine Kraftmeier so schizophren wie sein Erscheinungsbild. Meistens lässt er uns schaltfaul über die Landstraßen bummeln, aber wehe, er wird gefordert. Dann zeigt der Paralleltwin sein zweites Gesicht, zieht ab 5000 Umdrehungen ungehemmt Richtung Drehzahlbegrenzer und geht ab wie die berühmte Luzie. Da glotzen Autofahrer schon mal dumm, wenn der leichte Cruiser beim Überholen davonzieht. Das macht einen Mordsspaß, und nach kurzer Zeit sind wir mit der Vulcan nicht mehr im Cruising-Modus, sondern brennen ordentlich Gummi auf den Asphalt. Gierig zieht die Kawa in die Kurven, geht sauber in Schräglage, bis es hässlich kratzt.
Ins Fahrwerk fassen wir schnell Vertrauen. Mit der leider nicht einstellbaren Telegabel und dem seitlich platzierten Federbein ist die Vulcan bestens ausgestattet. Das reicht für ansprechenden Fahrkomfort, ist aber auch straff genug, um sich nicht wie in Omas Schoß zu fühlen. Auch die Bremsen sind völlig ausreichend dimensioniert. Je eine Scheibe vorn und hinten sorgen für gute Verzögerung und lassen sich leicht und präzise dosieren. Stoppies braucht hier niemand zu fürchten, zumal ein Bosch-ABS der neuesten Generation im Falle einer Blockade zuverlässig eingreift und auch den Furchtsamen Sicherheit gibt.
Die Bereifung mit einem 18-Zoll-Rad mit 120er-Pelle vorn und einem 17-Zoll-Rad mit schmalem 160er-Radialreifen hinten verhilft dem Cruiser zu einer nicht vermuteten Agilität. Das einfache Handling macht ihn wiederum für Frauen und Wiedereinsteiger interessant. Aber auch abgezockte, erfahrene Biker werden ihre Freude haben.

Vulcan light

Ein schlanker Cruiser

Und dann wäre da noch das Gewicht. Von wegen Eisenschwein mit Wasserkühlung. Schlanke 228 Kilogramm geben die Japaner für ihre neueste Schöpfung an. Fahrfertig und mit der teuren Suppe im Tank. Um das alles noch zu toppen, kann der jüngste Vulcanier-Spross auch noch tourentauglich aufgerüstet werden. Mit Sissybar, Gepäckbrücke, abnehmbaren Seitenkoffern und einer hohen Windschutzscheibe mit Schnellverschluss lassen sich auch lange Touren locker und bequem meistern.
Echte Vulcanier wird das alles nicht besänftigen. Es fehlt der V2, es fehlt die Masse. Aber im Gegenzug gibt’s Fahrspaß. Wenn wir das passende Bike für unseren um eine Generation jüngeren Nachwuchs suchen: Hier hätten wir es.

Schön ist dieser Motor nicht. Aber der kleine Kraftmeier hat mächtig Muckis

   Technische Daten   

Kawasaki Vulcan S
• Motor    Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Paralleltwin, DOHC
• Hubraum    649 ccm
• Bohrung x Hub    83,0 x 60,0 mm
• Leistung    61 PS (45 kW) bei 7500 U/min
• gedrosselt    48 PS (35 kW) bei 6600 U/min
• Drehmoment    63 Nm bei 6600 U/min gedrosselt    53 Nm bei 5600 U/min
• Verdichtung    10,8/1
• Gemischauf.    Kraftstoffeinspritzung
• Getriebe    Sechsgang
• Sekundärtrieb    Kette
• Rahmen    Stahl-Perimeterrahmen
• Federung
  vorn    41-mm-Telegabel, 130 mm Federweg
  hinten    seitliches Monofederbein, einstellbare Federvorspannung, 80 mm Federweg
• Reifen
  vorn    120/70 R 18
  hinten    160/60 R 17
• Bremsen
  vorn    300-mm-Einscheibenbremse, Zweikolben-Bremssattel, ABS
  hinten    250-mm-Einscheibenbremse, Einkolben-Bremssattel, ABS
• Radstand    1575 mm
• Sitzhöhe    705 mm
• Gewicht voll    228 kg
• Tankinhalt    14 Liter
• Farben    Metallic Royal Purple (Lila), Flat Ebony (Mattschwarz), Pearl Chrystal White (Weiß)
• Preis    ab 7.295 Euro zzgl. Fracht und Nebenkosten

Die ideale Vulcan für Einsteiger
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