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Die handlichen Jump-Starter sind ausgereift. Trotzdem bestanden nicht alle unseren Test an einer echten Harley
Als wir in der Juni-Ausgabe von 2016 die ersten Jump-Starter testeten, waren wir echte Pioniere. Und die Hersteller waren es auch. Gerademal drei Modelle befanden sich am Markt: Das „Powall“, das „Zodiac Power Pack“ und der „Starthilfe Booster“ von Louis. Die probierten wir an einer verranzten 81er Goldwing aus, deren Killschalter wir auf „Off“ stellten, um dann die Zeit des Orgelns zu messen, bis die Jump-Starter ihren Geist aufgaben. Natürlich hielten wir die Pausenzeiten ein, die in den Bedienungsanleitungen mancher Modelle vorgeschrieben waren. Durchgängiges Orgeln kann ihnen vorzeitig den Geist aushauchen. Stattdessen addierten wir dann die Zeiten – so weit es dazu kam. Am Jump-Starter von Zodiac schmolz erst die Sicherung, dann blähte sich das ganze Gerät auf.


In unserem ersten Jump-Starter-Test in der BIKERS NEWS vom Juni 2016 brannten noch Sicherungen durch, Gehäuse blähten sich auf und  Schalter schmolzen sich ein

Kaum war die BIKERS-NEWS-Ausgabe am Kiosk, folgten neue Hersteller mit neuen Jump-Startern, und die ersten Hersteller brachten bereits Geräte der zweiten Generation auf den Markt. Drei Jahre später hat die Lage sich längst stabilisiert. Dank unserer Kollegen von der Zeitschrift DREAM-MACHINES konnten wir dreizehn Geräte testen, und keines zerlegte sich wegen Überlastung. Dazu nahmen wir sie hart ran. Testmotorrad war diesmal eine 1868 Kubik große Harley-Davidson FXDR, deren Batterie wir durch eine bis auf 8 Volt entladene Pufferbatterie ersetzt haben. Drei Mal hintereinander mussten die Jump-Starter daran ihr Können unter Beweis stellen. Wer das nicht schaffte, den klemmten wir zur Ehrenrettung noch an eine 750er Africa Twin. Das Ergebnis war überraschend: Nur die Hälfte der Geräte schaffte es, das Herz der FXDR zum Schlagen zu bringen. Die Africa Twin schafften bis auf ein Modell alle. In Hinsicht auf Sicherheit liegen alle Geräte auf einem gleichhohen Level, sind sowohl verpol- wie auch kurzschlusssicher und melden es, zumeist durch Ton- oder Lichtsignale, wenn doch mal was falsch läuft. Hält man sich an die Betriebsanleitung, sollte diesmal alles klappen.


Hart rangenommen: Für den aktuellen Test wählten wir diesmal das gewaltige Triebwerk einer Harley-Davidson FXDR

Wer lediglich für den Notfall unterwegs gerüstet sein möchte, ist mit einem der kleineren Geräte bestens bedient. Vom Zubehör zumeist auf ein Starter- und ein USB-Kabel beschränkt verschwinden sie unter der Sitzbank. Wer mehr Platz auf dem Bike hat, vielleicht auf längerer Tour auch Smartphone, Laptop oder Kamera versorgen möchte, der kann zu einem der Geräte mit größerer Kapazität greifen. Jump-Starter mit einem 19-Volt-Outlet haben zumeist ein Kfz-Ladekabel oder eine Zigarettenanzünder-Buchse mit im Sortiment, sodass auch Zubehörgeräte, wie etwa eine Kühltruhe, betrieben werden können. Eine Sonderstellung nimmt der Pro User SC 800A ein. Der Booster arbeitet auf Basis sogenannter „Super­kapazitoren“, die eine hohe Leistungsdichte, sehr schnelle Aufladezeiten und eine fast unbegrenzte Lebensdauer auf der Positivseite verbuchen. Diese Geräte machen sich die Restladung einer Batterie zunutze, um eine kurze, aber sehr hohe Spitzen­stromstärke zu erzeugen. Anders als bei herkömmlichen Akkus wird dies durch eine interne Ladungsverschiebung erreicht, nicht durch eine chemische Stoffänderung. Unter anderem finden diese Kondensatoren Verwendung in Solarsystemen, Windkraft­alagen oder bei der Rekuperation. Leider ist das mit einem deutlichen Gewichts- und Größenzuwachs verbunden, sodass der SC 800 eher in Werkstatt oder Kofferraum seinen Platz findet als am Motorrad.


Die Geräte sind sowohl verpolungs- wie auch kurzschlusssicher und melden es sogar durch Ton- und/ oder Blinksignale, wenn doch mal was falsch läuft

Im Testfeld finden sich sowohl herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus als auch die neuere Variante der Lithium-Polymer-Akkus. Diese Feststoff-Akkus punkten durch geringeres Gewicht und eine erhöhte Lebensdauer, wenn sie richtig, also nicht tiefentladen und nicht unter 0° C gelagert werden. Unbedingt solltet ihr die Herstellervorgaben beachten, also die richtige Reihenfolge der Verkabelung, die Höchstdauer der einzelnen Startversuche sowie die einzuhaltenden Abkühlpausen und den korrekten, festen Sitz den Klemmen. Wer hier nicht aufpasst, bekommt trotz der eingebauten Sicherheitsfeatures der Geräte schnell einmal Quittung in Form eines verschmorten Jump-Starters oder schlimmstenfalls einer zerschossenen Bordelektronik.
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