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Das erste westdeutsche Chapter des Born to be Wild MC feierte sein 35-jähriges Bestehen
Der Born to be Wild MC läutete die Jubiläumsfeier zum 35-jährigen Bestehen des Chapters Stade mit einer europaweiten Sternfahrt ein. Unter grollendem Motorendonner rollten rund 200 Member auf die Eventlocation. Das Metropol in Stade, eine ehemalige Disco mit mehreren Tresen, Bühne, Tanzfläche und genügend Parkraum, bot den idealen Rahmen für eine Bikerparty in dieser Größenordnung. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto aller Member startete die Party mit Bibi Lightnings rauem Gesang, bevor Nightliner und schließlich Jimmy Cornett die Bude zum Beben brachten.

First Member Lommel war mit seinen Brüdern aus Berlin angereist. Member und Gäste nutzten die Gelegenheit, um mit ihm ins Gespräch zu kommen oder sein Buch zu kaufen. Fürs Catering sorgten Getränke- und Fressbuden. Neben diesen ganzen Möglichkeiten machte es auch einfach Spaß, vom breiten Balkon des Metropol aus den Blick über das Meer von Motorrädern auf dem Parkplatz schweifen zu lassen.

Und am Rande des Geschehens sprach BIKERS NEWS mit dem Born to be Wild MC über die Vergangenheit und Zukunft des Clubs.

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 08/2018



Born to be Wild MC Stade
Rudolf-Diesel-Str. 18a
21684 Stade
www.borntobewildstade.com
 


„Aus der Gemeinschaft erwachsen Verpflichtungen“


BN: Welchen Stellenwert hat das Motorradfahren beim Born to be Wild MC?
BtbW: Das Motorradfahren steht bei uns im Mittelpunkt. Wir fahren gemeinsame Touren über 500, 700 und 1000 Kilometer bis zu unseren Clubbrüdern nach Italien.

Unten auf dem Parkplatz sind vereinzelt noch klassische Langgabelchopper mit Shovelheadmotor zu sehen – eine aussterbende Art?
Ursprünglich sind wir viel auf Shovels unterwegs gewesen, logisch, es gab früher ja auch kaum etwas anderes. Teilweise sind wir mit denen nicht einmal bis nach Soltau gekommen. Ein Run nach Rostock hat vierzehn Stunden gedauert, weil wir nur liegengeblieben sind. Hatten wir eine notdürftig repariert, fiel die nächste aus. Und bei einer Tour nach Berlin haben wir einmal erlebt, dass wir an der Party nicht teilnehmen konnten, weil wir die ganze Nacht damit beschäftigt waren, von unseren ölenden Öfen die Zylinderköpfe abzuschrauben, um die Dichtungen zu tauschen. (Alle grinsen) Ob wir das damals witzig fanden, weiß ich jetzt auch nicht mehr. Insgesamt sind wir jedenfalls von gechoppten Langgablern auf besser fahrbare und tourentauglichere Bikes umgestiegen.

Die Borns fahren auch noch Langgabler
Langgabelige Shovels werden kaum mehr gefahren

Taugen die Shovels also aus heutiger Sicht eher als innerstädtische Nahverkehrsmittel?
Das hast du jetzt gesagt – aber wir haben natürlich nach und nach auf neuere Maschinen umgesattelt.

Hat sich da eine Vorliebe herauskristallisiert? Evo oder Twin Cam, und wenn Twin Cam, dann Einspritzer oder Vergaser?
Ach, das hat alles seinen Reiz, wir haben auch noch auf 1600 Kubik aufgeblasene EVOs mit S&S-Vergasern.

Schrauben die Member bei euch noch selbst an ihren Maschinen?
Jeder hat sein Motorrad nach seinen eigenen Vorstellungen umgestaltet. Und wenn es dann mal nicht weitergeht, dann schrauben wir auch zusammen. Gemeinsam einander zu unterstützen, zusammen Spaß haben, dadurch entsteht Zusammenhalt. Eigentlich ganz einfach.

Und uneigentlich?
Aus der Gemeinschaft erwachsen Verpflichtungen, man muss sich aufeinander verlassen können. Unsere deutsche Gesellschaft ist aber gerade in den letzten Jahren sehr egoistisch geworden, da kannst du Gemeinschaftssinn bei vielen nicht mehr als selbstverständlich voraussetzen. Sieh zum Beispiel die VW-Busse, die wir zum Einsammeln der Liegengebliebenen einsetzen, die müssen gleich auch noch mal raus, um Maschinen und Fahrer einzusammeln, die es nicht bis hierher geschafft haben. Die die mit den Bussen rausfahren, haben das vielleicht nicht ernsthaft erwartet bei der verlässlicheren Technik heute und sich schon auf die Party gefreut. Aber jetzt schwirren sie halt erst mal eine Weile ab. Da beginnt gelebte Bruderschaft. Damit so leicht keiner auf der Strecke bleibt.

Gibt es irgendein Rezept, wie ihr euren Club so dauerhaft zusammengehalten habt?
Wir sagen uns offen alles. Das funktioniert. Damit schaffst du Vertrauen der Member zueinander. Das ist dann wieder eine wichtige Grundlage für Zuverlässigkeit.
Auf dieser Basis haben wir auch unsere Party komplett aus dem Boden gestampft, ohne externe Eventfirma oder so etwas, das wäre uns zu unpersönlich. Und beim Motorcycle Jamboree in Jüterbog Mitte Juli stellen die Clubmember das auch allein ohne externe Security auf die Beine.

Stichwort Security – gibt es denn immer mal wieder richtig Stress?
Nö, das ist ja das Schöne. Auf unseren 250 Veranstaltungen in den letzten 35 Jahren gab es erheblich weniger Theater am Rande als bei einem normalen Schützenfest. Das ist natürlich attraktiv, zu uns kommen nicht nur gern alleinstehende Frauen in der berechtigten Erwartung, sich hier in geschützter Atmosphäre anständig amüsieren zu können, sondern auch Gäste aus ganz Europa. Finnen, Schweden, Holländer und Engländer. Und auch mit allen anderen Clubs in unserer Umgebung pflegen wir einen respektvollen Umgang.

Abschließend noch die Frage: Wie kam es überhaupt dazu, dass 1983 in Stade das erste westdeutsche Chapter des Berliner Born to be Wild MC entstanden ist?
Kennengelernt haben wir die Berliner Ende der Siebziger, als wir noch Mitglieder der „Satansadler“ waren. Wir haben damals schon öfter Partys zusammen gefeiert. Nachdem wir dann mit vier Mann bei den „Satansadlern“ ausgetreten sind, haben wir vier erst mal in Buxtehude eine Kneipe eröffnet, das „Bikers Inn“.
Aber nur als freie Biker zu leben, war uns bald nicht mehr genug. Da wir noch enge Kontakte nach Berlin hatten, beschlossen wir dann 1982, uns den „Borns“ anzuschließen. Nach einjähriger Probezeit wurden wir im Jahr 1983 das erste Borns-Chapter außerhalb Berlins, was wir bis heute nicht bereut haben!
Da wir damals unsere Kneipe als Clubhaus genutzt haben, wurden wir als Buxtehuder Chapter geführt. Die wurde uns aber bald zu klein, sodass wir in ein größeres Clubhaus auf einem ehemaligen Firmengelände umsiedelten. Bis 1991 blieben wir in Buxtehude, dann wurde uns ein Gelände im Stader Gewerbegebiet zum Kauf angeboten, auf dem bis heute unser Clubhaus steht.
Seitdem werden wir als Born to be Wild MC Stade geführt. Von den damaligen vier Gründungsmitgliedern sind zwei heute noch dabei: Hacky und Uwe.
Bis vor wenigen Jahren haben wir auf dem Gelände unser jährliches „Rock Open Air“ veranstaltet, aber durch immer höhere Auflagen der Stadt haben wir nach zehn Jahren die Veranstaltung aufgegeben. Seitdem finden bei uns jedes Jahr drei bis vier kleinere Veranstaltungen statt, die auch gut besucht werden. Die Termine findet ihr auf unserer Homepage und auf Facebook.    «
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