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Seit über zwanzig Jahren organisiert der Born to be Wild MC das Motorcycle Jamboree. Das bewährte Konzept sorgte auch 2016 für eine waschechte Party für Biker und Rocker
Bei den Borns ist es immer noch so, wie es draufsteht: „wild and free“ ist einmal mehr das Motto des Motorcycle Jamboree. 2016 findet das Festival bereits zum 26. Mal statt. Vier Tage Party satt, mit umfangreichem Programm und Bands ohne Ende. Das Alte Lager bei Jüterbog hat sich dabei als Location bewährt. Was Preußens Heer einmal als Feldlager nutzte und danach als Militärflughafen der Deutschen und Sowjets diente, wird auch den Ansprüchen der Borns gerecht. Hier gibt es genau die Infrastruktur, die ein Treffen dieser Größenordnung benötigt.

Motorcycle Jamboree
Blick auf die Hauptbühne

Auf Experimente oder gewagte Neuerungen verzichten die Member bei der 26. Ausgabe ihres Events. Warum sollten sie auch irgendwas anders machen? First Member und Buchautor Lommel bringt es auf den Punkt: „Warum sollten wir Old-School-Party machen, wie das jetzt Mode ist? Wir sind das, was andere ,Old School‘ nennen. Wir sind das Original.“

„Wir sind das, was andere‚Old School‘ nennen. Wir sind dasOriginal“(Lommel)
Wir sind das, was andere ‚Old School‘ nennen. Wir sind das Original“ (Lommel)

Das Konzept hat sich behauptet und so sind auch die Preise nach wie vor moderat. Die ganz großen Bandnamen fehlen zwar deswegen, aber sowohl für die Organisatoren als auch für die Gäste ist die Veranstaltung in erster Linie kein Musikfestival, sondern eine Party für Rocker, Biker und Motorradfahrer – schließlich heißt sie nicht umsonst ,Motorcycle Jamboree‘ und es wird auch nicht ohne Grund statt einer Plattensammlung eine Harley verlost.

Bikes an der Mainstreet. Motorrad darf auf dem Jamboree überall gefahren werden
Bikes an der Mainstreet. Motorrad darf auf dem Jamboree überall gefahren werden

Mucke gehört natürlich trotzdem mit dazu und bildet auch 2016 den Schwerpunkt des Programms. Zwar fehlen internationale Top Acts, aber die Borns haben ein feines Gespür für Talente und regionale Combos. Durch zahllose Clubhauspartys, die deutschlandweit Monat für Monat stattfinden, hat der Club seit vielen Jahren engen Kontakt zu Hunderten von Bands und weiß genau, was in der Szene läuft und angesagt ist. Das zeigt sich dann auch bei der Auswahl für das Jamboree. Vor etlichen Jahren stand in Biesental eine Band auf der Bühne, die ihren Auftritt für kleines Geld absolvierte: Rammstein, heute über die Grenzen Deutschlands erfolgreiche Musiker.

Darf natürlich nicht fehlen: Heiße erotische Einlage auf der Bühne
Darf natürlich nicht fehlen: Heiße erotische Einlage auf der Bühne

Ein freundschaftliches Verhältnis haben die Berliner Borns seit vielen Jahren zu Gero Ivers, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Stumpen und als Frontmann von Knorkator. Wo er auf der Bühne steht, rockt das Publikum nach wenigen Minuten mit. In diesem Jahr treten Knorkator am Freitagabend auf – ohne Frage das erste große Highlight dieses Jahr. Der Platz vor der Bühne ist zum ersten Mal bis zum Anschlag gefüllt. Stumpen powert nach wie vor mit 200 PS über die Bühne und lässt keine Peinlichkeit aus. Das Publikum nimmt es dankbar an.

Da immer mehr Besucher auf dem Jamboree ein verlängertes Wochenende verbringen, haben die Borns die Programmhighlights Stück für Stück nach vorn verlagert und erweitert. War vor Jahren noch der Samstag der alleinige Haupttag, findet mittlerweile von Freitag bis Sonntag ein pralles Programm statt. Die Bands geben sich deswegen fast das Mikro in die Hand, lediglich die Umbaupausen zwingen die Techniker, Konserven aufzulegen. Am Samstag sind es sechs Bands, die live auftreten. Klar ist hier und da vielleicht mal der Bass nicht richtig ausgesteuert, aber wen interessiert es? Es bleibt laut, hart und dreckig. Die Mucke ist quer über das gesamte Gelände zu hören. Wer es etwas gedämpfter haben will, muss sich bis in die riesige Zeltstadt zurückziehen. Ansonsten ist übers Wochenende Rock ’n’ Roll angesagt – und das möglichst mit Vollgas. Auf dem Platz sind etliche Colours diverser Clubs aus der gesamten Republik zu sehen. Das Jamboree ist immer auch ein Stelldichein der Szene – eine neutrale Fläche, auf der das gemeinsame Feiern im Vordergrund steht. Nicht wenige MCs kommen chapterweise angereist, nehmen sich Urlaub und verbringen die kompletten vier Tage auf dem Gelände.

Auch wenn für die Member des Born to be Wild MC Harley Pflicht ist, bleibt das Jamboree eine typenoffene Veranstaltung. Das gilt nicht nur für die Motorräder, sondern irgendwie auch für die Gäste. In einem großen Partyzelt findet eine kleine Bikeshow statt. Die Besitzer der Bikes, die von der Jury gewählt werden, werden im Laufe des Samstags auf der großen Bühne in zwölf Kategorien ausgezeichnet. Nacheinander wird ein Motorrad nach dem anderen aufgerufen und präsentiert. Meist kann der Besitzer noch eine kleine Anekdote zum Umbau erzählen. Die Show wird von den Gästen erwartet. Wie die Stripshow am Abend. Ohne würde definitiv etwas fehlen.

Best Bike of Show: Ein Bagger mit 30-Zoll-Vorderrad
Best Bike of Show: Ein Bagger mit 30-Zoll-Vorderrad

Obwohl die Borns die Highlights mittlerweile über alle Tage verteilt haben, bleibt der Samstag der Haupttag des Jamborees. Die Mainstreet ist den gesamten Tag über voller Besucher und die Gastrostände sind entsprechend frequentiert. Das Angebot ist aber ausreichend groß, sodass sich nur an wenigen Buden Schlangen bilden. Vom frühen Vormittag bis nach Mitternacht gibt es durchgehend Programm. Das fängt mit den traditionellen Bikerspielen an und endet spät in der Nacht mit Lasershow und Feuerwerk. Auch in diesem Jahr ist die Kampfsportschule Köpenick e. V. – Trigoon zu Gast und lässt Kämpfer aus verschiedenen Disziplinen nach dem K1-Regelwerk gegeneinander antreten. Vor einigen Jahren haben die Fighter das Ganze noch als Showkampf betrachtet, mittlerweile geht es aber etwas mehr zur Sache, sodass die Borns zum ersten Mal auch einen kleinen Preis für den Gewinner ausloben. Beim Publikum kommen die Kämpfe hervorragend an – das Veranstaltungszelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

K1 Free Fight der Kampfsportschule Köpenick
K1 Free Fight der Kampfsportschule Köpenick

Je später der Tag, desto mehr konzentriert sich alles auf die Hauptbühne. Nach der anspruchsvollen Erotikshow gibt es als Main Act in diesem Jahr Subway to Sally. Die Band aus Potsdam performt harten Mittelalter-Rock und spielt seit Jahren auf den großen Festivals der Republik. Der Platz vor der Bühne ist rappelvoll.

Hauptact am Samstag: Subway to Sally
Hauptact am Samstag: Subway to Sally

Das Wetter spielt mit, die Show kommt an, die Stimmung bleibt über die gesamten vier Tage friedlich. Am Sonntagabend können die Borns erneut feststellen, dass ihr Jamboree funktioniert und das Konzept ankommt.

www.motorcycle-jamboree.com
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