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Lasst die Kindlein kommen Das da oben ist Dr. Heinrich Christmann. Er ist der Chefredakteur unseres Magazins DREAM-MACHINES, und in dieser Funktion war er der erste Mann aus unserem Haus, der die neue Harley-Davidson „Street 750“ …
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Lasst die Kindlein kommen

Das da oben ist Dr. Heinrich Christmann. Er ist der Chefredakteur unseres Magazins DREAM-MACHINES, und in dieser Funktion war er der erste Mann aus unserem Haus, der die neue Harley-Davidson „Street 750“ fahren durfte.
Wie ihr seht, wirkt das Maschinchen unter Christmanns gewaltigem Format etwas verloren. Denn Harley-Davidson hat dieses Bike für eine schlankere Zielgruppe gebaut. Die Company weiß schon lange, dass ihre angestammte Kundschaft bald vor Altersschwäche kein Motorrad mehr wird halten können. Gut beraten ist, wer da zeitig Motorräder für neue Zielgruppen aus dem Ärmel ziehen kann. Aber die Buell Ulysses oder die Sportster XR 1200 kamen nicht an, unter den neuen Bikern nicht, und unter den alten schon gar nicht. Und nun hatte auch noch der Sprecher der Bandidos in der letzten BIKERS NEWS erklärt, dass die Street kein Bike für Onepercenter sei.
Das wäre für die Street vielleicht sogar ein Etikett. Um so besser könnte sie unter den neu sich ausbildenden Hipster- und Cafe Racer-
Szenen ziehen, die mit Rockern ja nichts zu tun haben wollen. Aber, ach, auch da ist die Uhr längst abgelaufen: Das Wort „Cafe Racer“ kann ich seit zehn Jahren nicht mehr hören, und unter den Hipstern fahren auffallend viele alte Männer, die ihre Schlumpfmützen nur tragen, um ihre Glatzenbildung zu verbergen.
 Die offiziellen Fotos von Harley-Davidson wiederum zeigen ein Jüngelchen mit Rucksäckchen und Smartphone. Selbst im schwarzen Dress will dieses Bübchen einfach nicht böse wirken. Na, denn lasst die Kindlein kommen und wehret ihnenMichael Ahlsdorf nicht.
 Väter können sich ihre Söhne nun mal nicht aussuchen. Wer nicht unter der Gnade der frühen Geburt stand und seine Rocker-Laufbahn deshalb nicht auf einer Kreidler Florett eröffnen konnte, der kommt naturgemäß aus einer anderen Szene. Wir müssen es lernen, damit umzugehen. Wir dürfen nicht die Fehler unserer Väter wiederholen, die es uns einst zum Vorwurf gemacht hatten, dass wir die falsche Musik hören – was zur Folge hatte, dass wir uns vollends von ihnen abwendeten.
Ganz persönlich finde ich die Idee, die Harley-Davidson Street als urbanes Bike zu verkaufen, ziemlich gut. Ein Motorrad mit diesem Image war längst fällig. Für den finalen Crash in die Leitplanken einer Landstraße gibt es seit Jahrzehnten ein besseres Bike, und das heißt Suzuki GSX-R.
Und ich bin schon immer lieber in der Stadt gefahren, denn dort wiederum gibt es immer jemanden, der guckt. Das war es doch: Eine Harley kauft man sich, um damit gesehen zu werden! Das gilt für alte wie für junge Biker.

 
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