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Jörg vom Hells Angels MC Saarbrücken ist Member der ersten Stunde. Auf der Party zum zwanzigjährigen Jubiläum des Charters schildert er dessen Werdegang
Im November 1999 änderte sich die Clublandschaft schlagartig. Wie eine Bombe schlug die Nachricht ein, dass der Bones MC die Farben wechseln und sich unter das Colour des Hells Angels MC begeben würde. Die Vorarbeiten zum großen „Patch­over“ hatten im Geheimen stattgefunden, niemand hatte etwas geahnt. Auch die Saarbrücker Bones traten über, zwei Zeitzeugen von damals sind bis heute aktiv: Jörg und Pit. Auf der Party zum 20-Jährigen erzählte uns Jörg, wie er diese Zeit erlebt hat. „In den Achtziger- und Neunzigerjahren sind wir schon oft mit unseren Shovels zu den Hells-Angels-Partys nach Kent in England gebratzelt. Damals war das Ziel einfach nur ankommen, ’ne geile Party haben und die großen Jungs, die wir nur aus Filmen kannten, mal von Nahem sehen.

Die „Alte Garde“ des Saarbrücker HAMC, stehend Mike, Michel und Horst, sitzend President Gerd und Jörg
Die „Alte Garde“ des Saarbrücker HAMC, stehend Mike, Michel und Horst, sitzend President Gerd und Jörg

Wir fuhren natürlich auch die Bones an, Friesenheimer Insel und auf die Sandbahn in Altrip. Irgendwann in den Neunzigern führte unser Weg auch nach Mannheim und wir fanden bei den Bones eine echte Rockerbruderschaft, die für uns auch erreichbar war. Nach Hamburg oder Stuttgart wäre damals nicht infrage gekommen und auch nicht zu finanzieren gewesen. Da hatten wir noch schlecht bezahlte Jobs und die Shovels hätten bei den Entfernungen auch nicht mitgemacht. Wir hatten also echte Rocker in unserer Nähe – und wir wollten auch welche werden. Nach etlichen Monaten wurden wir zu Brüdern gewählt und gründeten unser eigenes Bones-Chapter in Saarbrücken. Wir hatten eine sehr gute Zeit mit unseren Brüdern in Deutschland.

Besuch bei Sonny in Arizona 1999 (vierter von links Jörg, rechts daneben Pit)
Besuch bei Sonny in Arizona 1999 (vierter von links Jörg, rechts daneben Pit)

Irgendwann merkten wir aber, dass die gegenseitigen Besuche nicht mehr so spannend waren wie am Anfang – und auch mich zog es dann in die USA, damals noch zu Clubs mit gleicher Farbe auf den Colours. Irgendwann Ende der Neunziger haben kluge Köpfe sich zusammengetan und eine Fusion mit den Hells Angels überlegt. Jeder kennt die Story. Nach langen geheimen Meetings kam es, wie es kommen sollte, und wir beschlossen, unsere Farben niederzulegen und der großen weltweiten Red-and-White-Familie beizutreten. Was dann kam, war einfach unbeschreiblich. Erstmals konnten wir Brüder in Skandinavien, Europa und den USA besuchen, was wir dann auch gleich taten. Pit und ich, beide von Anfang an dabei, gingen sofort los und besuchten mit unserem spärlichen Englisch unsere Brüder in Amerika. Die erste Tour ging über Berdoo, L. A., Frisco, Oakland, Reno, Sacramento und Vegas. Dabei besuchten wir auch all die Legenden aus den Hells-Angels-Filmen, die uns als Halbstarke schon inspiriert hatten. Wir waren bei Sonny, Johnny Angel, Cisco, Papa, Big Al und vielen anderen Brüdern. Im Laufe der letzten zwanzig Jahre haben wir leider viele von diesen Vorbildern verloren. Auch viele unserer damaligen Brüder in Saarbrücken verließen uns aus den verschiedensten Gründen. Wir hatten das Charter mit sechzehn Leuten gegründet. Von damals sind nur noch Pit und ich in Saar­brücken. Schwabe ist im Charter Carinthia und Rouge in Boppard. Trotz allem ist es immer noch spannend und geil in diesem Club und im Oldschool-Charter Saarbrücken zu sein. Heute sind wir siebzehn Mann und haben uns ein geiles Clubhaus aufgebaut. Über einen Besuch von euch freuen wir uns.“

Ende November feierten die Hells Angels Saarbrücken ihr Zwanzigjähriges
Ende November feierten die Hells Angels Saarbrücken ihr Zwanzigjähriges

Und genau in diesem Clubhaus fand am 30. November die große Jubiläumsparty zum 20. Jahrestag der Hells Angels Saarbrücken statt. Der Club hat Höhen und Tiefen erfahren und sein Ding durchgezogen. Was war das für eine tolle Zeit. Die Member sind Kerle, die ihre Bruderschaft und das Motorradfahren leben. Noch immer schrauben sie an ihren alten Milwaukee-Eisenhaufen und trinken mit Öl verschmierten Händen ihr Bier dazu. Die Party zeigte, dass die Hells Angels Saarbrücken eine feste Größe der Rockerszene im Saarland sind. Der Besucheransturm, der das Clubhaus an seine Grenzen brachte, war Beweis genug.

 

Hells Angels MC Saarbrücken
Fenner Straße 116
66127 Saarbrücken

Party-Termine:
30.04.: „Hell on Earth“-Party
25.07.: Oldschool-Party mit Saarland-Presidenten-Sommermeeting
31.10.: Halloween
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