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Lutz Schelhorn ist Gründungsmitglied und langjähriger President des Hells Angels MC Stuttgart. Er hat einen Fotoband über seine Brüder erstellt. Darüber haben wir geredet BN: Lutz, Ende November kam dein Fotoband „Die letzen Krieger…
Lutz Schelhorn ist Gründungsmitglied und langjähriger President des Hells Angels MC Stuttgart. Er hat einen Fotoband über seine Brüder erstellt. Darüber haben wir geredet

 
Lutz Schelhorn: Die letzten Krieger - Deutsche Hells Angels im Fokus, 192 Seiten, 288 Fotografien,
Großformat, Texte deutsch und englisch. ISBN 978-3-9812466-4-3, 49,80 Euro
Herausgeber und Verlag:
facko81.company, Postfach 113249,
20432 Hamburg, Fax 0941-599281666,
www.facko81.com
bei den deutschen HA Chartern oder im Buchhandel erhältlich.
ISBN 978-3-9812466-4-3

BN: Lutz, Ende November kam dein Fotoband „Die letzen Krieger – Deutsche Hells Angels im Fokus“ auf den Markt. Ist so ein martialischer Titel klug in der gegenwärtigen Zeit?

Lutz: Der Titel ist einer großen Reportage über die Hells Angels, erschienen im „Stern“ 2008, entliehen. Mit diesen wenigen Worten hat der Autor des Artikels schon damals ausgedrückt, dass wir mit die letzten einer Spezies sind, die sich nicht alles gefallen lassen. Wir haben unsere eigenen Wertvorstellungen und nehmen nicht alles kampflos hin. Das soll der Titel auch in meinem Werk ausdrücken.

BN: Was ist in dem Bildband zu sehen?

Lutz: Es gibt 288 Fotografien in schwarz-weiß zu sehen, die den Club aus einer anderen als sonst üblichen Perspektive zeigen. Alle Bilder stammen von mir, und sie sollen für sich sprechen. Jeder Betrachter wird in jedem Bild etwas anderes sehen. Es gibt nur wenig Text, dafür von Personen, die etwas zu sagen haben. Einflussreiche Angels aus dem In- und Ausland, ein Journalist vom Focus, und was mich als Fotograf sehr freut, sind die Worte von Christian von Alvensleben, einem weltweit geschätzten Fotografen. Die Texte sind jeweils in Deutsch und Englisch abgedruckt. Gewidmet habe ich das Werk meinem leiblichen Bruder Frank, der 2008 verstorben ist. Er war elf Jahre Mitglied beim Hells Angels MC Stuttgart und Gründungsmitglied der Nomads Berlin.

Der Hells Angels MC in Stuttgart:
Other Place Stuttgart, Hauptstätter Straße 37, www.theotherplacestuttgart.de

BN:
Stell bitte einige deiner Lieblingsmotive kurz vor.


Lutz:
Ein Hells Angel, der Motorrad-Händler ist, hat sich „Cash only“ in die Handfläche tätowieren lassen. Ein Mädchen, auch ein Engel, das ganz verliebt seinen Angel anschaut, ein Schnappschuss also. Stilleben hinter Clubhäusern. Ein älterer Angel mit seinen fünf Enkeln, Vater und Sohn. Oder die Berliner Brüder vor dem Roten Rathaus. Stolz bin ich natürlich auf die fast 100 ganzseitigen Portraits von Membern in allen Facetten. Daran schließen sich Bilder aus unserem Clubleben an: Partys, Weihnachtsfeiern und leider auch Beerdigungen.

Eines der liebsten Bilder von Lutz:
Ein älterer Hells Angel mit seinen fünf Enkeln

„Wir werden in der Öffentlichkeit auf das Patch reduziert.“


BN: Wie kamst du auf die Idee, den Fotoband zu machen?

Lutz: Der Einfall kam mir kurz nach Franks Tod.

BN: Ging es also darum, Lebendiges für die Zeit danach festzuhalten, Erinnerungen, schöne Momente?

Lutz: Nein, darum ging es mir nicht, obwohl ich das Buch meinem Bruder gewidmet habe, um ihn damit zu ehren. Gemacht habe ich den Bildband, weil Hells Angels seit Jahren in den Medien nur von hinten gezeigt werden. Fast immer ist der geflügelte Totenkopf, unser Death Head, das Motiv. Die Menschen, die ihn tragen, scheinen keine Rolle zu spielen. Wir werden in der Öffentlichkeit auf das Patch reduziert. Ich habe nun versucht, mit dem Buch dem Club ein Gesicht zu geben. Das geschieht beispielsweise durch die annähernd 100 Portraits im Großformat.

Vergangenheitsbewältigung in der Berliner Stasi-Zentrale.
Ein heutiger Hells Angel war dort vor dem Mauerfall inhaftiert

BN:
Hattest du es als einer von ihnen leichter, Angels zu finden, die sich fotografieren lassen?


Lutz:
Hells Angels lassen sich nicht gerne fotografieren, eben weil mit Bildern von ihnen häufig Schmu getrieben wurde. Ja, ich hatte es leicht, Brüder zu finden, die sich von mir ablichten ließen, auch weil sie die Idee mit dem Buch gut finden. Es sind Leute aus vielen Chartern vertreten. Die meisten Bilder habe ich in meinem Atelier in Stuttgart gemacht und die Männer sind zu mir gekommen. In anderen Fällen bin ich zu den Chartern gefahren und habe dort fotografiert. Das Werk ist schon allein deshalb einzigartig, weil es zumindest in Deutschland keinen anderen Fotografen gibt, für den Hells Angels Model stehen.

BN:
Wen sprichst du mit dem Buch an?

Lutz:
Menschen, die sich für den Club und Fotografie interessieren und all die vielen anderen, die Interesse und Spaß an nicht alltäglichen Bildern haben. Ich spiele mit Licht und Schatten, mit Schärfe und Unschärfe, mit schwarz und weiß. Es gibt nämlich 254 Graustufen und damit viel mehr Möglichkeiten zwischen den Extremen als schwarz und weiß … das ist auch so eine Botschaft, auf die es mir ankommt. Für mich persönlich soll das Buch ein Meisterstück als Fotograf sein.


Lutz Schelhorn, Hells Angel und Fotograf mit Hintersinn

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