On the Road

31.12.2014  |  Text: RadicalPit  |  
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On the Road
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On the Road mit den Bandidos. Wir haben die deutschen Bandidos auf dem Weg zum European National Run begleitet Der National Run ist die jährliche Pflichtfahrt für alle Mitglieder und Prospects des Bandidos MC. Und weil …
On the Road mit den Bandidos.
Wir haben die deutschen Bandidos auf dem Weg zum European National Run begleitet

Der National Run ist die jährliche Pflichtfahrt für alle Mitglieder und Prospects des Bandidos MC. Und weil der Bandidos MC ein World Club ist, richtet er auch noch einen European National Run aus. Der findet stets in einem anderen europäischen Land statt. Nach Spanien war diesmal Italien dran.
Der European National Run 2014 führte in die Provinz Massa-Carrara, das ist ein Badeort an der Küste der Toskana. Viele Member machen aus dem National Run auch ihren Urlaub. Sie nehmen dann ihre Frauen mit, viele auch ihre Kinder. Die italienische Toscana mit ihren touristischen Highlights war da besonders verlockend: Florenz, Pisa und Volterra, dazu die Küstenorte der Cinque Terre. Aber Onepercenter auf Touri-Tour? Geht das denn? Natürlich geht das.

Bandidos Chapter Unna
 
Inkognito durch NRW

Wir begleiten das Chapter Unna des Bandidos MC auf dem Weg nach Italien. Ebenfalls dabei sind zwei Mitglieder aus Thailand, drei Mitglieder aus Australien – und eine motorradfahrende Frau: Nicole. Dann sind da noch das Begleitfahrzeug als Roadblocker, ein Transporter fürs Gepäck, ein Fahrzeug mit Werkzeug und Motorradanhänger, das seinen Job als Servicecar zu erfüllen hat. Und schließlich unser Wagen, vollgepackt mit der Fotoausrüstung.
Macht unterm Strich 22 Motorräder der Marke Harley-Davidson und vier Autos. Treffpunkt für alle: Samstagmorgen am Clubhaus der Bandidos in Unna. Gemeinsames Ziel: Die 1300 Kilometer entfernte Provinz Massa-Carrara in der Toskana.
Umziehen und Kuttenwenden: Hinter der Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen dürfen die Abzeichen wieder getragen werden
Aber das fängt ja gut an. Es ist ein heißer Tag im Juli 2014, und das auch im clubpolitischen Sinn. Einen Tag vor dem geplanten Ritt verkündet der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, dass der „Fat Mexican“ und der Schriftzug „Bandidos“ in der Öffentlichkeit nicht mehr gezeigt werden dürfen. Das gilt auch für das Chapter Unna.
Nachdem sie ihre Gepäckrollen auf den Bikes verzurrt haben, müssen die Bandidos nun noch die Akkuschrauber rausholen und auf Leitern steigen. Um den Ärger mit den Ordnungsbehörden nicht in Abwesenheit zu bekommen, entfernen sie ihre Embleme über Nacht von der Fassade des Clubhauses. Ihr volles Ornat können sie fortan nur noch auf privatem Gelände tragen. Also legen sie vor dem Ritt ihre Kutten ab, wenden sie und überkleben weitere Motive auf Kleidung und Motorrädern.
Das sorgt für Gespräche. Die Australier sind in Bezug auf staatliche Auflagen einiges gewöhnt. Im Bundesstaat Queensland ist schon ein Zusammentreffen von drei Mitgliedern der Bandidos strafbar. Ein Abzeichenverbot ist auch für sie neu. Die beiden Thailänder Thoi und Note waren von den Mitgliedern des Chapters Münster als Geburtstagsüberraschung für Presi Jörg eingeflogen worden. Sie schütteln den Kopf und können nicht fassen, was in Germany so alles möglich ist.
Schnell noch einen Schluck Kaffee, kurz aufs Klo und pünktlich um neun Uhr werden die Motoren angelassen. Jetzt Sauerlandlinie, A45, es geht nach Süden! Der erste Boxenstopp folgt schnell, er liegt ein paar Kilometer hinter der Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen: In Hessen, kurz vor Gießen, werden alle  Kutten wieder gewendet.

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In Zweierreihe

Alle fahren in zwei Reihen auf der rechten Spur, wenn möglich und erlaubt, mit 120 bis 130 km/h. Vorne links fährt National Sargento de Armas Björn, daneben Chris als Road Captain. Eigentlich ist Chris auch El Secretario und damit „National“, also sowas wie ein Mitglied des Generalstabes der deutschen Bandidos. Aber als kommissarisch eingesetzter Road Captain hat er nun ein Navi auf den Lenker geschraubt.
22 Motorräder folgen ihm donnernd und mit atemberaubenden 130 Sachen. Wer das für ein lahmes Tempo hält, sollte es mal im engen Verband dicht nebeneinander mit anderen Motorrädern probieren. Da beginnt der Organismus aus losen Elementen plötzlich ziemlich schnell zu leben. Jede Störung von innen oder außen kann fatale Folgen haben. Die Fahrer müssen ständig konzentriert bleiben. Zwei Motorräder nebeneinander sind so breit wie ein LKW, die Überholspur ist also gefährlich eng. Sehr gefährlich wären Autos, die mit 200 km/h vorbeirasen, allein schon wegen des Luftdrucks.
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Hinzu kommt noch ein menschlicher Faktor in den Bürgerkäfigen: Neugier. Beim Überholen wenden die Autofahrer ihren Blick – „Schau mal, die Rocker“ – und sie ziehen damit ihre Wagen unwillkürlich nach rechts. Um die Gefahr zu mindern, werden überholende Autos hinter der Truppe erstmal ausgebremst. Den Job übernimmt Axel als Roadblocker mit seinem weißen Dickschiff, einer Ultra Classic Electra Glide. Und dahinter ist auch noch Mona in einem VW Touran. Mona raucht nicht und trinkt auch keinen Alkohol, aber sie flucht wie ein Bierkutscher. Vor allem, wenn ihr uneinsichtige Autofahrer zu nah auf die Pelle rücken.
Überholvorgänge des eigenen Packs leitet Björn ein, wenn er vorne links den linken Arm hebt. Axel sorgt dann dafür, dass sich keine Autos auf der linken Spur befinden, wenn der ganze Organismus gleichzeitig die Spur wechselt. Das alles erfordert vorausschauendes Fahren.
Das Ausbremsen gefällt den anderen Verkehrsteilnehmern natürlich nicht, und entsprechend fallen manchmal die Reaktionen aus. Berichterstatter aus der bürgerlichen Presse machen einmal im Jahr die Schreckensmeldung der Nötigung im Straßenverkehr daraus. Da heißt es Ruhe bewahren, und ein bisschen Sturheit hilft auch. Safety first.

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Tanken und Rasten

Die Rechnung ist einfach: Wenn es nur fünf Minuten dauert, um ein Motorrad zu betanken und den Sprit zu bezahlen, dann dauert der Vorgang bei 22 Motorrädern fast zwei Stunden. Also wird „durchgetankt“: Der Prospect füllt einen Tank nach dem anderen, und erst, wenn alle durch sind, wird bezahlt. Ein Mann begleicht dann die komplette Rechnung. Das ist übrigens auch eines der ungeschriebenen Gesetze unserer Szene. Was bleibt, ist die Angst des Tankwarts, ob dieses Prinzip auch wirklich klappt.
Nun, die Bandidos begleichen ihre offene Rechnung … und weiter geht’s. Um Geld und Zeit zu sparen, haben sie für die Mittagspause auch noch Schnitzel, Frikadellen mit Brötchen, Nudelsalat und Getränke im Versorgungswagen verstaut.

Durchtanken: Ein Prospect betankt die Harleys alle Member

Jürgen und Nicole

Jürgen fährt eine modifizierte Softail Twin Cam, und das seit mehr als acht Jahren. Wir hatten das Moped schon 2006 in der BIKERS NEWS vorgestellt. Heute ist es gelb lackiert, ein paar rote Flammen züngeln auch über den Lack, und das Bike fällt immer noch auf. Das liegt hauptsächlich am ungewöhnlichen Rahmen, der in Fachkreisen „Highneck“ genannt wird und der auf bundesdeutschen Straßen immer seltener zu sehen ist. Der Ritt auf diesem Motorrad sieht nicht gerade bequem aus, aber Jürgen hat darauf schon etliche zehntausend Kilometer abgerissen. Er muss es daher besser wissen. Jürgen ist also kein Jammerlappen, aber er verrät uns doch sein kleines Geheimnis: „Das Wichtigste ist die Rückenlehne!“
Da ist kein Platz für die Freundin, aber den braucht er auch nicht. Seine Nicole fährt nämlich selbst eine Harley. Für sie, wie für den Club, ist es kein Problem, wenn sie lange Strecken gemeinsam zurücklegen. Nicole fährt dann eben hinten mit.
Der Reifen ist platt, jetzt kommt das Servicecar zum Einsatz
Nicole ist ein akzeptiertes Mitglied der Fahrgemeinschaft. Und ausgerechnet sie ereilt das Schicksal irgendwo zwischen dem zweiten und dritten Stopp. Mitten in den 120 Sachen gibt es einen kurzen, aber heftigen Knall, Nicole gerät ins Schlingern. Ihr Motorrad hat plötzlich einen platten Hinterreifen, aber sie kann es bis zum Ausrollen auf dem Standstreifen unter Kontrolle bringen. Walter sichert nach hinten, bis das Servicecar da ist, sie einsammelt und zum nächsten Boxenstopp bringt. Der Reifen hat sich zerlegt. Eine Reparatur am Straßenrand ist nicht mehr möglich. Zähneknirschend muss Nicole für den Rest der Hinfahrt bei Mona auf dem Beifahrersitz Platz
nehmen.

Zwei Stunden Tanken? Das geht auch schneller! Was bleibt, ist Angst

Wo ist meine Einheit?

Erol ist Secretary des Bandidos MC Unna. Vor der deutsch-österreichischen Grenze fällt er zurück. Problem mit den Augen, er muss rechts ran. Erst später soll sich herausstellen, dass seine Netzhaut angerissen ist. Bis dahin kann Erol schon irgendwie weiterfahren.
Nun sind aber die Jungs weg, und zwar alle. Nur unser Fotowagen ist noch bei Erol. Der nächste ausgemachte Boxenstopp ist nicht weit, also erstmal dorthin. Niemand da. „Wo zum Teufel sind die abgeblieben?“ Erol rätselt: „Die können doch unmöglich hinter uns sein.“ Können sie doch. In den Kurven der A7 im Alpenvorland hatten sich alle aus den Augen verloren. Motorräder und Begleitfahrzeuge waren ungeplant von der Autobahn abge­fahren. So kam es zu dem nicht gestellten Foto eines einsamen Bandidos auf dem Weg in die
Berge.
Auf dem Rastplatz telefonieren wir erstmal. Irgendwann muss der Trupp falsch abgebogen sein und sich verfahren haben. Was immer der wirkliche Grund war, es war die Geburtsstunde eines neuen Wortspiels: „Der Road Captain hat Verfahrenstechnik studiert.“

Secretary Erol allein auf der Autobahn. Wo sind die Brüder?

Die italienische Maut

Nach 670 Kilometern rollen am frühen Abend alle auf den geräumigen Parkplatz des Hotels Alpina Regina in Österreich. Die Zimmer sind reserviert, und die milden Temperaturen laden zum Verweilen auf der Terrasse mit Blick auf die Alpen ein. Schnell noch einen Happen und einen Schluck, fast alle gehen zeitig zu Bett. Am nächsten Tag stehen weitere 630 Kilometer auf dem Plan.
Sonntag, pünktlich um zehn Uhr, geht es weiter. Der Fernpass ist staufrei, schnell ist der Brenner erreicht. Jetzt müssen alle italienische Autobahngebühren bezahlen, und die sind happig. Jedes Fahrzeug braucht ein Ticket, das ein Automat ausspuckt, sobald ein Biker in den Bereich der geschlossenen Schranke fährt. Er zieht das Ticket, die Schranke geht hoch und er fährt durch. Dann wartet er auf die anderen. Die Gebühren hängen von der auf der Autobahn zurückgelegten Strecke ab. Bei Verlassen der Autobahn dauert es deshalb noch länger, weil jeder sein Ticket einzeln bezahlen muss.
Was passiert, wenn der Verfahrenstechniker die falsche Ausfahrt nimmt? Ist doch klar: Nacheinander bezahlen alle an der nächsten Schranke und warten dann, bis endlich auch das Servicecar durch ist. Dann drehen alle um und fahren mit neuem Ticket wieder auf die Bahn. Das italienische System der Gebühreneintreibung kostet Zeit und Geld. Vor allem, wenn einer falsch abgebogen ist.
Der Funkschlüssel empfängt störende Signale: Björn schiebt sein Motorrad aus der Reichweite der Mautstation
Immerhin ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir die letzte Autobahnausfahrt vor dem Ziel. Einer nach dem anderen entrichtet seinen Beitrag zur Erhaltung italienischer Straßen und wartet, bis alle durch sind.
Als es schließlich weitergehen soll, zickt Björns Harley. Sie blinkt, piept laut Alarm und lässt sich nicht starten. Was ist los? Vor ein paar Jahren hat Harley die mechanischen Schlüssel durch Funkschlüssel ersetzt und die Motorräder mit Wegfahrsperren und Alarmanlagen ausgerüstet. Der Funkschlüssel sendet einen Code an den Empfänger unter der Sitzbank. Nur wenn der den richtigen Code empfängt, wird die Alarmanlage deaktiviert, und der Motor kann gestartet werden. Doch die ersten Modelle haben Kinderkrankheiten und lassen sich durch externe Störsignale beeinflussen. Irgendein Sendemast auf der Mautstation stört die Kommunikation zwischen Funkschlüssel und Motorrad. Die einzige Chance besteht darin, das laut piepende und blinkende Motorrad von der Mautstation wegzuschieben.

Geburtstagsüberraschung für Presi Jörg: Die Thailänder Note (links) und Thoi (rechts) waren aus Bangkok eingeflogen

Marmor für Thailand

Massa-Carrara ist eine Provinz in der Toskana. In der Hauptstadt Massa residiert seit fünf Jahren das Chapter Massa Carrara des Bandidos MC, und hier soll der European National Run 2014 steigen. Bis dahin haben wir aber noch eine Woche Zeit.
Der weiße Carrara-Marmor ist das Material, aus denem Michelangelo vor über fünfhundert Jahren die weltberühmte David-Statue herausgepickelt hat. In Thailand hat man sowas nicht. Also war klar: Die Thailänder Thoi und Note müssen die Carrara-Steinbrüche aus nächster Nähe sehen. Schade nur, dass sie den Abfahrtstermin dorthin verpassten, weil sie sich am Abend vorher im Clubhaus die Kante gegeben hatten. Und im Urlaub ist man irgendwie entspannter: Die zwei kleinen Marmorbrocken, die wir mitbringen, finden nie den Weg ins Gepäck der Thais. Sie liegen jetzt in unserem Garten, die beiden kleinen Carrara-Bröckchen mit Namen „Thoi“ und „Note“, die es nicht nach Bangkok geschafft haben …
Die freien Tage bis zum offiziellen Beginn des National Runs verbringen wir jedenfalls mit Abhängen am Strand, am Pool, im Clubhaus an der Bar oder mit Trips in die sehenswerte Umgebung.

Das offizielle Gruppenfoto wurde vom Dach des Turimar aufgenommen

European National Run

Der European National Run der Bandidos steigt im Ortsteil Marina di Massa, genauer in einem Gebäudekomplex mit Namen Colonia Torino. Im Jahr 1938 hatten die italienischen Faschisten die Colonia als Erholungsareal für Arbeiterkinder aus Turin errichtet. Das Gelände ist nur durch eine Straße vom Strand getrennt, heute kennt man es als „Turimar“. Das riesige Areal hat mehrere Gebäude, zwei Pools und einen Park, den die Bandidos als Zeltplatz nutzten.
Jetzt ziehen sich dort die Bandidos-Offiziere zu ihren Meetings hinter verschlossene Türen zurück. Die Member genießen derweil die südländisch relaxte Atmosphäre. Sie gehen zum Buffet, holen sich kaltes Bier, und ihre Frauen shoppen in der langen Händlermeile. Nur kein Stress.
Vor einer besonderen Herausforderung stehen die Fotografen. Sie sollen das übliche Gruppenfoto schießen. Doch es wird am Strand aufgenommen, und der hat bekanntlich keine Berge. Eine Leiter ist auch nirgends aufzutreiben. Für das offizielle Gruppenfoto steigen sie deshalb aufs Dach des Turimar.
Und dann steht noch eine Ausfahrt unter dem schönen Titel „Run to the Hills“ auf dem Programm. Leider zeigen der Blick zum Himmel und das Regenradar auf dem Handy ein Gewitter mit Starkregen an. Zwei Stunden vor dem geplanten Start steht noch nicht fest, ob die Ausfahrt überhaupt stattfinden kann. Aber diesmal zieht das Gewitter vorbei, und so geht es dann verspätet, mit geänderter Route und mit reduzierter Mannschaft, doch noch los.

Das war schon so!
Das wär doch was, ein Clubhaus in Florenz!
Neue Europäer: Seit Juni fahren auch Griechen unter dem Fat Mexican, und die Caballeros aus England sind jetzt Probationay Bandidos

Auf dem Rückweg

Am Samstag treten viele Member schon wieder kürzer. Sie müssen am Montag oder spätestens Dienstag wieder arbeiten und müssen dafür über tausend Kilometer zurücklegen. Das gilt auch für die Bandidos aus Unna. Sie werden wieder zwei Tage brauchen.
Jürgen hatte für Nicoles Dyna einen neuen Hinterreifen aufgetrieben und montiert, doch jetzt zickt die Schaltung. Erol wiederum kann sein Problem mit den Augen nicht in Italien behandeln lassen. Es ist sicherer, wenn er aufs Auto umsteigt und Nicole sein Motorrad nach Hause fährt.
Die Bandidos hatten den Brüdern aus Thailand und Australien für die gemeinsame Fahrt nach Italien Harleys geliehen. Das ist so üblich. Wann immer ein Brother mit dem Flieger ein fernes Chapter besucht, stellt der Gastgeber ihm ein Motorrad zur Verfügung. Nun aber fliegen die Thais von Italien über Dubai nach Hause. Der Australier Paco und seine Frau hängen noch ein paar Wochen Europatour dran. Da jetzt nicht genug Fahrer zusammenkommen, findet eine Fatboy ihren Platz neben Nicoles Dyna auf dem Hänger des Servicecars.
Und dann sind da schon wieder diese Mautstationen auf der italienischen Autobahn. Einer nach dem anderen zieht das obligatorische Ticket, doch an einer Station läuft etwas schief. Zwei Motorräder stehen so nah hintereinander, dass die Sensorik sie als ein Fahrzeug identifiziert. Die Folge: Das erste Motorrad löst die Ausgabe des Tickets aus, aber die Schranke schließt sich für das zweite nicht. Jetzt fehlt ein Ticket, und es wird spannend: Was passiert bei der Ausfahrt? Nicht viel: Die Dame an der Bezahlstation hat von dem Problem wohl nicht zum ersten Mal gehört. Der Fahrer ohne Ticket bezahlt, was alle anderen auch bezahlt haben.
Hinter der deutschen Grenze ist Schluss mit der südländischen Leichtigkeit. Während die Bandidos aus Unna unbehelligt über die Autobahn reiten, hören wir von den Bayern andere Meldungen. Kurz hinter der Grenze übte die bayerische Polizei sich in der „Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten“ gegen Rocker. Sie hatte jeden Bandido angehalten und durchsucht, ihm Alkohol- und Drogentests aufgedrückt, und jeder mit einem zu lauten Auspuff kassierte richtige Probleme. Wie schön war es doch in Italien! Dort stand nur ein einzelner Streifenwagen auf dem Autoparkplatz.

Die Presidenten

Rückenschmerzen

Aber halt. Ein Weilchen vor der Ankunft in Unna gibt Jürgens Highnecker merkwürdige Geräusche von sich. Jürgen ahnt, dass sich da unter seiner Rückenlehne irgendwas zerlegt. Er soll Recht behalten: Wenig später gibt die Karre mit Fehlzündungen ihren Geist auf und bleibt liegen. Die Batterie ist leer.
Auf dem Hänger des Servicecars steht noch eine Fatboy. Also laden die Member um. Jürgen hat auf den letzten Kilometern das Vergnügen, ein wirklich bequemes Motorrad zu fahren. Vergnügen? Wieder ist er anderer Meinung. Die vorverlegten Trittbretter zwingen ihn in eine ungewohnte Haltung. Jürgen rollt mit Rückenschmerzen im heimischen Clubhaus ein.

Jürgens Highnecker soll ganz bequem sein, aber nur mit Gepäckrolle als Rückenstütze
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