Born-Free-Show

02.09.2016  |  Text: Tilmann Ziegenhain  |   Bilder: Cicero deGuzman Jr.
Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show Born-Free-Show
Born-Free-Show
Alle Bilder »
Die Born-Free-Show im kalifornischen Oak Canyon hat sich innerhalb kürzester Zeit vom Geheimtipp zu einem der beliebtesten Events der Customszene entwickelt
Die Customfreaks Mike Davis und Grant Peterson haben offensichtlich alles richtig gemacht. Innerhalb weniger Jahre hat sich ihre Born-Free-Show vom Geheimtipp zu einem der größten Events der Customszene gemausert. Schon bei der ersten Ausgabe im Jahre 2008 übertraf die Zahl der Gäste die Erwartungen. Und damit auch die konkreten Planungen: Schon mittags war der Hot-Dog-Stand ausverkauft und kaum noch ein Parkplatz zu finden. Dabei hatten die beiden im Vorfeld gar nicht viel in die Werbung investiert, sondern eher auf Guerilla-Marketing gesetzt: Stückweise veröffentlichten sie schicke Clips und Bilder im Netz, verbreiteten den Termin auf Blogs und Webseiten, verrieten aber nicht allzu viel. Die Neugier wuchs, die Biker kamen.

Born-Free-Show
Für Fans von Choppern, Bobbern und Cafe Racern der alten Schule ist die Show längst Kult

Schon im nächsten Jahr musste eine neue Location her, seit 2010 findet die Born-Free auf einer Ranch im Oak Canyon statt, ungefähr 50 Meilen südwestlich von L.A. Für die Fans von Choppern, Bobbern und Cafe Racern der alten Schule ist die Show längst Kult, die sie kurz und knapp einfach „BF“ nennen. Die offizielle Bezeichnung setzt sich aus den Namen der Projekte zusammen, denen sich die Macher ansonsten widmen: Mikes Blog „The BORN Loser“ und Grants Webseite „FREEdom Machine & Accessories“.

Na, da trinkt man doch gerne ein Bier mehr
Na, da trinkt man doch gerne ein Bier mehr

Wegen des anhaltenden Erfolgs haben sich Mike und Grant 2014 entschieden, die Show auf zwei Tage zu verlängern. Seitdem kostet sie auch Eintritt. Längst hat die Company den Wert der Born-Free-Show für die Imagepflege erkannt und sitzt als Hauptsponsor mit im Boot. Schöner Nebeneffekt: 2016 konnten die Besucher drei Harleys gewinnen. Neu war in diesem Jahr der Campingplatz – hierzulande eine Selbstverständlichkeit und auch im Oak Canyon praktisch, denn Unterkünfte in Motels oder Pensionen sind rar. Ansonsten ist das Konzept weitgehend gleichgeblieben: Neben Entertainment mit Filmen, Spielen und Liveprogramm präsentieren geladene Schrauber die Bikes, die sie exklusiv für die Show gebaut haben. 29 „Invited Builder“ waren es in diesem Jahr, mit Uwe Ehinger aus Hamburg war nur ein Deutscher vertreten. Bei der Pokalverleihung ging er leer aus, den Hauptpreis „Invited Builder First Place“ sackte mit Kiyo Mitsuhiro erneut ein Kalifornier ein. Mooneyes-Eigner Shige Suganuma sponsert ihm und dem Bike nun die Reise nach Japan. Dort findet im Dezember die ebenfalls große Show seiner Firma statt, die neben Harley-Davidson der zweite große Sponsor ist.

Das Who´s who der Bike-Builder-Szene auf einer Bühne. So etwas bekommt man nur selten zu sehen
Das Who´s who der Bike-Builder-Szene auf einer Bühne. So etwas bekommt man nur selten zu sehen

Die Born-Free-Show hat sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Sie gilt schon jetzt als ernstzunehmender Gegenentwurf zu den etablierten Bike-Events von Daytona und Co. Ob und wie stark die Show auch von MCs besucht wird, bleibt dabei ein Geheimnis – Colour sind auf dem Gelände nicht erwünscht.

Bei großen Veranstaltungen in den USA nicht unüblich: MC-Colour sind verboten
Bei großen Veranstaltungen in den USA nicht unüblich: MC-Colour sind verboten
  Teilen
Stand:17 December 2018 04:51:52/events/berichte/born-free-show_168.html