Reader’s Ride: Yamaha Drag Star Bobber

05.08.2018  |  Text: zg  |   Bilder: zg
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Reader’s Ride: Yamaha Drag Star Bobber
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Die besten Bikes baut die Szene selbst – und dafür braucht’s nicht mal viel Geld, wie Thomas’ Bobber beweist
Thomas’ erstes Motorrad war eine Honda VT 600. Die ist er sechs Jahre lang gefahren, obwohl sie ihm nie so richtig gefallen hat. Das Heck war das Problem. Und da das Problem gefühlt immer größer wurde, entschied er sich 2014 dazu, das Bike zu zerlegen und wieder neu aufzubauen. Ein Bobber sollte es werden, für kleines Geld. Das Vorhaben gelang ihm damals ziemlich gut – doch er wollte mehr.
Deswegen verkaufte er die VT und hatte bereits einen Tag später ein neues „Projekt“ in der Garage stehen: eine Yamaha Drag Star VP16 Classic, Baujahr 2003. Satteltaschen, Windschutz, Gepäckträger und weitere Anbauten machten den Anblick unerträglich! Das Ziel war also klar: Es sollte wieder ein Bobber werden – und der Geldbeutel auch dieses Mal nicht zu arg leiden.

Die Weißwandreifen stehen dem Drag-Star-Bobber gut

Thomas begann mit der größten Baustelle zuerst, dem Heck: Der Hilfsrahmen für den Sozius musste weichen. Außerdem schickte Thomas Frontfender, Lenker und andere Kleinteile in Rente. Danach positionierte er den neuen mitschwingenden Heckfender so, dass alles TÜV-konform war und fertigte dazu die passenden Streben aus 3 Millimeter starken Flacheisen. Auch die Sitzgrundplatte baute er aus dem Material. Darauf befestigte er den neuen Sitz mit der üblichen, beweglichen Halterung vorn und einer speziell gefertigten Halterung hinten. Der seitliche Kennzeichenhalter entstand ebenfalls auf seiner Werkbank. Für die rückwärtige Beleuchtung hatte er eine 3-in-1-Blinker-Rück-Bremslicht-Kombination ausgesucht. Diese Kombi ist nur mit LEDs erhältlich, deshalb musste Thomas auch das alte Blinkrelais austauschen.

Das aufgeräumte Heck mit Mufu-Leuchten

Nachdem Thomas alles auf seine Tauglichkeit überprüft hatte, zerlegte er das Motorrad, um sämtliche Teile zum Lackieren oder Pulvern zu bringen. Die Wartezeit nutzte er für den Einkauf: Ein neuer Lenker von LSL und günstige Drag Pipes komplettierten sein Bike, die neuen Weißwandreifen konnten direkt auf die frische gepulverten Felgen aufgezogen werden. Sein Bobber hatte Gestalt angenommen, die Einzelabnahme beim TÜV war kein großes Thema. Nach einigen Ausfahrten liebäugelt Thomas nun bereits mit seinem nächsten Projekt: eine Harley-Davidson Fat Boy. Ihr dürft raten, was Thomas wohl daraus bauen will …    «

Zuerst erschienen in BIKERS NEWS 07/2017
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Stand:17 August 2018 05:02:17/blog/readers+ride+yamaha+drag+star+bobber_18713.html