Leopoldsburg

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Das Harley-Treffen im belgischen Leopoldsburg ist ein Stimmungsgarant. Aber der Spaßfaktor muss auch für die Ausrichter stimmen Mit gerademal 249 Bikern fing es vor 22 Jahren an. Und mit dem Ruf zweier Harley-Clubs aus Gent und Kempen, dem Free Wheeling Kempen, unter der Regie der beiden Hauptinitiatoren Dany Heyvaert und Jean Ceustermanns.
Das Harley-Treffen im belgischen Leopoldsburg ist ein Stimmungsgarant. Aber der Spaßfaktor muss auch für die Ausrichter stimmen

Mit gerademal 249 Bikern fing es vor 22 Jahren an. Und mit dem Ruf zweier Harley-Clubs aus Gent und Kempen, dem Free Wheeling Kempen, unter der Regie der beiden Hauptinitiatoren Dany Heyvaert und Jean Ceustermanns. Mit diesem Team wuchs das Treffen in Leopoldsburg zu einer der beliebtesten Großveranstaltungen in Belgien heran. 1999 erfolgte der große Knall. Nach 15 Jahren harter Arbeit ermüdeten die meisten Member, sie stiegen aus. Ihnen stand wieder der Sinn nach einer kleinen gemütlichen Party. Die Wahl fiel auf den Ort Retie, 30 Kilometer von der Kaiserstadt entfernt. Dort findet das alternative Gegentreffen nun zeitgleich statt.
 
Aber in der Verantwortung alter und neuer Gesichter, dem H-DC Leopoldsburg, lebte die Leooldsburger Party in gewohnter Tradition weiter und entwickelte sich prächtig. Nur letztes Jahr beutelte schlechtes Wetter die Veranstaltung, und dieses Jahr erneut die Unlust der meisten Mitglieder. Auf der Versammlung im Februar stimmte die Mehrheit des H-DCs gegen ein weiteres Treffen. Die Jungs hatten keine Lust mehr auf die viele Arbeit. Sie wollten in dieser Jahreszeit lieber selber fahren und feiern.

Die Tradition soll nicht sterben

Bedeutete das nun das endgültige Aus für Leopoldsburg? Einige wenige zeigten sich enttäuscht. Die Tradition sollte nicht sterben. Die sechs Verantwortlichen in den wichtigsten Posten setzten sich zusammen und beschlossen weiterzumachen. André: „Ich war bereit als Mitorganisator die Schirmherrschaft zu übernehmen, aber in einer neuen Form.“ Damit nicht wieder gegen die Party abgestimmt werden konnte, gründete sich eine GmbH, bestehend aus dem alten Vorstand, und die Getreuen zogen mit. Unter der neuen Flagge der „Harley Crew Leopoldsburg“ segelten sie zuversichtlich ihrem Ziel entgegen.
Der neue Kurs gab ihnen recht. Auch wenn die Besucherzahlen nicht so rekordverdächtig waren wie in den letzten Jahren. Es könnte an den schweren örtlichen Gewittern, an der Vorverlegung des Partytermins oder an Verwirrungen im Internet gelegen haben. Hinzu kam, dass letztes Jahr ein großer Club seine Präsenz angekündigt hatte und so die Exekutive in Panik versetzte. Die wurde ihrerseits mit schwerer Artillerie, wie Wasserwerfern und Hubschraubereinsatz, auf den Plan gerufen, was sich im Nachhinein allerdings als Flop ent­puppte.

Harley-Klau in Leopoldsburg

Das leidige Thema von Leopoldsburg, der Harley-Klau, findet einfach kein Ende. Auch dieses Mal wechselte eine ihren rechtmäßigen Besitzer – und das mal wieder auf dem legendären Aldi-Parkplatz. Vielleicht sollte man mal in die Garage des Filialleiters schauen? Nein, Scherz beiseite! Der hat wirklich nichts damit zu tun.
 
Beim zweiten Versuch, ein geeignetes Objekt in seinen Besitz zu bringen, wurde der Täter von Passanten überrascht und musste sein Vorhaben abbrechen. Allerdings existierte nun eine sehr detaillierte Täterbeschreibung. In regelmäßigen Abständen kontrollierten Polizei und Veranstalter den Parkplatz. Und das betraf mal wieder André, als er den Täter erwischte: „Als ich den Verdächtigen zur Rede stellte, gab er mit seinem Moped Gas. Ich verfolgte ihn mit meiner Buell entgegen jeglicher Straßenverkehrsordnung, unterstützt von der hiesigen Polizei, bis ins nächste Dorf. Doch bei 200 auf dem Tacho macht die Buell schlapp, und seine GSX-R war einfach schneller. Auch das Nummernschild verhalf nicht zum Erfolg, weil es gefälscht war.“

Der komplette Artikel steht in der BIKERS NEWS 11/06.

Cherry
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Stand:23 June 2018 00:57:23/motorrad/berichte/leopoldsburg_069.html