Handelskrieg

13.03.2018  |  Text: ahl  |   Bilder: carlos
Handelskrieg
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Wird Harley-Davidson in den drohenden Handelskrieg hineingezogen? Die europäische Vereinigung von Motorradherstellern zeigt sich besorgt
Die europäische Vereinigung von Motorradherstellern (ACEM – Association des Constructeurs Européens de Motocycles) zeigt sich besorgt. In einer Pressemitteilung vom 7. März 2018 nimmt sie Bezug auf Pressemeldungen über einen drohenden Handelskrieg mit Zöllen für US-Importe von Stahl und Aluminium und Gegenzöllen in Europa für amerikanische Produkte. Die Motorradindustrie, so die Verlautbarung der ACEM, würde durch einen Handelsstreit schwerwiegend geschädigt werden.

Eine der Mitgliedsfirmen des ACEM ist Harley-Davidson, und die Company wurde schon als eines der möglichen Ziele für die Vergeltungsmaßnahmen durch die europäischen Behörden genannt. ACEM hat sich an die EU- Handelskommissarin Cecilia Malström gewandt und betont, dass eine Zunahme von Zollkosten für amerikanische Exporte von Motorrädern nicht nur den amerikanischen Firmen schaden würde, sondern sich auch negativ auf die europäische Wirtschaft und Arbeitsplätze auswirken würde. Womöglich würde dann auch noch die US-Verwaltung Vergeltungszolltarife auf europäische Exporte einführen. Insgesamt könnte das zu schädlichen wirtschaftlichen Auswirkungen und Arbeitsplatzverlusten für den Motorradsektor sowohl in den Vereinigten Staaten, als auch in Europa führen.

Antonio Perlot, ACEM Generalsekretär: „Die EU ist ein Schlüsselmarkt für amerikanische Motorradmarken. Aber die Vereinigten Staaten sind auch Europas erster Handelspartner im Motorradsegment. Wir vertrauen darauf, dass amerikanische und europäische Behörden vermeiden werden, eine Welthandelseskalation auszulösen, die, für die Motorradindustrie auf beiden Seiten des Atlantiks, äußerst schädlich sein könnte.“

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Stand:24 June 2018 09:01:39/blog/handelskrieg_18313.html