Die V-Rod ist schon ab Werk ein Kraftpaket. Doch Custom-Profis wie Oliver und sein ToxicTwins-Team können noch eins draufsetzen …
Scheiße, schon wieder ’ne Kurve. Jetzt müssen wir nachhelfen und das Bike über den Lenker hebelnSchwarz, breit, stark. Und irgendwie angriffslustig. So steht die V-Rod vor uns, die von ToxicTwins im Kundenauftrag aufgebaut wurde und die wir heute über die Landstraßen im Bergischen Land treiben sollen. Eine gewisse Grundaggressivität brachten die ersten V-Rods, die im Jahre 2002 in Milwaukee vom Band liefen, schon von Haus aus mit. Genau das war ja die Idee hinter dem neuen Modell, das wie kein anderes zuvor mit den liebgewonnen Traditionen der Company brach; ein leistungsstarker Power-Cruiser, optisch angelehnt an die Dragstyle-Bikes von der Rennpiste – und das mit kaum zu übersehender Wasserkühlung und einem Zylinderwinkel von 60 statt 45 Grad.
Wir geben es zu: Dass wir hier gerade mit einer Ur-Rod aus dem ersten Modelljahr Bekanntschaft schließen, haben wir auf den ersten Blick gar nicht bemerkt. Denn Harley-Davidson lieferte das Bike zunächst nur in einer Farbe: Silber. In diesem originalen Zustand hatte der ToxicTwins-Kunde das Dank des Schwingenkits von R & R Customizing fährt das schwarze Biest ohne Spurversatz mit einer 280er-WalzeTeil seiner Zeit gekauft. Es war die dritte V-Rod, die der Harley-Dealer in Köln damals an den Mann brachte. Doch weil der Besitzer das Teil kaum fuhr, wurde ein anderer Biker darauf aufmerksam und machte ein preislich unmoralisches Angebot. Dann lieber doch behalten und von Oliver und seinen Kollegen umbauen lassen, dachte sich der Kunde. Gesagt, getan: Als die V-Rod die beschauliche ToxicTwins-Werkstatt wieder verließ, war sie eine andere. Von Chrom und Aluminium keine Spur mehr, stattdessen trägt die Harley nun die einzige Farbe, die ein Motorrad haben darf. Dafür haben die Jungs den Motor zerlegt, die Einzelteile lackiert und die Chromteile wie den Primärdeckel beschichtet. Auch dem Rahmen haben sie ein schickes schwarzes Dress aus Kunststoff verpasst. Die Verkleidung des in der Harley-Gemeinde umstrittenen Kühlers und den Heckfender besorgten die ToxicTwins-Schrauber von NLC Custom im baden-württembergischen Hüffenhardt. Beide unterstreichen den aggressiven Look des Bikes: Am Kühler sitzt ein Spoiler, der den Fahrtwind teilt wie Moses das Rote Meer, und auch der Heckfender läuft spitz zu, sodass die Rückansicht der V-Rod einer Killerbiene gleicht. Und er lässt den Blick auf die extrafette Walze frei. Serienmäßig kam die erste V-Rod mit einem 180er, nun drückt eine 280-mm-Pelle die 117 Pferde auf den Asphalt. Damit das fette Hinterteil Platz findet, hat Oliver mit seinem Team ein Schwingen-Kit von R & R Customizing verbaut.

Der Spoiler als Stachel, der Lenker als Fühler – die V-Rod ist eine angriffslustige KillerbieneEine gute Wahl, wie wir schon nach wenigen Metern auf der schwarzen Schönheit merken, denn sie tut, wie ihr befohlen und bleibt in der Spur. Das Schwingenkit macht’s möglich, denn so konnte die 280er-Walze

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Stand:24 June 2018 08:55:31/motorrad/bike-portraets/kampfkoloss_1611.html