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2000 Mitglieder des Hells Angels MC feierten drei Tage lang ihren World Run im österreichischen Unterpremstätten bei Graz Das gibt es zur Zeit wohl nur in Österreich: Karl Lassnig, Leiter der Organisations- und Einsatzabteilung der Polizei in Graz, …
2000 Mitglieder des Hells Angels MC feierten drei Tage lang ihren World Run im österreichischen Unterpremstätten bei Graz


Das gibt es zur Zeit wohl nur in Österreich: Karl Lassnig, Leiter der Organisations- und Einsatzabteilung der Polizei in Graz, zeigte schon im Vorfeld des Runs Nähe zur Wirklichkeit und erteilte den teils reißerischen Medienberichten eine feinsinnige Absage. Auf die Frage eines Journalisten, ob die Polizei auch auf mögliche Störungen rivalisierender Motorradclubs vorbereitet sei, konnte sich der ranghohe Gendarm ein ironisches Lächeln nicht verkneifen: „Es ist schwer vorstellbar, dass sich eine rivalisierende Organisation gerade eine Veranstaltung aussuchen wird, bei der 2000 Hells Angels anwesend sind.“ Die sachliche Einschätzung zeugte von der Koordination zwischen den veranstaltenden Chartern aus der Alpenrepublik und den Sicherheitskräften.
Noch einmal Karl Lassnig: „In Österreich sind die Hells Angels im Bereich Schwerkriminalität noch nicht in Erscheinung getreten. Zumindest für diese Veranstaltung sollen wir uns durch die kriminellen Aktivitäten einzelner Landesorganisationen nicht beeindrucken lassen.“ Und Josef Klamminger, Sicherheitsdirektor der Polizei Graz, betonte: „Selbstverständlich stehen sie (die Hells Angels) unter polizeilicher Kontrolle. Wir haben uns sehr intensiv vorbereitet. Wir gehen davon aus, dass die Veranstaltung ruhig abläuft. Einzelereignisse können wir jedoch nicht ausschließen.“


Eine umgefahrene Harley

Genau diese befürchteten Einzelereignisse fanden schon am Donnerstagabend in der Innenstadt von Graz statt. In einem Bordell wurde teilweise die Einrichtung zerlegt. Barhocker flogen, Scheiben splitterten. Der Schaden soll sich auf 5000 Euro belaufen.
Vorher hatte ein Porschefahrer eine parkende Harley übersehen und sie umgefahren. Wie sich später herausstellte, war er mit dem Porsche unberechtigt unterwegs. Danach wagte er es nicht, auszusteigen, was dazu führte, dass die Situation eskalierte. Der Schlichtungsversuch eines herbeigeeilten Gastwirtes endete mit einer gebrochenen Nase.
Beide Vorkommnisse führten dazu, dass am Freitag doch für einige Stunden Personenkontrollen vor dem Festgelände am Schwarzl See stattfanden. Etwa 150 Beamte sowie Mitglieder der Spezialeinheit „Cobra“ mit schwarzen Masken und Maschinenpistolen im Anschlag hatten einen martialischen Auftritt. Ein 26-jähriger Lübecker wurde festgenommen, gegen den ein internationaler Haftbefehl vorlag. Dem Mann wird Millionenbetrug in der Schweiz vorgeworfen. Er sitzt derzeit in U-Haft und wartet auf seine Auslieferung in die Schweiz. Ansonsten förderten die Kontrollen nichts ans Tageslicht, was für einen Aufreger gut gewesen wäre. Am Samstag war die Zufahrt zum Run-Gelände wieder unbehindert.
Wie zu hören war, hatten amerikanische und deutsche Sicherheitskräfte massiven Einfluss auf die österreichische Polizei genommen. „Diese hatten am Ende die Passkontrollen durchgesetzt, die es eigentlich laut Absprache mit der heimischen Polizei nicht geben sollte“, erklärte Hömal81, President des Wiener Charters.


Stunteinlage. Die Stuttgarter Brüder auf dem wilden Seilritt über den See

Unterstützung von vielen Helfern

Von den geschilderten Ereignissen abgesehen, blieb alles ruhig und friedlich – die Party stand sowieso im Vordergrund. Am Freitag reisten die meisten Teilnehmer über die Autobahnen an, überall waren die Packs zu hören und zu sehen. Am Schwarzl See, einem ehemaligen Kiestagebau, bot ein riesiges Gelände alles, was für ein Treffen dieses Ausmaßes benötigt wird. Großer Parkplatz, Wiesen für Zelte und Wohnmobile, ausreichend Platz für Verpflegungs- und Supportstände sowie eine große Halle, in der etliche Bands spielten und auch eine riesige Cateringstrecke eingerichtet war. Welchen Aufwand das in der Vorbereitung bedeutet, zeigt sich an der Tatsache, dass auch während der Veranstaltung laufend Trucks mit Getränken oder Zubehör auf das Gelände rollten. Allein um das weitläufige Areal abzusichern, wurden 2500 Meter Zäune samt Sichtschutzfolien aufgebaut.
„Dank der vielen Helfer haben wir das alles gestemmt“, sagt Hömal81. Große Unterstützung leistete beispielsweise der Iron Bloods MC Wien, der die komplette Versorgung mit Licht, Ton und Strom absicherte. Hinzu kam, dass viele befreundete Künstler und Unternehmen Unterstützung lieferten. „So wurde es beispielsweise möglich, dass der „Circus of Rock“ samt Joe Kamikaze von den „Modern Primitives“ mit seiner Show zu uns kam“, erläutert Hömal81. Eine Drummer-, Artistik-, und Freakshow der Superlative, die seit über 15 Jahren erfolgreich im Zuge der „Wild Style Tattoomesse“ durch ganz Europa tingelt.
Das Programm konnte sich sehen lassen. Es war weit gefasst und bot für jeden Geschmack etwas: Stunt-Show, „J. L. Lewis“-Revivalband, eine Hells Angels-Band, die sich ausschließlich aus Membern der ungarischen Charter zusammensetzt, die Partyband „Hungary“ und „Stiletto“, eine Rockshowband mit Kultstatus in Österreich.


Landestypische Spezialitäten

Gut beachtet war auch die Nunchaku-Show. Die einstige Bauernwaffe, die auch als Dreschflegel genutzt wurde, ist in Europa durch die legendären Bruce Lee-Filme bekannt geworden. Der geschickte Umgang mit dem Nunchaku nötigt Staunen ab. Bemerkenswert ist allein die Rechtslage um diese Waffe. Während sie in Deutschland ausnahmslos verboten ist, haben die Österreicher sich 1981 revidiert und die Einstufung des Nunchakus als Totschläger aufgehoben. Seither wird sie zwar weiterhin als Waffe gemäß des österreichischen Waffengesetzes angesehen, ist aber nicht mehr verboten. In der Schweiz sind Erwerb, Mitführen, Tragen und Einfuhr von Nunchakus verboten. Jedoch können die Kantone Ausnahmebewilligungen vom Verbot des Erwerbs erteilen. Soft-Nunchakus sind erlaubt.…

World Run History
  • 1979    Erster World Run der Hells Angels
Die World Runs der letzten zehn Jahre:
  • 2002    Alicante, Spanien
  • 2003    Laconia, New Hampshire, USA
  • 2004    Rio de Janeiro, Brasilien
  • 2005    Prag, Tschechien
  • 2006    Cody, Wyoming, USA
  • 2007    Portugal
  • 2008    Kapstadt, Südafrika
  • 2009    Rio de Janeiro, Brasilien
  • 2010    Prag, Tschechien
  • 2011    Laconia, New Hampshire, USA
  • 2012    Graz, Österreich

… weiter geht’s in der BIKERS NEWS 07/12
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