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Der Dirty Pack MC hat ein nachträgliches gerichtliches Urteil erfochten: Seine Member hätten die Kutten-verbotszone der Kieler Woche betreten dürfen Es musste schnell gehen. Für den kurzen Zeitraum der Kieler Woche hatte die Stadt Kiel …
Der Dirty Pack MC hat ein nachträgliches gerichtliches Urteil erfochten: Seine Member hätten die Kutten-verbotszone der Kieler Woche betreten dürfen


Eines von elf Chartern: Der Dirty Pack MC Brunsbüttel (www.dirty-pack-mc.de)

Es musste schnell gehen. Für den kurzen Zeitraum der Kieler Woche hatte die Stadt Kiel ein sogenanntes Kuttenverbot verhängt. Es ging um die Tage vom 17. bis zum 26. Juni 2011.
Das Trageverbot galt für Abzeichen, Patches und sogar Support-Wear von zahlreichen MCs und Supportern. Selbst das „1%“-Patch durfte nicht getragen werden und auch nicht Patches, die es eigentlich gar nicht gibt: Sie sollten die Aufschrift „Outlaw Motorcycle Gang“ oder „Outlaw Motorcycle Club“ zeigen, Bezeichnungen also, die die Polizei zur Klassifizierung von MCs erfunden hat, die der organisierten Kriminalität zugeordnet werden.
Neben den großen Onepercentern nannte die Verbotsverfügung aber auch ein halbes Dutzend MCs aus Schleswig-Holstein, die sie ebenfalls als „Outlaw Motorcycle Gangs“ bezeichnete. Unter ihnen der Dirty Pack MC, ein Club der mittleren Liga mit elf Chartern in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
Sollten diese Clubs sich das bieten lassen? Sollten sie sich in Zukunft in allen Akten als „Outlaw Motorcycle Gang“ führen lassen, um dann bei jeder weiteren Gelegenheit auch öffentlich so genannt zu werden? Und überhaupt: President Herby vom Dirty Pack MC Brunsbüttel trägt den Namen seines Clubs ja nicht nur als Stoffabzeichen auf dem Rücken, sondern auch als Tätowierung auf dem Unterarm. So hätte er die Kieler Woche nicht besuchen dürfen.


Klage in letzter Minute

Telefonisch beriefen die betroffenen MCs eine kleine Presidenten-Versammlung ein. Sie sprachen sich darüber ab, dass nicht alle Clubs, sondern ein einzelner Mann gegen diese Verordnung klagen würde. Denn es sollte nicht zu teuer werden. Herby sprang in die Bresche und wandte sich an den Anwalt seines Clubs, an Ole Baumann aus Brunsbüttel. Der reichte am vorletzten Tag der Kieler Woche Klage ein, denn einen Tag später, nach Ablauf der Kieler Woche, hätte darüber schon nicht mehr verhandelt werden dürfen.
Ole Baumann erklärte dem Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht die Sache mit dem Club und den Tätowierungen und auch das mit der Denunzierung als „Outlaw Motorcycle Gang“. Herbys Platzverbot widerspräche schlichtweg den ersten Artikeln des Grundgesetzes, zumal vom Dirty Pack MC keine Gefahr ausginge, die ein Verbot begründen müsste. Der Dirty Pack MC sei mit den Hells Angels und den Red Devils zwar befreundet, die Mitglieder seien aber zu keinem Zeitpunkt in irgendwelche Auseinandersetzungen verwickelt gewesen, die dem sogenannten „Rockerkrieg“ zuzuordnen seien. …



„… dem Staat seine Grenzen aufzeigen“

Wir sprachen mit Rechtsanwalt Ole Baumann über das Urteil zur Kuttenverbotszone auf der Kieler Woche

BN: Herr Baumann, Glückwunsch zum errungenen Urteil. Ist das nun das Ende der „Kuttenverbotszonen“?


Baumann:

… weiter geht’s in der BIKERS NEWS 04/12
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