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Der Motorradclub Road Ranger’s MC Ostalb wechselt die Farben. Die Rocker fahren jetzt unter dem Colour des Wolfmen MC Der Road Rangers MC Ostalb fuhr 28 Jahre unter eigenen Farben. Zum Ende der vergangenen Saison trat der Club geschlossen zum …
Der Motorradclub Road Ranger’s MC Ostalb wechselt die Farben.
Die Rocker fahren jetzt unter dem Colour des Wolfmen MC


Der Road Rangers MC Ostalb wechselt die Farben zum Wolfmen MCDer Road Rangers MC Ostalb fuhr 28 Jahre unter eigenen Farben.  Zum Ende der vergangenen Saison trat der Club geschlossen zum Wolfmen MC über. Das hatten mehrere Männer in die Wege geleitet: Spermi (Pres Road Rangers MC), Konne (V-Pres Road Rangers MC, jetzt Pres Wolfmen MC Rainau P.C.), Marco (CFO Wolfmen MC) und Uhu (Pres Wolfmen MC Sontheim, Patenchapter).
Ede ist einer der beiden CEOs des Wolfmen MC, dessen „Chief Executive Officer“ also. Spermi, Konne, Uhu und Ede erklären uns im Interview, was die neuen Brüder voneinander erwarten und wer letztlich darüber entscheidet, wann das Probationary-Chapter den Vollchapterstatus erhält. Sie alle halten ein Patch-over, also den Wechsel der Clubfarben, für die ideale Form des Wachstums. Dabei respektiert der Wolfmen MC die Vergangenheit seiner neuen Brüder, denn genau diese Vergangenheit machte die Road Rangers für die Familie der Wolfmen interessant.

BIKERS NEWS: Spermi, du warst im Jahr 1987 Gründungsmitglied des Road Rangers MC Ostalb. Nach fünf Jahren wurdest du zum ersten und einzigen Presidenten des Clubs gewählt. Jetzt habt ihr die Farben gewechselt und seid zum Wolfmen MC übergetreten. Warum macht man so etwas nach fast 30-jähriger Unabhängigkeit?

Ede: Lass mich antworten. Das hat sich so entwickelt. Wir waren uns im Vorfeld viele Male über den Weg gelaufen, wir waren gemeinsam unterwegs, wir hatten eine gute Zeit zusammen. Und letztlich war unser Auftreten so überzeugend, dass sich die Road Rangers gedacht haben, dass es ein guter Weg wäre, auch nach so langer Eigenständigkeit in die große Wolfmen-Familie zu wechseln.


Wechsel aus Überzeugung

Das Führungsboard des Clubs besteht aus drei Mann: Der Chief Financial Officer (CFO) ist der Finanzvorstand. Dazu kommen zwei Chief Executive Officers (CEO).War es Zufall, dass ihr euch getroffen hattet oder war das geplant?

Ede: Selbstverständlich war es kein Zufall, wir hatten schon unseren Beitrag dazu geleistet, dass wir uns näher kennenlernen konnten. Aber der Ort hatte keinerlei strategische Bedeutung für uns. Wer so viele Jahre in der Szene unterwegs ist wie die Road Rangers, der kennt sich aus und schaut schon ganz genau hin, was ihn erwartet. Allein mit irgendwelchen Versprechen wären die Männer nicht zu überzeugen gewesen. Was ich damit noch sagen will: Es war keine Übernahme gegen ihren Willen. Der Wechsel fand aus Überzeugung statt und zwar von beiden Seiten.

Konne: Die Road Rangers hatten Spermi und ich aus einer Laune heraus gegründet. Zum Wolfmen MC sind wir übergetreten, weil wir festgestellt haben, dass wir gut zusammenpassen. Ohne diese Überzeugung hätten wir nicht gewechselt. Wir wollten was Neues machen und dazu hatten wir Alternativen. Im Wolfmen MC aber hat alles gepasst!

Was gebt ihr auf, was gewinnt ihr?

Konne: Wir verlieren nichts. Als Wolfmen gehen wir zu den Clubs, bei denen wir auch früher waren. Und logischerweise besuche ich meine neuen Brüder, wenn die eine Party machen.

Ede: Wir gewinnen neue Brüder, sie geben ihren alten Club auf. Das Risiko tragen also sie. Und das ist den Jungs durchaus bewusst.

Der Wolfmen MC hat viele Chapter. Das kann ganz schön anstrengend für euch werden.

Spermi: Wahrscheinlich werden wir häufiger und weiter unterwegs sein als früher.
Aber das wollen wir ja, das machen wir gerne und ganz ohne Verpflichtung. In der langen Zeit, bevor wir Wolfmen wurden, kamen in den meisten Fällen unserer Besuche bei anderen Clubs keine Gegenbesuche zu unseren Partys zustande. Wir fahren weiterhin die Clubs an, die uns wichtig sind, und wir fahren natürlich auf viele Wolfmen-Veranstaltungen.

Ede: Durch den Wechsel haben sie ein größeres Einzugsgebiet, einen größeren Freundeskreis und eine größere Familie. Klar werden sie Neues lernen müssen, je größer eine Familie ist, umso mehr Regeln braucht man für das Zusammensein. Damit müssen sie sich auseinandersetzen.

Was meinst du damit?

Ede: Nach wie vor wollen wir unsere Freundschaften zu anderen Clubs pflegen. Aber wir achten konsequent darauf, dass unsere Gemeinschaft an erster Stelle steht. Für uns alle sind unsere Farben wichtig. Wir achten auf eine funktionierende und gelebte Beziehung aller Wolfmen untereinander. Wenn es intern klappt, kann man sich um externe Angelegenheiten kümmern. Das zum Beispiel ist neu für die ehemaligen Road Rangers. Die waren bislang für sich, jetzt sind sie Teil einer großen Familie.

Spermi: Was für uns das entscheidende Kriterium für den Wechsel war: Die Road Rangers wurden nicht gespalten, wir haben uns einstimmig für den Wechsel entschieden und sind geschlossen mit allen Männern übergetreten.


Etwas Neues machen

Das Gründungsfoto des Road Rangers MC OstalbSpermi und Konne, eure beiden Söhne waren auch beim Road Rangers MC. Haben die Jungen was mit dem Wechsel zu tun? Wollten die eine Veränderung?

Spermi: Mein Sohn hat es zwar nicht ausgesprochen, aber als Vater habe ich schon gespürt, dass er gerne etwas Neues machen möchte.

Vorher lautete eure Ortsbezeichnung „Ostalb“, jetzt „Rainau“. Weshalb die Änderung?

Konne: Als Road Rangers haben wir unsere Partys in Rainau veranstaltet. Daher haben wir zur Gemeinde und zum Bürgermeister einen guten Bezug. Die Beziehung ist problemlos, deshalb die Ortsbezeichnung „Rainau“. Wir werden versuchen, dass wir in der Gemeinde ein geeignetes Clubhaus finden. Der Bürgermeister ist informiert und hält für uns die Augen offen. Wir haben ihn auch über den Wechsel informiert. Das hat ihm imponiert. Die offizielle Information war auch deshalb notwendig, weil wir ein eingetragener Verein werden wollen.

Ede: Bei uns gilt für jedes Chapter, dass es ein eingetragener Verein sein muss. Wir legen Wert darauf, ein Teil der Gesellschaft zu sein und uns am kulturellen Leben zu beteiligen.

Spermi, du warst der einzige President der Road Rangers. Nach dem Wechsel wurde Konne President. Warst du amtsmüde?

Konne: Das war einfach eine lange Zeit für Spermi. Ich war Vice-President. Jetzt haben wir die Rollen getauscht.

Ede: Das war eine interne Entscheidung, die mit uns nichts zu tun hatte und auf die wir keinen Einfluss genommen haben.

Konne, was ist dein Ziel, wohin willst du das Chapter Rainau entwickeln?

Konne: Ich will die gute Kameradschaft so erhalten, wie sie ist. Ich habe vor, die Truppe zusammenzuhalten, und wir wollen maßvoll wachsen.

Was ist eure Aufgabe in den nächsten Monaten?

Ede: Sie werden viel reisen, in die Chapter fahren, um ihre neuen Brüder kennenzulernen. Wir haben Chapter im Schwarzwald, im tiefsten Allgäu, im nördlichsten Oberfranken und nicht zu vergessen die Chapter in Thailand und Australien. In einem Club unserer Größe kann man nicht jeden beim Namen kennen, aber man sollte ein Gesicht zuordnen können. Es wäre furchtbar, wenn sich die Leute anschauen würden und nur anhand der Kutte wüssten, dass sie Wolfmen sind. Eine solche Gemeinschaft hat keinen Bestand, sie würde bald zerfallen. Deshalb sind Reisen und Kennenlernen elementar. Das muss neuen Leuten klar sein. Sich vorstellen, die anderen kennenlernen, dazu dient auch die Eröffnungsparty heute Abend.

Was wurde aus den alten Kutten?

Vater und Sohn: Konne und Kevin fuhren auch schon im Road Rangers MC Ostalb zusammen. Konne ist President des neuen Wolfmen-ChaptersWas wurde aus euren alten Kutten, habt ihr die verbrannt?

Spermi: Die hängt bei mir daheim im Schrank. Sie ist mir sehr wertvoll.

Ede: Der Wechsel ist kein szenetypisches Patch-over. Die Vergangenheit der Männer ist doch mit ein Grund, weshalb wir die Neuen aufgenommen haben: Sie haben jahrzehntelang Stabilität bewiesen! Darauf können sie stolz sein und ihre Kutten in Ehren halten.
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