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Im friedlichen Wettstreit kämpfen die Clubs um den „German MC-Cup“. Diesmal traten sie zudem gemeinsam gegen das Wetter an
Es war immer im April. Seit dem Jahr 2006 richtet der Bull Skull MC aus Barby zusammen mit vielen Freunden und Helfern das Bull-Skull-Rennen aus. Erst hieß es „Bull Skull 100“, einige Jahre später „German MC-Cup“. Ein AWO-Rennen findet seitdem auch immer statt. Und immer lief die Veranstaltung im April, und immer hatten die Jungs Glück mit dem Wetter. Nur in diesem Jahr war das anders. Das Wochenende kündigte sich am Freitag mit Höchsttemperaturen um die drei Grad an. Für kaum ein Team war das ein Grund abzusagen. Die Teilnehmer trafen sich wie üblich schon am Freitagabend, nicht zuletzt um die Saison in der wärmenden Gemeinschaft zu eröffnen und um Benzin zu quatschen.



Die Welt war weiß!

Am Samstag früh eröffnete sich ihnen wieder ein nüchternerer Blick auf die Welt: Sie war weiß! Schnee hatte die Rennstrecke vollständig bedeckt. Viele Fahrer wollten das Rennwochenende gleich abblasen. Doch Rennleiter und Bull-Skull-President Frank fuhr die Strecke ab, ließ den Asphalt messen und verkündete: „Der Asphalt hat eine Temperatur von fünf Grad. Die Bahn ist sauber, eben nur nass, und mit richtigen Reifen geht das. Das Rennen findet statt!“ Auch okay. Immerhin hatten Rennsportfreunde und Clubs ein halbes Jahr auf diesen Termin hingearbeitet. Aber die technische Abnahme lief schon mal schleppend spät an. Die Trainingsrunden wurden wie geplant absolviert und sie ließen sich zeitlich strikt durchziehen. Das Starterfeld war schließlich kleiner als sonst, einige wollten im Schnee­regen einfach nicht trainieren. Auch die Zuschauerzahlen lagen im Keller. Dabei hätten Rennsportfreunde interes­sante Dinge sehen können. Jörg Braune vom Dark Forces MC zum Beispiel betreibt den Speedshop 75. Und er betreibt einen anderen Extrem­sport: Er fährt seit Jahren Drag Racing und stellte nun die neu von ihm und seinem Kollegen „AWO-Markus“ vom Stahlpakt MC Schleiz ins Leben gerufene Klasse „Super Comp Bike“ vor. Hier zeigten sie aber ihre Maschinen nur im Stand. Ihr erster rollender Auftritt sollte Anfang Mai in Zerbst auf dem ehemaligen Russenflugplatz stattfinden. Ebenfalls vor Ort: Die Rededge-Biker aus dem Harz. Sie hatten einen Infostand eingerichtet.

 Vor Ort waren die Vertreter der neuen Dragster-Klasse „Super Comp Bike Germany“, deren Repräsentant Jörg Braune (links) für die kommenden Veranstaltungen warb. Mehr dazu in der Rubrik „News“ in diesem Heft

Preis: Eine Tankfüllung

Nach der Mittagspause fiel endlich der Startschuss für das Rennen. Neu in diesem Jahr war die Bewertung des German-MC-Cup-Eigenbaus durch den Polo-Motorrad-Shop, der ebenfalls einen Pokal stiftete und mit einer kleinen Siegprämie die ersten drei Sieger unterstützte. Da freute sich Sam vom Holy Riders MC über seinen dritten Platz und eine Tankfüllung. Das Supermoto-Rennen gewann schließlich Axel vom Road Eagle MC Lissa. Die Fahrleistungen der Männer bei diesem Wetter verdienten einen besonderen Respekt. Da sie überhaupt nur zu dritt antraten, bekamen sie immerhin auch alle einen Pokal. Härter erwischte es die Fahrer der alten Solomaschinen des AWO-Rennens. Anhaltende Schneeschauer machten das Fahren fast unerträglich. Die Visiere der Fahrer waren zugeschneit und beschlugen von innen. Die Rennbahn war nass und wurde immer glatter. Da alle Starter vorsichtig und diszipliniert fuhren, kam es immerhin zu keinen Zwischenfällen. Feile vom MC Route 88 fuhr die beste Zeit des Tages und wurde Sieger vor Sven vom Stahlpakt MC Altenburg. Anschließend durchpflügten die AWO-Gespanne die „Reinstedter Seenplatte“. Auch die Gespanne hatten mit Nässe und Aquaplaning zu kämpfen, aber es gab keiner auf. Erstmals nahm in diesem Jahr auch ein NSU-Gespann mit Ehefrau als Schmiermaxe teil. Nach dem Kaktus MC fuhr damit zum zweiten Mal eine Frau das Rennen mit. Doch nach dem Rennen der Gespanne hatte Frank vom Bull Skull MC keine Wahl mehr. Jetzt hätte eigentlich noch der Wettkampf der Clubs um den MC-Cup erfolgen müssen. Aber zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens musste er den Cup absagen. Es war keinem mehr zuzumuten, bei diesem Wetter eine weitere Stunde durchzuhalten.

Zum ersten Mal in der Geschichte musste der German MC-Cup abgesagt werden

Abbruch des Rennens

Das gesamte Rennen wurde beendet. Um zu einigermaßen soliden Ergebnissen zu kommen, wurden die Werte aus den Trainingsrunden mit einberechnet. Alle wurden obendrein mit fünf Punkten für die Jahreswertung bedacht. Was jetzt nur noch zu erfolgen hatte, das war die Siegerehrung. Und die fand unter strahlendem Sonnenschein statt. Es war eben April.

24. August: German MC-Cup,
zweiter Lauf, ausgerichtet vom
Dark Forces MC, Harzring / Reinstedt,
www.german-mc-cup.de

 
Artikel aus der Ausgabe: 5/19
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