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It’s the economy, Donald!
Es sei „great“, Harley-Davidson zu haben. Genau wie die Menschen hinter der Marke: „What a great, great group of people“. Und dann erst dieser Sound einer Harley: „It’s really good.“ Als Vertreter der Company und Gewerkschafter im Februar das Weiße Haus besuchten, war Donald Trump noch voll des Lobes. Natürlich erwähnte er dabei auch den wichtigen patriotischen Dienst, den das Zweirad in den amerikanischen Kriegen geleistet habe.

Doch dann kam Trump irgendwann mit einem seiner berüchtigten Schnellschüsse daher und führte Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Europa ein. Man muss kein Freund des Freihandels sein, um die Kurzsichtigkeit dieses Aktionismus zu erkennen. Ironie der Geschichte: Trumps falsche Annahme, im internationalen Handel sei der Gewinn des einen automatisch der Verlust des anderen, hat sich nun am Ende doch bewahrheitet. Eine echte sich selbst erfüllende Prophezeiung also, denn Ende Juni hat die Europäische Union ihrerseits beschlossen, als Gegenmaßnahme einige uramerikanische Produkte mit Strafzöllen zu belegen. Neben Whiskey sind auch Motorräder betroffen – man könnte fast meinen, dahinter stecke das Strategiepapier zur Bekämpfung der Rockerszene!

Die Reaktion der Company ließ jedenfalls nicht lange auf sich warten. Milwaukees Manager, die ohnehin mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen haben, wollen weitere Teile der Produktion ins Ausland verlegen. Schließlich ist Europa mit im letzten Jahr rund 40000 verkauften Bikes der zweitwichtigste Markt für das Unternehmen. Durch die Verlagerung will Harley die europäischen Kunden vor einer Teuerung von rund 1900 Euro pro Neufahrzeug schützen – denn wenn die Bikes für den europäischen Markt nicht mehr in den USA zusammengeschraubt werden, fallen auch keine Strafzölle an.

Trump twitterte erbost, dass Harley zu einhundert Prozent in Amerika bleiben solle. Er habe so viel für die Firma getan – und jetzt das. Nun kenne ich Donald Trump nicht persönlich – was auch gerne so bleiben kann –, aber ich befürchte, der Mann war tatsächlich überrascht. Anscheinend hat er von Wirtschaft wirklich so wenig Ahnung wie vom respektvollen Umgang mit Frauen. Hier also etwas Nachhilfe, Mr. President: Unternehmen müssen profitabel arbeiten, um überleben zu können. Wie sie das schaffen, wissen sie in der Regel selbst am besten. Unternehmen waren deswegen auch schon immer vaterlandslose Gesellen: Wenn es aus Kostengründen nötig ist, Teile der Produktion ins Ausland zu verlagern, dann tun sie das. It’s the economy, stupid!


Grab him by the balls! Ausgerechnet eine uramerikanische Firma packt Donald Trump dort, wo es wehtut
Grab him by the balls!
Ausgerechnet eine uramerikanische Firma
packt Donald Trump dort, wo es wehtut

 
Artikel aus der Ausgabe: 7/18
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