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Seit drei Jahren funktioniert in Berlin-Brandenburg ein Runder Tisch der Rocker. Aber er könnte noch besser funktionieren
Runde Tische sind eine Institution der MCs. Die Clubs haben sie in den verschiedensten Regionen eingerichtet, um sich dort regelmäßig zusammenzufinden. Ob diese Runden Tische wirklich „rund“ sind, ist eine heiß diskutierte Frage. Oft sind sie auch nur eine Einrichtung des in der Gegend dominierenden Clubs, um den Überblick über die Entwicklungen vor Ort zu behalten. Vor genau drei Jahren erfolgte die Neugründung des Runden Tisches Berlin-Brandenburg. Die Teilnehmer treffen sich einmal im Monat im Clubhaus der Hacienda Motorcycle Crew in Dallgow-Döbberitz vor den Toren Berlins. Anlaufschwierigkeiten sind überwunden und Themen sind reichlich vorhanden. Tedy ist bekannt als Kassenwart der Biker Union, er ist aber auch der Moderator des Runden Tisches. Frank ist Sergeant at Arms des Skymessenger MC, und er ist der Pressesprecher des Runden Tisches. Beiden haben wir zum dreijährigen Jubiläum des Runden Tisches ein paar Fragen gestellt.

BN: Tedy, seit wann gibt es euch in dieser Zusammensetzung des Runden Tisches Berlin-Brandenburg?
Tedy: Uns gibt es jetzt seit drei Jahren. Das ist jetzt das 36. Treffen, und wir treffen uns jeden Monat. Wenn gemeinsame Aktionen anstehen, dann treffen wir uns jedoch nicht hier am Runden Tisch, sondern natürlich am Ort der Aktionen.

Runde Tische in Berlin und Brandenburg haben ja eine längere Tradition. Deren Scheitern jedoch auch. Wie konnte sich dieser Runde Tisch bilden?
Tedy: Das ist relativ einfach. Da waren Leute aus den Clubs an mich herangetreten und meinten, ich sei in der Szene als neutral akzeptiert. Die hatten vorgeschlagen, dass ich das erste Treffen einberufe, damit auch alle kommen. Das wirkte natürlich neutraler, als wenn einer der großen Clubs die Einladung ausspricht.
Wahrscheinlich, das kann ich nur vermuten, erfolgte das in der Hoffnung, dass die Einrichtung dann auch wirklich rund wird.


Am Runden Tisch wird nicht nur geredet, hier wird auch gefahren. Die letzte Tour führte über den Berliner Ring rund um die Hauptstadt. Jeder Club schloss sich an seiner Autobahn-Auffahrt an, um den Korso nach einer Umrundung wieder zu verlassen


Von welchen Clubs ging die Initiative aus?
Tedy: Von dreien, die mich unabhängig voneinander angesprochen hatten.

Wir nehmen mal hin, dass du die Namen dieser Clubs nicht nennst.
Auf eurem letzten Treffen waren über 60 Vertreter von Clubs oder Fahrgemeinschaften anwesend. Wodurch ist der Tisch so groß geworden?

Tedy: Ich hatte mir alle möglichen Adressen besorgt, die ich besorgen konnte. Ich lade im Moment 138 Vereinigungen per E-Mail ein. Das sind ja nicht nur Clubs, sondern auch MFs. Auf der ersten Sitzung hatten wir per Abstimmung ein paar Regeln festgelegt: Dass ich die Sitzungen als Moderator leiten soll. Dass keine Handys im Raum zugelassen sind. Und später kam noch dazu, dass während der Sitzung nicht geraucht wird.
Wenn jemand neu kommt, dann stellt er sich vor, wobei das eben nur eine Vorstellung ist, damit man weiß, mit wem man spricht. Das ist keine Vorstellung für eine Genehmigung. Das wird auch immer sehr deutlich gemacht. Wir haben von Anfang an ausgeschlossen, dass das hier ein Entscheidungsgremium für Berlin und Brandenburg ist.

Wen habt ihr alles auf der Liste? Gibt es irgendwelche Ausschlusskriterien?
Tedy: Nee, die gibt es nicht. Die Liste ist flächendeckend. Es hatten sich schon ein paar bei mir gemeldet, die wollten keine Einladung haben. Die haben wir aus der Liste rausgenommen.
Die haben für sich entschieden, nicht zu kommen.
Frank: Es gab bislang nur zwei Clubs, die ganz offiziell mit einer höflichen Verabschiedung hier raus sind, weil sie für sich keine Perspektive am Runden Tisch gesehen haben. Die waren allerdings auch als Supportclubs von größeren Clubs am Tisch.
Ansonsten ist das hier eine komplett freiwillige Geschichte. Wir haben jetzt ein Grundkriterium eingerichtet: Wer mehr als zweimal nicht erscheint, kriegt kein Protokoll mehr und wird von der internen Liste gestrichen, weil wir dann davon ausgehen, dass er keine Lust mehr hat.

Wie macht ihr das mit Clubs, die mehrere Chapter haben?
Tedy: Es kriegt jeder eine Einladung, der in Berlin-Brandenburg ansässig ist und dessen E-Mail bekannt ist.

Welchen Zweck soll der Runde Tisch erfüllen?
Tedy: Wir wollen nach außen ganz deutlich zeigen, dass wir zusammenstehen.
Frank: Es war ein langer Weg dahin, bis hier mal einer freiwillig den Mund aufgemacht hat. Keiner hatte sich getraut, mal seine eigene Meinung kundzutun. Den Leuten zu beweisen, dass das hier eine offene Meinungsgeschichte ist, war schwer. Das hat sich positiv entwickelt. Mittlerweile reden auch Leute, die sonst nicht den Mund aufgemacht haben und das eher als Bockwurst-Bier-Treffen genutzt haben.
Tedy: Wobei auch ganz klar sein muss, dass der Runde Tisch ein neutraler Ort ist. Es gibt hier auch keine Ein-Club-Priorität.
Vor allen Leuten hatte ich von Anfang an klargestellt: Wenn der Tisch nicht rund ist, sondern den Eindruck erweckt, dass diktiert würde, dann wäre das auch das letzte Mal, dass ich ihn leite.
Das hier soll der Ort sein, wo alle ihre Meinung sagen können, solange sie die Allgemeinheit betrifft. Es gibt auch Sachen, die einzelne Clubs untereinander haben. Das ist dann hier der falsche Ort.

Am Runden Tisch: Tedy und Kotte von der Motorcycle Crew Havelland
Am Runden Tisch: Tedy und Kotte von der Motorcycle Crew Havelland


Der Hells Angels MC sitzt als großer Onepercenter-Club mit am Tisch. Führt das zu Spannungen?
Tedy: Das hatte am Anfang unter den Teilnehmern noch eine Menge Respekt erzeugt. Das hat sich aber gelockert, weil auch die sagen, was sie denken, aber eben als einer von vielen.
Frank: Bei denen besteht natürlich immer das Problem, dass sie für ihren eigenen Charter reden und nicht für den gesamten Club. Sie hatten am Anfang gesagt, sie würden diesen Runden Tisch gar nicht anführen wollen, wie das vielleicht woanders ist, wo die großen Clubs den Runden Tisch leiten. Das hatten die Hells Angels ganz klar zum Ausdruck gebracht, das war ganz klar rübergekommen.

Wie viele Berliner Clubs sind Teil des Runden Tisches?
Tedy: Wenn ich mal auf die Clubliste der Anwesenden sehe, dann kommen ungefähr drei Viertel aus Brandenburg.

Dann sind die Berliner zum großen Teil MFs?
Tedy: Da ist alles bei. Was ist denn ein MC: Wenn er es hinten draufschreibt? Wenn er Teilcolour trägt? Oder Vollcolour?

Da fragen wir deutlicher: Sind Bandidos MC, Born to be Wild MC, Gremium MC oder Rolling Wheels MC vertreten?
Tedy: Wir haben alle eingeladen. Sie sind alle selbst alt und groß genug, um zu entscheiden, ob sie teilnehmen wollen.
Frank: Also die Rolling Wheels waren einstmals durch die Bloody Devils vertreten. Die sind aber auch schon sehr lange nicht mehr gekommen. Die Borns waren mal durch Wild Force vertreten, die waren mit ’ner vernünftigen Verabschiedung wieder gegangen.
Tedy: Ich sehe das nicht so. Es waren die Bloody Devils vertreten, und nicht die Rolling Wheels. Für mich sind das auch Clubs, und wen die supporten, ist mir völlig egal. Nach meinem Denken müsste eigentlich jeder da sein. Auch wenn ein Club fünf Supporter hat, dann müssten hier sechs Clubs sitzen.
Der Runde Tisch soll zwar rund sein und offen für alle, aber in der Realität stellt er sich eckig dar, weil viele nicht kommen. Aber das ist ihre Entscheidung, auf die haben wir keinen Einfluss.
Frank: Der einzige große Club aus der Onepercenter-Liga bedauert, dass die anderen nicht dabei sind. Und da spielt in dem Fall auch die Farbe keine Rolle. Als die Banditen einmal hier anwesend waren, war das ein vernünftiges Miteinander, anders kann man das nicht sagen.
Tedy: Also mein Interesse, das Ganze hier zu machen, ist klar: Die Leute, die schikaniert werden, müssen irgendwann mal verstehen, dass man nur zusammen was dagegen machen kann. Das ist zwischen Clubs immer schwierig. Allein kommt doch keiner da durch, und die Diskriminierungen sind doch anders als früher. Es geht nicht mehr darum, dass du kein Hotelzimmer mehr kriegst. Es geht doch darum, dass du mit ’ner Weste, wo noch nicht mal was drauf ist, nicht mehr auf ’ne Kirmes kommst!

Seht ihr euch als Interessenverband?
Tedy: Das wäre ein bisschen zu hoch gegriffen, außerdem gibt es den schon mit der Biker Union. Aber wenn der Runde Tisch hier wirklich rund wäre – und zwar, weil wirklich alle Clubs dabei sind – dann stellt euch mal vor, was das für eine Macht wäre! Wenn man das koordiniert, wenn die Clubs, MCs, MFs, egal, alle gemeinsam auf die Straße gehen, dann würde die Politik auch begreifen, dass das alles Wähler sind.
Es geht auch nicht darum, der Welt zu sagen, dass wir die Lieben sind, und wir müssen auch nicht jeden zweiten Monat ’ne Blutspendeaktion machen. Wir sind und bleiben die Mopedfahrer und die Rocker sowieso. Und wenn wir ein bisschen martialisch auftreten, dann ist das Kultur.
Frank: Das mit der Interessengemeinschaft sehe ich genauso. Das sind wir nicht. Wir versuchen uns gegenseitig zu informieren und aufzuklären. Ich vergleiche das hier nicht mit einer Interessengemeinschaft und auch nicht mit einer Selbsthilfegruppe.
Aber wir kommen beruflich aus verschiedenen Spektren. Dazu kommen die Erfahrungen aus der Rockerkarriere. Dadurch können wir uns gegenseitig helfen. Manchmal kommt einer etwas ratlos daher, bringt ein Schreiben mit, das ihm Probleme bereitet. Und ein anderer steht auf und sagt: „Du, gib mir, ich hab da Ahnung von.“
Tedy: Wir haben mal in Berlin und Brandenburg alle Mitglieder des Bundestags angeschrieben. Und zwar nicht der Runde Tisch als der Runde Tisch, sondern Teilnehmer des Runden Tisches als Personen, als Wähler in ihrem Wahlkreis. Wir hatten gefragt, wie das sein kann, liebe Politiker, dass ihr ins Koalitionspapier reinschreibt: Rocker ist ein Thema in Deutschland. Wir hatten dann sogar mit dem einen oder anderen Gespräche geführt.

Am Runden Tisch Berlin-Brandenburg
Am Runden Tisch Berlin-Brandenburg


Füllt ihr den Runden Tisch nur mit politischen Themen? Was habt ihr hier die drei Jahre gemacht?
Tedy: Das erste Jahr haben wir damit verbracht, die üblichen Probleme zu bewältigen, dass wir hier eine Struktur reinkriegen.
Frank: Wir mussten erstmal sortieren. Uns selber erstmal. Wie haut das hin mit der ganzen Trefferei?
Wir haben auch Nichtraucher dabei. Die hatten sich erstmal unwohl gefühlt. Da hatten wir hier ein paar kleinere Anträge, wie man sich zu benehmen hat. Manchmal war das wie in einer Kneipe gewesen mit dem Gebrummel, und keiner hat was verstanden.
Tedy: Wir mussten erstmal klarstellen, dass hier jeder zu Wort kommt und dass es schöner ist, wenn er alleine spricht. Das haben wir dann mit den üblichen Methoden gemacht: Wenn alle gebrabbelt haben, mussten wir sie auffordern, lauter zu sprechen, weil es alle interessiert. Seitdem läuft die Sitzung schnell und effizient.
Wir besprechen hier natürlich auch andere Sachen. Wir haben zum Beispiel hier auch mal besprochen, dass wir hier keinen Partyterminkalender machen. Es gibt zwar einen Kalender, das ist aber nicht so wie der Kalender der Brandenburger, für den sich dann die Presis treffen und abkaspern, ob der und der Termin noch frei ist oder nicht.
Frank: Das Positive, was der Runde Tisch hervorgebracht hat, ist: Hier sind auch mal Leute aufeinander zugegangen, die vorher eine Scheu davor hatten. Es gibt ja auch kleinere MFs, die kennen Rot/Weiß, also die Hells Angels, nur aus der Zeitung oder aus der Presse. Die hatten dann mal vorsichtig guten Tag gesagt, und hatten dann gemerkt: Das ist ja so ein Typ wie du oder ich, der hat ja nur ’ne andere Jacke an. Das hat natürlich auch unser Gemeinschaftsgefühl gefördert.
Tedy: Es kam auch schon vor, dass nach dem Runden Tisch Gespräche zwischen zwei Clubs geführt wurden. Gespräche wohlgemerkt, wo es darum ging, Unstimmigkeiten zu regeln. Hier konnten die beiden dann auf einer gleichen Augenhöhe miteinander sprechen und haben eine Lösung gefunden.
Frank: Zu einigen Aktionen, wie den Ausfahrten: Da sind wir gerade ganz hart am Arbeiten, dass auch wirklich mal alle mitkommen, die sich melden. Der Zusammenhalt soll demonstriert werden. Wir wollen hier keine Werbung für uns machen und uns besser ins Licht stellen, als wir tatsächlich sind. Wir sind auch nicht dafür gedacht, um anderen Leuten die Weste wieder reinzuwaschen. Wir wollen einfach nur zeigen: Wir gehören zusammen, wir fahren zusammen Motorrad. Mit dem, was wir tragen, zeigen wir, dass wir uns zusammengehörig fühlen. Nicht mehr und nicht weniger.
Tedy: Das ist natürlich eine andere Basis, wenn man hier am Tisch hört, was in der Wirklichkeit passiert. Da hört man Sachen, die man sonst nur vom Hörensagen kennt. Sachen, die man auch mal bei euch in der BIKERS NEWS liest. Ein Teilnehmer hat mal davon berichtet, wie auf seinen Arbeitgeber eingewirkt wurde. Der wurde dann informiert, dass er einen Rocker beschäftigt. In dem Fall blieb der Arbeitgeber aber cool, und die Sache war folgenlos.

Was verbindet euch: Das Motorrad? Die Kutte?
Frank: Nee. Unser Bindeglied ist der Verstand. Der Verstand, das Verständnis dafür, dass wir zusammengehören. Das Verständnis hat sich innerhalb der letzten drei Jahre bravourös entwickelt. Und mittlerweile kommt auch noch das Herz dazu. Wenn das nicht mitspielt, dann würden die Leute gar nicht herkommen. Wenn ein Thema angesprochen wird, dann wird hier auch ernsthaft darüber gesprochen. Es werden nicht irgendwelche dummen Kommentare angefügt.
Tedy: Man spürt den Zusammenhalt auch an Kleinigkeiten. Früher haben wir eingeladen. Dann kam, wer wollte. Wenn heute einer keine Zeit hat, meldet er sich ab. Vor drei Jahren hätte ich das nicht zu träumen gewagt. Jetzt wird einfach erklärt: Ich bin immer noch interessiert, ich schaffe es nur grad mal nicht.
Frank: Früher saßen einige Clubs irgendwo hinten in der Ecke und haben sich gar nicht beteiligt. Dann haben sich etliche Clubfreundschaften entwickelt. Ich kann das an unserem Beispiel schildern. Wenn wir es mal nicht hierhin schaffen, dann fahren wir zum nächsten offenen Abend eines MCs, da kriegen wir die Informationen aus erster Hand, weil die wissen, dass wir sonst da sind. Ein festes Bindeglied braucht man da nicht, man kann es jedenfalls nicht definieren.

Früher war es üblich, dass Clubs auf einer Versammlung der örtlichen MCs vorstellig wurden, wenn sie sich zum Beispiel ein vollständiges Colour zulegen wollten. Werdet ihr auch da gefragt?
Tedy: Da gab es Leute, die sind  von Leuten hierhergeschickt worden, die gar nicht hier sitzen. Die sagten: Ich soll mich hier vorstellen. Denen sagen wir direkt, dass es schön ist, dass sie da sind und dass sie auch gerne öfter kommen können. Dann müssen sie ihr Handy rausbringen und hier drin nicht rauchen.
Aber das hier ist kein Entscheidungs­gremium, wer MC wird. Es ist kein gemeinsames Problem, ob sich ein MC gründet oder nicht. Das ist maximal ein Problem zwischen zwei oder drei Gruppen. Das sollen sie da klären, wo sie es immer geklärt haben. Nicht hier.
Die Szene bleibt die Szene. Die Szene wird sich immer selbst regeln, auch wenn sie sich bereits schon mindestens dreimal gewandelt hat. Es wird aber immer irgendwelche Szene­regeln geben, und diese Szeneregeln haben hier am Tisch gar nichts zu suchen. Hier ist der neutrale Ort, das ist die Absicht. Hier kann jeder kommen, hier kann jeder reden.
Frank: Das ist hier keine Anlaufstelle, um mit einem neuen Colour zu kommen, um zu sagen: Hallo, ich bin der MC Fridolin, mein Clubhaus ist da und da. Das hatten wir hier auch schon. Wir verstehen uns als Runde, wo der Tisch keine Ecken hat, wo es einen Moderator gibt. Regeln und kleinere Gesetzmäßigkeiten, die den Runden Tisch betreffen, setzen wir hier alle selbst fest. Wer den Arm nicht hebt, ist selbst schuld. Es entscheidet die demokratische Mehrheit. So einfach sieht die Sache aus.

Wie stimmt ihr ab? Hat jeder Anwesende eine Stimme, jeder Club?

Tedy: Wir hatten hier mal die Grundregel, dass jeder Club zwei Leute bringt. Mittlerweile sehen wir das nicht mehr so ernst, da sind auch schon mal drei oder vier dabei. Jeder Club hat eine Stimme. Es gibt eine Telefonliste und pro Club ein Protokoll. Es wird jedes Mal ein Protokoll angefertigt, damit die Leute noch einen Monat später wissen, was Sache war. Den Bürokratiescheiß musste ich hier erst einführen. Das macht aber Sinn. Jetzt können wir auch nachsehen, worüber wir vor drei Jahren gesprochen haben. Nur so kann es funktionieren.

Euch gibt es jetzt seit drei Jahren. Wo seht ihr euch in drei Jahren?
Tedy: Entweder besser oder nicht mehr.
Frank: Also wir haben das nicht auf Zeit begrenzt oder uns gefragt, wie lange wir das vervollständigen wollen. Bei den Themen, die wir hier ansprechen, gibt es kein Ende. Und auf politischer Ebene wird es immer Leute geben, die uns nicht mögen. Unser großes Ziel ist es immer gewesen, so viele Clubs wie möglich an einen Tisch zu bekommen und den Zusammenhalt so weit wie möglich zu stärken. Das kommt aus dem tiefsten Inneren eines jeden Einzelnen. Ob wir das in drei Jahren erreichen, das kann man jetzt noch nicht sagen. Man kann auch nicht sagen, ob wir das überhaupt jemals erreichen. Aber wir müssen es eben versuchen, und bis jetzt hat es ja schon mal ganz gut funktioniert.

Kontakt
Runder Tisch Berlin-Brandenburg
Tedy Bach: 0172 - 677 21 95
tedyb@t-online.de

Zuerst veröffentlicht in BIKERS NEWS 08/2015
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