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Der American Snakes MC Hof ist seit 40 Jahren fester Bestandteil der deutschen Clubszene – ein ehrlicher Rückblick von President und Gründungsmitglied Buby …
Seit 30 Jahren fährt Buby Shovel… Die regendichte Penntüte der Bundes­wehr ist 1977 Standardausrüstung, wenn überhaupt. Ziel: irgendwohin im 100-Kilometer-Umkreis, was mit den 50ern eben machbar ist. Auftrag: Rebellion. Treffpunkt: Stammkneipe, Freitagnachmittag – noch ein paar Getränke und ab geht’s. Gelebte Freiheit halt. So kommt auch der erste Clubkontakt zustande, als die Schnapsglas-Piloten mitten in der Nacht in der Bamberger Gegend ein halbwegs trockenes Plätzchen suchen. Member des Bats MC lotsen die Truppe zu einem Pavillon am Main. Daraus entsteht eine intensive, über viele Jahre gepflegte Freundschaft zwischen beiden Clubs.

Szene aus den Achtzigerjahren: Egal wo, Samstag ist Badetag!In Hof existiert damals schon der MC Red Sun Rider, die Member sind im Schnitt zwei bis drei Jahre älter als die Mopedtruppe und haben bereits richtige Motorräder. Erzählungen von ihren wilden Wochenenden überall in Deutschland sind einer der Auslöser zur Gründung des American Snakes MC. Im Lauf der Jahre sind die beiden Clubs gelegentlich gemeinsam unterwegs und pflegen meist ein gutes Verhältnis. Doch die Red Sun Rider können den Elan der Gründerjahre nicht aufrechterhalten und verschwinden in den Neunzigerjahren von der Bildfläche.
Zu dieser Zeit sind einteilige Colours üblich. Damit ist die Form vorgegeben – nun geht es um den Inhalt. Magisch angezogen vom Mythos Amerika muss das Colour unbedingt einen Bezug zum „Land of the Free“ haben. Die Schlange erklärt sich durch den damaligen Trend, denn seinerzeit ziert die Rücken der MCs viel Animalisches – und Schlangen sind noch nicht vertreten.
Ab 1979 sind alle Snakes auf Motorrädern unterwegs – und mit Kubik wird nicht gegeizt: Nicht ungewöhnlich, dass das erste Bike eine 750er, 900er oder 1000er ist. Damals liegt Hof am Arsch der Welt, unmittelbar an der Grenze zur ehemaligen DDR und der ČSSR, im nordöstlichsten Eck von Bayern. Deshalb müssen die Hofer immer mehr Kilometer abspulen als andere. 1000 Kilometer am Wochenende sind keine Seltenheit, dokumentiert auf vielen Pokalen, die ihren Ehrenplatz im Clubhaus haben.

In den Neunzigerjahren sind die Snakes auf schön gechoppten Harleys unterwegsDie Szene ist jung und jedes Wochenende wartet ein neues Abenteuer, garniert mit reichlich Alkohol und viel Leichtsinn. Kloppereien sind an der Tagesordnung und es geht oft recht heftig zur Sache. Das Ansehen der Clubs definiert sich meist durch deren Schlagkraft. Spätestens ab Mitternacht, niemand auf der Rally hat offensichtlich noch unter zwei Promille, beginnt nicht selten die heiße Phase. In den Reihen der Snakes gibt es einige Ringer und Boxer und auch der Rest ist nicht in der Sonntagsschule aufgewachsen. Die Jungs wissen sich zu behaupten und werden Teil der Szene. Die vielzitierte Fairness vergangener Tage? Die Zeit legt – wie oft im Leben – einen Weichzeichner drüber. Von der „guten alten Zeit“ zu schwärmen ist Unsinn. Von einer wilden und gefährlichen Zeit zu sprechen trifft eher zu. Die Clubs und deren Member sind jung, aggressiv und manchmal auch hirnlos und profilierungssüchtig. So war’s halt! Andererseits entwickeln sich daraus manchmal auch Freundschaften, die zum Teil bis heute halten.
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