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Am Wochenende des 13. April kam es in Bremen zu Unruhen in der Rocker-Szene. Wir sprachen darüber mit Dirk vom Mongols MC Germany BN: Am Montag, dem 15. April, erklärte die ostfriesische Polizei in einer Pressemitteilung, …
Am Wochenende des 13. April 2013 kam es in Bremen zu Unruhen in der Rocker-Szene.
Wir sprachen darüber mit Dirk vom Mongols MC Germany

BN: Am Montag, dem 15. April, erklärte die ostfriesische Polizei in einer Pressemitteilung, dass sie am 13. April in Greetsiel eine Veranstaltung des Rockerclubs „Mongols“ verhindert hätte. Was sollte da stattfinden?

Mongols: Wir wollten die Eröffnung unseres neuen Chapters „West Side“ feiern. Eine Biker-Hochzeit sollte dort auch gefeiert werden. Wir hatten die Motorräder schon gepackt, hatten uns warm angezogen, um loszufahren.

BN: Motorräder? Ihr wisst, was eure Feinde über euch sagen ...

Mongols: Wir fahren Motorräder, und zwar Harleys! Wenn ein paar von uns keinen Motorrad-Führerschein haben, dann liegt das daran, dass sie dafür nicht zugelassen werden. Es sei zu befürchten, dass sie mit Motorrädern Straftaten begehen könnten. Das haben wir schriftlich.
 

Wir sprachen mit Dirk  vom Mongols MC Germany:  „Wir suchen nicht die Öffentlichkeit, aber vielleicht interessiert die  Öffentlichkeit sich zu sehr für uns.“
Wir sprachen mit Dirk
vom Mongols MC Germany:
„Wir suchen nicht die Öffentlichkeit, aber vielleicht interessiert die
Öffentlichkeit sich zu sehr für uns.“

„Die ostfriesische Polizei hat gar nichts verhindert.“

BN: Die Behörden verhindern also, dass ihr Motorrad fahrt. Und wie hat die ostfriesische Polizei nun das Treffen in Greetsiel verhindert?

Mongols: Das ist ja lächerlich. Die ostfriesische Polizei hat in Greetsiel gar nichts verhindert, weil wir am Vorabend in Bremen verhaftet wurden und die Nacht bis zum Morgen auf der Polizeiwache verbringen mussten. Das war die Nacht von Freitag auf Samstag.

BN: Davon haben wir auch gehört, das hatte ja für genug Schlagzeilen gesorgt. Wieso ausgerechnet in Bremen? Dort seid ihr doch seit zwei Jahren verboten?
 

Mongols: Ein paar von uns wohnen in Bremen, das ist nicht verboten. Und wegen des Verbots wird sowieso noch prozessiert.

BN: In Bremen also entbrannte die Schlägerei zwischen euch und den Hells Angels, von der alle Medien berichtet hatten?

Mongols: Dazu werden wir keine Einzelheiten auspacken. Das solltet ihr verstehen. Alles was wir jetzt sagen würden, könnte eventuell vor Gericht gegen uns verwendet werden.

BN: Aber zum Ergebnis dürfen wir was fragen. Ein Mann wurde nach den Meldungen durch Messerstiche schwer verletzt. War das einer von euch?

Mongols: Ja, ein Prospect von uns. Kein Polizist hat eingegriffen, als auf ihn eingestochen wurde. Zum Glück ist er außer Lebensgefahr. Stell dir vor, wir durften ihn danach im Krankenhaus nicht besuchen!

BN: Stattdessen wurdet ihr nochmal verhaftet …

Mongols: Ja, wir waren am Samstag Morgen freigelassen worden. Gegen Mittag hatten wir uns in einem Lokal getroffen, um endlich was zu essen und um den Krankenhausbesuch bei unserem Bruder zu besprechen. Da stürmte die Polizei rein und nahm uns gleich wieder mit.

BN: Wie viele wart ihr da?

Mongols: Da waren wir 80 Mann.

Greetsiel, Ostfriesland, am 13. April: Keine Mongols,  aber Polizei-Hundertschaften, die in allen öffentlichen Gebäuden  stationiert waren. Ein Rockertreffen konnten sie nicht verhindern,  denn die Rocker verbrachten das Wochenende auf Bremer Polizeiwachen
Greetsiel, Ostfriesland, am 13. April: Keine Mongols,
aber Polizei-Hundertschaften, die in allen öffentlichen Gebäuden
stationiert waren. Ein Rockertreffen konnten sie nicht verhindern,
denn die Rocker verbrachten das Wochenende auf Bremer Polizeiwachen

„Unsere Wege zur Arbeit mussten wir genehmigen lassen.“

BN: Und das war dann an dem Abend, an dem die ostfriesische Polizei im 100 Kilometer entfernten Greetsiel eure Veranstaltung verhinderte?

Mongols: Tja, da stimmt gerade einiges nicht. Wir fragen uns, in welchem Film wir sind. Seit diesem Wochenende hatten wir bis zum 5. Mai Innenstadtverbot, angeblich zu unserem eigenen Schutz, damit niemand an uns Straftaten begehen kann. Auswärtige Brüder haben ein Landesverbot für Bremen, Bremer haben ein Innenstadtverbot. Wenn man in der Innenstadt wohnt, ist das wie Hausarrest. Sogar unsere Wege zur Arbeit mussten wir genehmigen lassen.

BN: Wichtig ist unseren Lesern noch was anderes: Wo ihr seid, da knallt es offensichtlich. Könnt ihr für Ruhe in der Szene bürgen? Wir brauchen keine neuen Auseinandersetzungen mehr. Die ziehen doch nur die restliche Biker-Szene in die behördlichen Strafmaßnahmen rein.

Mongols: Wir sind der Mongols MC. Wir wollen Frieden, wir suchen keinen Streit. Aber wenn unser Leben bedroht ist, werden wir uns verteidigen und nicht den Schwanz einziehen.

„Wir hatten die Motorräder schon gepackt,  hatten uns warm angezogen, um loszufahren.“
„Wir hatten die Motorräder schon gepackt, hatten uns warm angezogen, um loszufahren.“
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