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Was kann die XV950, wenn eine Lady sie fährt?Wir haben unsere Redakteuse reiten lassen Der Hof unseres Verlags gleicht während der Saison einem Taubenschlag. Die Kollegen von ROADSTER brechen mit drei Maschinen zur Foto …
Was kann die XV950, wenn eine Lady sie fährt?
Wir haben unsere Redakteuse reiten lassen

Customizing erwünscht!Der Hof unseres Verlags gleicht während der Saison einem Taubenschlag. Die Kollegen von ROADSTER brechen mit drei Maschinen zur Foto Tour ins Elsass auf. Das Team der CUSTOMBIKE lädt neue Kreationen der Customizer aus dem Transporter. Der Chefredakteur der DREAM-MACHINES verpasst einem dicken Harley-Cruiser mal wieder neue Reifen, um dessen Fahrverhalten zu optimieren. Und die Testbikes werden in den Motorradredaktionen durchgereicht, damit jeder sich sein eigenes Bild machen kann. Wir Schreiberlinge lassen uns dann mal kurz den Wind um die Nase wehen, für einen kurzen, ersten Eindruck reicht das.
Auf diese Art und Weise sind mir in den letzten Jahren zahlreiche Bikes in die zarten Hände gefallen. Fette Boliden, in deren Sätteln mein Hintern zweimal Platz gehabt hätte. Sportliche Bikes mit astronomischer Sitzhöhe für meine nicht gerade langen Beine. Kofferbewehrte Gesellen, bei denen ich nicht übers Windshield sehen konnte.
Einige Bikes waren dabei, die einer Lady besser passten. Meist Sportys oder Dynas, auch mal eine Triumph. Die hatte ich mir jeweils für den jährlichen „Ladys Ride“ in der BIKERS NEWS vorgeknöpft.


Projekt Yamaha Yard Built

Für Freunde wartungsarmer Sekundärantriebe: Der Belt überträgt die Kraft aufs Hinterrad, allerdings unter leichten LastwechselschlägenDa passt doch diese neue Yamaha. Okay, so ganz neu ist sie nicht mehr, ihren erfolgreichen Verkaufsstart hat sie bereits hinter sich gebracht. Aber sie steht mal wieder auf unserem Hof.
Bemerkenswert an der Yamaha: Kaum vom Band, rissen sich die ersten Customizer die XV950 unter den Nagel. Die so entstandenen Custombike-Projekte aller Stilrichtungen wurden von Yamaha nicht totgeschwiegen, sondern gefördert. Was für eine Ironie: Als wir mit unserer Zeitschrift CUSTOMBIKE diesen Begriff vor vielen Jahren etablierten, hätte noch kein großer Hersteller sich dazu herabgelassen.
„Yard Built“ nennt Yamaha nun diese Form der Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Customizer. Damit ist der Traditionshersteller ganz klar am Puls der Zeit. Schon das schnörkellose und umbaufreundliche Konzept des Streetbobbers eröffnet den Schraubern beste Möglichkeiten. So ist beispielsweise die Elektrik nicht mehr wie früher als Kabelcluster im Hauptscheinwerfer untergebracht. Leicht zugänglich unter dem Tank lässt der Kabelbaum Spielraum für Modifikationen, ohne gleich ein neues Drahtgeflecht klöppeln zu müssen.
Auch der schon klassische Doppelschleifen-Rohrrahmen mit Schwinge ist offen für andere Reifengrößen und weitere Veränderungen am Fahrwerk.


Metall und Vibrationen

Der Motor ist als tragendes Element in den Rahmen eingebunden. Das erhöht die Steifigkeit, und der Schlag des Motors ist im Sattel spürbarJetzt aber rein in den Sattel und ab auf die Straße! Mit einem satten Klonk rastet der erste Gang ein. Und beim Beschleunigen entwickelt die Yamaha tatsächlich Vibrationen. Die sind weder nervig noch störend, sondern eine willkommene Rückmeldung des V-Motors, der da unten seine Arbeit verrichtet. Die Konstrukteure banden den Motor als tragendes Element in den Rahmen ein, was zur Steifigkeit beiträgt und die Vibrationen spürbar macht. Das Aggregat selbst ist eine luftgekühlte Augenweide ohne Schnörkel und Plastikverkleidungen. Das dicke Kanonenrohr der 2-in-1-Anlage gibt angenehme, dunkle, bollernde Töne von sich.
Der Fahrspaß beginnt mit dem ersten Dreh am Quirl. Im Stadtverkehr kommt der Motor sofort und von unten, auf Landstraßen lässt es sich herrlich kurvenräubern. Im Gegenzug aber fehlt die Schwungmasse für den bleibenden Druck, und auf der Autobahn, da ist schnell Schluss mit der Quirligkeit. Ab 140 Sachen reagiert die Gasannahme mit der starrsinnigen Behäbigkeit eines Drive-by- Wire-Systems. Die XV 950 kann nichts dafür, sie hat eben nur 52,1 PS.


Ein handliches Bike für die Lady

Ein Bike mit echtem RohrrahmenUmso erfreulicher ist die Handlichkeit des Bikes. Wir sind hier schließlich im Ladys Ride. Einmal in Fahrt, zeigt das Bike sich willig und wendig. Und auch Piloten unter Gardemaß haben auf der XV950 jederzeit einen sicheren Stand an der Ampel.
Bei schnellen Lastwechseln reagiert die Fuhre ein wenig verzögert und manchmal auch mit leichten Schlägen. Die machen sich vor allem in gemeinsamer Fahrt bemerkbar, wenn ihr das Tempo eures Mitfahrers halten wollt. Damit kann man leben.
Aber die Hinterradfederung dürfte besser abgestimmt sein. Sie ist schlichtweg hart, und das geht bei der ab Serie aufrechten Sitzposition ins Kreuz. Die R-Version der XV950 verfügt hier über einen Ausgleichsbehälter zum Feintuning.
Um die Verzögerung kümmert sich pro Rad je eine Wave-Bremsscheibe mit serienmäßigem ABS vorn und hinten. Das bietet so kein anderer Hersteller an.
Die Yamaha XV950 Bolt steht für rund 8700 Euro bei den Händlern. Dafür kriegt ihr 250 Kilogramm Fahrspaß, der auch noch gut aussieht, wahlweise mit schwarzem oder weißem Tank. Aber die Farbe ist ja für Ladys nicht das wichtigste. Wichtiger ist das Gefühl, und wenn ihr einmal auf der Bolt sitzt, seid ihr sofort zuhause.


   Technische Daten   

Yamaha XV950 BoltInfotext
  • Motor    2-Zylinder-V-Motor, luftgekühlt, 4V OHC
  • Hubraum    942 ccm
  • Leistung    38,3 kW (52,1 PS) bei 5500 U/m
  • Drehmoment    79,5 Nm bei 3000 U/m
  • Gemischaufbereitung    Einspritzanlage
  • Getriebe    5-Gang
  • Sekundärantrieb    Riemen
  • Rahmen    Doppelschleifen-Rohrrahmen, Schwinge
  • Bremsen    Je eine Wave-Scheibe, 298 mm, ABS vorn und hinten serienmäßig
Räder:
  • vorn    100-90/19“
  • hinten    150/80-16“
  • Radstand    1570 mm
  • Tankinhalt    12 Liter
  • Gewicht (fahrbereit)    251 kg
  • Farben    Competition White, Midnight Black
  • Preis    8695 Euro
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