Bikerwesten

11.03.2018  |  Text: Silvia Stoll  |   Bilder: Hersteller/Michael Bauer
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Bikerwesten
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Leder belegt noch immer Platz Eins für die Kutte – doch längst bringen neue Hersteller neue Materialien ins Spiel
Vor rund 70 Jahren kamen mit den ersten Clubs auch die ersten Kutten – die großformatigen Abzeichen mussten ja irgendwo drauf. Die ersten MCs gründeten sich im sonnigen Süden der USA, schwere Lederjacken schieden also schon wegen der Temperaturen aus. Die frühen Biker trennten Kragen und Ärmel ihrer Jeansjacken ab und nähten oder malten das Abzeichen auf den Rücken der so entstandenen Weste. Möglich, dass sich der Begriff „Kutte“ von diesem Ritual des „cut off“ ableitet.

Neue Ansprüche an neue Kutten

Heutzutage muss eine Bikerweste mehr Ansprüchen genügen, als das Colour und die Funktion ihres Trägers zu zeigen. Sie soll mit ausreichend Stauraum für Smartphone, Papiere und Schlüssel ausgestattet sein. Die Taschen müssen so angeordnet sein, dass sie nach dem Aufnähen der Abzeichen noch nutzbar sind. Und sie sollten über einen guten Verschluss verfügen, damit sich ihr Inhalt während der Fahrt nicht auf der Straße verteilt.

Auch an die verwendeten Materialien werden heute höhere Ansprüche gestellt. Noch immer ist Leder das dominierende Material, aus dem die meisten Bikerwesten gefertigt sind. Leder ist abriebfest, strapazierfähig und kann durch entsprechende Behandlung bis zu einem gewissen Grad auch wasserabweisend gemacht werden. Nachteile der Tierhaut sind ihr relativ hohes Gewicht und der Pflegebedarf. Eine völlig durchnässte Lederweste braucht außerdem lange Zeit, um fachgerecht in einem kühlen Raum zu trocknen.

Das Angebot an Bikerwesten ist vielfältig, es reicht von der einfachen Lederkutte bis hin zur durchdachten Lederweste mit vielen Taschen und weiteren Features, wie die von BIKERS NEWS in Zusammenarbeit mit Bores entwickelte Lederweste „Biker“.

Neue Materialien

Das Innenleben der „Exclusive“-Weste: silberfarbener Futterstoff und die nachher unsichtbare Kevlar-Einlage
Das Innenleben der „Exclusive“-Weste

In Bezug auf die Materialauswahl geht Mario mit seinen AraCord-Bikerwesten neue Wege. Er suchte lange nach einer Weste, die nicht aus Leder besteht – und wurde nicht fündig. Also knüpfte er Kontakte und lässt nun eigene Westen aus textilen Materialien fertigen – handmade in Deutschland. Sein Basismodell besteht aus veredelter Baumwolle, ist lichtecht, antistatisch und mit Leder-Applikationen versehen. Darauf aufbauend hat er die Weste „Special“ entwickelt. Sie besteht aus einem speziellen Cordura-Gewebe, das auch beim Militär zum Einsatz kommt. Darunter kommt eine Schicht schützendes DuPont-Kevlar. Die Kevlar-Einlage verleiht der Weste eine gewisse Durchstich- und Schnittfestigkeit, was sie auch für Männer aus dem Sicherheitsgewerbe interessant macht. Das Innenfutter lässt sich hochschieben, sodass Colour sowie Top- und Bottom-Rocker nur auf dem Obermaterial aufgenäht werden können.

Bikerweste Spezial (schwarzes Innenfutter), Artikelnummer: 59097, 489,90 Euro
Bikerweste „Special“

Die „Special“ besteht zu 100 Prozent aus textilem Gewebe, der Materialmix macht sie abrieb- und reißfest sowie wasser- und winddicht. Sie bleicht nicht aus und wiegt in Größe 2XL nur etwa 900 Gramm. Wer die „Special“ zu schlicht findet, wählt das Modell „Exclusive“ – eine mit feinstem Walknappa-Leder vom Rind aufgewertete „Special“. Sie ist in drei verschiedenen Farbvarianten des Futterstoffes lieferbar.«

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 04/2017

AraCord
Mario Weiß
Poetenweg 9
08056 Zwickau
www.aracord.de
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Stand:24 June 2018 08:59:59/blog/bikerwesten_18306.html