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BIKERS-NEWS-Gründer Fips blickt in den Rückspiegel, schildert seinen Werdegang und erzählt von den frühen Tagen der MC-Szene. Dieses Mal berichtet er davon, wie er mit Frisier­anleitungen Geld verdiente, unter akutem Liebeskummer einen Unfall baute und erst nach vier Tagen im Krankenhaus wieder aufwachte
Wir alle träumten davon, bei richtigen Rennen mitzufahren und berühmt wie unsere Vorbilder zu werden. Fast jeden Abend ging es auf die B 38, die sechsspurig von Mannheim nach Weinheim führte und ganz neu gebaut war. Auf dieser Strecke veranstalteten wir Rennen. Bei Version eins fuhren wir alle zusammen von einer bestimmten Stelle los, wo wir die Beifahrer oder Beifahrerinnen abgesetzt hatten. Wir fuhren eine vorher festgelegte Strecke und kehrten dann auf der gegenüber liegenden Fahrspur wieder zum Ausgangspunkt zurück. Wer zuerst ankam, war der Sieger. Der schönste Triumph war es, wenn man den Gegnern so überlegen war, dass man am Ziel nicht nur an ihnen vorbeiziehen konnte, sondern dann noch genug Reserve hatte, um einen weiteren Gang hoch zu schalten!

Für die zweite Variante der Geschwindigkeitsermittlung hatten wir extra eine Strecke von genau einem Kilometer abgesteckt. Mit fliegendem Start wurde die Zeit gestoppt. Auf diese Weise ermittelten wir die tatsächlich erzielte Geschwindigkeit, weil die Messungen am Tacho der Maschinen recht ungenau waren. Der Rekord waren ehrliche 96 km/h.

Es kamen immer wieder Kreidlerfahrer, die damit prahlten, ihre Maschine würde über 100 fahren. Traten wir an, stellte sich stets heraus, dass wir mit unseren gestoppten 96 km/h deutlich schneller waren.

In unserem Clubkeller war jedes Wochenende High Life, wir waren die Elite von Mannheim, weit und breit anerkannt unter Mopedcliquen in der Region, die es so gut organisiert und so wild wie wir nicht gab. Das machte auch den Unterschied aus – wir waren sozusagen immer zusammen, unabhängig mit eigenem Clubkeller und daher immer unsere eigenen Chefs!

Unser Clubaufkleber. Der Rennfahrer der Vorlage war unser Idol, Yamaha-Weltmeister Bill Ivy
Unser Clubaufkleber. Der Rennfahrer der Vorlage war unser Idol, Yamaha-Weltmeister Bill Ivy

Einmal veranstalteten wir ein Rennen nach Möckmühl. Diesen Ort in der Nähe von Heilbronn suchten wir uns aus, weil wir den Namen so ulkig fanden. Die Strecke war ungefähr 100 Kilometer lang. Die Regeln ganz einfach: Unser Mitglied Otto, der schon den Einser-Motorradführerschein und eine NSU Max hatte, fuhr vor und stoppte am Ziel die Zeit. Alle fünf Minuten wurde daraufhin einer losgeschickt. Wer in der kürzesten Zeit ankam, war Sieger. Autobahnen waren ausgeschlossen; Kurven und Berge waren angesagt. Ich startete so als Fünfter oder Sechster. Unser mit Abstand bester Racer, Volker, startete fünf Minuten nach mir. Auf der Strecke konnte ich nach und nach alle, die vor mir gestartet waren, überholen – ich wähnte mich auf der Siegerstraße.

Mit Freude ließ ich das Maschinchen bremsen, in die Kurven fallen, beschleunigen, wieder auftauchen und hinein in die nächste schöne Kurve. Ich wuchs über mich hinaus. Ein Blick in den Rückspiegel, oh Schreck: Volker war direkt hinter mir! Jetzt ging’s los; er hatte fünf Minuten Vorsprung. Ich fuhr, was das Zeug hielt. Meine Maschine war schneller als seine. Seine hatte keine Vorderradbremse, der Zug war schon seit Wochen gerissen und Volker fuhr immer noch ohne, obwohl er Autoschlosserlehrling war! Meine Chancen standen eigentlich gut. Aber sobald die Strecke kurviger wurde, holte er mich immer wieder ein, während ich ihn auf geraden Strecken aus dem Windschatten verlor.

Beide fuhren wir mit Vollgas nebeneinander einen Berg hinab, ziemlich steil. Nun war es üblich, vor einer Kurve nicht als Erster, sondern eher als Letzter zu bremsen, das galt als mutig. Ich kannte meine Maschine gut und meine sehr guten Bremsen auch. Volker kannte nur Ehrgeiz. Ich stieg also im wirklich letzten Moment in die Eisen und Volker zischte wie ein Strich an mir vorbei, kerzengerade in den Wald hinein. Weg war er, nichts mehr zu sehen, nichts mehr zu hören. Ich war zu Tode erschrocken, hielt an und wollte in den Wald rennen, da kam Volker schon angeschoben und sagte: „Du kannst weiterfahren, es ist nichts passiert.“ Ich fuhr los, ließ Volker weit hinter mir und sah auch bis zum Ziel nichts mehr von ihm.

Volker hatte sich, wie er später erzählte, nicht lange mit der Inspektion seiner Maschine aufgehalten, sondern schob sie sofort wieder an. Sein Schalthebel hatte sich aber bei dem Sturz verklemmt und der zweite Gang war noch eingelegt. Weil die Straße auch nach der Kurve weiterhin abschüssig verlief, wurde das Ding schon gleich wieder zu schnell. Bevor Volker überhaupt reagieren konnte, fuhr er in der nächsten Kurve noch mal geradeaus direkt in den Wald hinein – hatte allerdings wieder Glück. Er schaffte es, mit dem Rest seines fünfminütigen Vorsprungs trotzdem noch Erster zu werden. Trotz seiner „Waldtouren“ und obwohl er die letzten fünf Kilometer im zweiten Gang hatte fahren müssen, war er der verdiente Sieger. Er genoss schon immer größtes Ansehen bei allen, was sein fahrerisches Können anbetraf. Ich wurde bei diesem Rennen immerhin Zweiter.

So sah das aus, wenn wir auf Rennkurs waren, alle „liegend“. Links, Volker auf seiner Schrott-Kreidler, ich verwegen hinten drauf …
So sah das aus, wenn wir auf Rennkurs waren, alle „liegend“. Links, Volker auf seiner Schrott-Kreidler, ich verwegen hinten drauf …

Eines Morgens kam Frank zu mir nach Hause, ein absoluter Kreidlerspezialist, der nicht Mitglied im Club, aber immer dabei war, und dem ich große Anerkennung zollte. Er hatte an seinem Motor getüftelt und wollte ihn mir nun vorführen. Er klingelte, rief: „Fips, komm mal runter! Ich war über Nacht im Keller und habe einen neuen Zylinder kreiert. Die Maschine geht tierisch ab, bis in den letzten Gang.“

Ich eilte runter auf die Straße und fuhr gleich Probe, über die Rheinbrücke nach Ludwigshafen; die Maschine lief wirklich astrein. Ich war noch nie vorher auf einer so schnellen Kreidler unterwegs gewesen. Auf dem Rückweg, die Brückenabfahrt hinunter, ging’s noch ein bisschen schneller. Dann hörte ich auf einmal, dass der Kolben dabei war heiß zu laufen, ein kreischendes Motoren­geräusch. Mir war sofort klar: Kolbenfresser! Also zog ich die Kupplung, Motor aus, Kupplung noch mal kommen lassen – das Hinterrad blockierte und quietschte kurz. Scheiße, der Kolben war fest. Ich ließ die Maschine ausrollen und schob zurück. Völlig fertig kam ich zu Hause an und Frank ahnte schon, was los war. Der Kolben war ziemlich angebacken und wir mussten ihn mit Hammer und „Holzstück“ herausschlagen. Es gehörte für mich zur Fahrerehre, rechtzeitig zu hören, wenn ein Motor festgeht – sich also ein Kolbenfresser ankündigt – und sofort zu reagieren. Das heißt sofort die Kupplung zu ziehen, damit das Hinterrad nicht blockiert. Motor sofort aus. Schaffte man es noch rechtzeitig, dann war der Motor ein weiteres Stück „gut eingefahren“.

Da ich mich als Fahrer für den Kolbenfresser verantwortlich fühlte, war ich natürlich sofort damit einverstanden, Frank einen unbehandelten, also einen unfrisierten serien­mäßigen Zylinder mit Kolben zu besorgen. Aber den alten kaputten Zylinder mit Kolben wollte ich dafür behalten, denn ich erhoffte mir insgeheim, ihn kopieren zu können. Das brauchte ich allerdings nicht, denn es gelang mir, Kolben und Zylinder in mühevoller Geduldsarbeit wieder so glatt zu polieren, dass sie wieder wie neu waren und „flutschten“. Ich baute Franks Zylinder und Kolben nun in meine Kreidler ein und fuhr das Ding zuerst recht fett, dann immer magerer bedüst ein. Und der Motor lief wie einst bei Frank. Ein Jahr lang war ich mit seinem Zylinder der Schnellste! Ein Jahr lang fuhr Frank seiner eigenen Kreation hinterher. Das habe ich ihm übrigens nie verraten.

MMSC, von links: Herbert Issler, ich, Volker Groß, Specht
MMSC, von links: Herbert Issler, ich, Volker Groß, Specht

Im Frisieren waren wir also topfit. Ich fing an, mein Wissen in Schriftform umzusetzen und Frisieranleitungen zu schreiben. Ich nahm alle Maße von meinem Motor (Franks Zylinder) ab und ein Mitglied meiner Clique, das technischer Zeichner lernte, zeichnete dann die Dinger maßstabgetreu in bester Qualität. An ihrem Arbeitsplatz in der Kopierabteilung bei BBC vervielfältigte meine Mutter diese Anleitungen und über Anzeigen in „Das Motorrad“ suchte ich Abnehmer – ich hatte mein erstes Versandgeschäft!

Später verkaufte ich noch weitere Abhandlungen wie „Funktionsbeschreibung eines Zweitakters“ oder „Wie baue ich eine Rennverkleidung?“. Darin hatte ich die Arbeit unseres Clubs beim Eigenbau einer Rennverkleidung dokumentiert. „Wie baue ich meine Kreidler auf 75 ccm um?“ … Das Geschäft lief gut, natürlich nicht angemeldet, weil ich auch gar nicht wusste, was man da tun musste.

Meine Kreidler sah für damalige Verhältnisse spitzenmäßig aus. Sie hatte eine Teleskop­gabel von einer 125er Dürkopp vom Schrottplatz. Die Lenkerstummel, direkt an der Teleskopgabel befestigt, waren Eigenbau und selbst verchromt. Die Lampe stammte von einem Schrott-Motorrad – ich hatte sie abgeschliffen und poliert und sie dann verchromen lassen. (Später wieder schwarz lackiert.) Vorne hatte ich eine Doppelnockenbremse von einer 250er-Unfall-Honda eingebaut und überall, wo es möglich war, hatte ich sauber große Löcher gebohrt, um Gewicht an der großen Bremstrommel zu sparen. Alle Speichen hatte ich verkürzt und neue Gewinde hineingeschnitten. Ich hatte mit Abstand die beste Vorderradbremse in einer Kreidler – und das sah richtig rennmäßig aus. Schon damals führten wir also Customizing im 50-ccm-Racing-Style durch (siehe Bilder, meine „Eigenbau-Kreidler“).

Meine umgebaute Kreidler (1966): Gekürztes hinteres Schutzblech, Büffeltank, Motorverkleidung verchromt, Teleskopgabel vom Schrott – von einer 125er-Dürkopp. Schutzblech und Vorderrad fast Eigenbau inklusive Doppelnockenbremse von einer 250er-Unfall-Honda. Löcher für die Gewichts­reduzierung, Lenkerstummel, Sporthebel. Alle Speichen auf Maß gekürzt und mit neuem Gewinde versehen, damit die große Bremse in das Kreidler-Rad passt. Sisyphusarbeit: eng anliegendes, mitschwingendes Schutzblech.
Meine umgebaute Kreidler (1966): Gekürztes hinteres Schutzblech, Büffeltank, Motorverkleidung verchromt, Teleskopgabel vom Schrott – von einer 125er-Dürkopp. Schutzblech und Vorderrad fast Eigenbau inklusive Doppelnockenbremse von einer 250er-Unfall-Honda. Löcher für die Gewichts­reduzierung, Lenkerstummel, Sporthebel. Alle Speichen auf Maß gekürzt und mit neuem Gewinde versehen, damit die große Bremse in das Kreidler-Rad passt. Sisyphusarbeit: eng anliegendes, mitschwingendes Schutzblech.

Eines Tages kamen zwei Mädchen in unseren Clubkeller, eine Blonde mit einer tollen Figur und großem Busen und eine Braunhaarige mit einer noch tolleren Figur und noch tollerer Oberweite.

Mir gefiel sofort die Dunkelhaarige, es war aber eher die Blonde, die Interesse an mir zu haben schien. Mit ihr bahnte sich auch eine echte Freundschaft an, weil bei uns die Chemie stimmte. Aber ich Döskopf musste mich auf die andere stürzen, sie hieß Froni.

Mit Volker, meinem engsten Begleiter seit der Clubgründung, machte ich aus, dass er die Finger von „meiner“ Froni lassen sollte, während ich meine Finger von der Blondine lassen würde. So war’s dann auch. Wochenlang fuhren wir mit den beiden durch die Gegend und Froni blieb auch ab und zu über Nacht bei mir. Aber außer Petting und Knutschen lief nichts. Eines Tages hielt ich diese Ungewissheit nicht mehr aus. Ich vereinbarte mit der Blondine folgenden Plan:

Ich würde sie zu Froni nach Hause fahren, sie sollte im Treppenhaus ein Gespräch mit ihr beginnen und sie ehrlich fragen, was sie von mir hielt. Ausgerechnet für diese Fahrt war meine Kreidler aber gerade nicht fahrbereit und ich lieh mir von jemandem eine scheiß Viktoria Avanti, an der nichts mehr ging. Ich packte das Mädchen hinten drauf und gurkte mit dieser Schüssel nach Mannheim-Waldhof zu Froni. Wie verabredet, stellte ich mich versteckt ins Treppenhaus und meine Freundin kam recht schnell zum Thema.

Fronis Antworten waren so eindeutig, dass ich am liebsten auf der Stelle hätte umfallen wollen. „Isch lieb denn net, s macht ma halt Spass mit dämm rumzufahre und weil er halt de Chef vun dänne is …“ Bis ins Mark getroffen und enttäuscht fuhr ich daraufhin mit der Blondine wieder zurück Richtung Stadtmitte, den Luzenberg hinunter, am späteren Gremium-Clubhaus vorbei. Die Schüssel gewann dabei an Fahrt. Ich, gefühlter „Weltmeister“ in der 50-ccm-Klasse, legte mich völlig frustriert in die Kurve, Kopfsteinpflaster, abschüssig und plötzlich rutschte das Ding hinten weg. Ich konnte den Schrotthaufen gerade noch auffangen und ab jetzt kann ich nur erzählen, was mir Polizei und Zeugen und Freundin erzählt haben: Ich bin also nicht gestürzt, sondern die Waldhofstraße weiter entlanggefahren. An der nächsten Kreuzung kam eine Ampel, ich übersah diese vielleicht in meinem Frust oder dachte nicht dran, dass bei meinem Schwung den Luzenberg runter das Maschinchen zu schnell war und nur beschissene Bremsen hatte. Auf jeden Fall versuchte ich wohl sozusagen ungebremst über die Kreuzung zu fahren. Hier kam aber gerade ein VW Käfer von links angeschossen und ich erwischte ihn in Höhe der Beifahrertür. Wie ein Katapult haute es mich nach oben, noch in der Luft flog auch das Mädchen über mich und den Käfer hinweg und sie landete ohne das Auto zu berühren auf der anderen Seite auf der Straße. Die Schöne hatte zum Glück nur ein paar blaue Flecken. Ich dagegen war wohl auch schon auf dem besten Weg gewesen, über das Auto zu fliegen, knallte aber auf meiner Flugbahn mit dem Helm auf das Dach des Käfers und schlug mit meinem Kopf eine Beule ins Dach. Nur die Regenrinne des Käfers gab nicht nach, sondern blieb stehen. Das gerade über mich hinweg fliegende Mädchen drückte in diesem Moment meinen Kopf hinunter und ich blieb mit der Nase an dieser Regenrinne hängen. Die Nase wurde dabei in der Mitte und auf der rechten Seite so gut wie abgeschnitten, bis ins Gebiss hinein, wo auch die beiden vorderen Zähne abbrachen und sich unter die Oberlippe bohrten. Dort sind sie übrigens noch heute, der Operateur hat sie beim Zusammenflicken nicht bemerkt und einfach mit eingenäht!



Irgendwie rappelte ich mich noch auf, wollte irgendwelchen zur Hilfe geeilten Leuten meine Papiere zeigen und fiel dann endgültig in Ohnmacht. Erst vier Tage später wachte ich im Theresien-Krankenhaus in Mannheim wieder auf und schaute direkt in das Gesicht eines Polizisten, der mich auch gleich „vernahm“ und mich nach dem Unfall befragte, an den ich mich absolut nicht erinnern konnte. Ich wurde auch gleich wieder ohnmächtig und als ich wieder aufwachte, sah ich nur eine weiße Decke, dachte zuerst: So ist das also, wenn man tot ist! Ich wusste nicht mehr wer ich bin, wo ich bin und erst nachdem mich meine Mutter besucht hatte, dämmerte mir alles so langsam wieder.

Als ich mich das erste Mal im Spiegel sah, wäre ich am liebsten gleich wieder in Ohnmacht gefallen! Ich sah aus wie ein Affe, mit aufgequollenem Gesicht, vorne ohne Zähne, eine dicke angenähte Nase – so verbrachte ich mit großen Wundschmerzen die Tage im Krankenhaus. Weil ich aber nicht krankenversichert war, unterschrieb ich nach elf Tagen, das Krankenhaus auf eigene Verantwortung zu verlassen. Danach ging ich drei Monate lang unter großen Schmerzen jeden Tag zu einer sozial eingestellten Zahnärztin. Die tupfte mir umsonst immer eine Tinktur auf die schmerzenden Wunden. Wegen dieser Schmerzerfahrung habe ich für die nächsten Jahre Zahnarztbesuche konsequent vermieden, egal wie ich aussah.

Mit Froni war ja nun auf Dauer nichts zu machen. So saß ich eines Tages wieder frustriert in meiner Stammkneipe Apollo, trank Cola mit einem Röhrchen. Die Jungs von der Mopedclique kamen auch und hatten ein Mädchen dabei, das Inge hieß. Ich saß wohl da wie ein Häufchen Elend mit meinen fehlenden Zähnen, meiner dicken, frisch angenähten Nase und einer Mundpartie wie ein Schimpanse. Wir kamen – so weit es mir möglich war –  ins Gespräch, ich erzählte von meinem Unfall und ich glaube, ich tat ihr leid. So entwickelte sich langsam eine Freundschaft. Ich fuhr sie öfter mit dem Moped nach Hause und bald war sie auch meine ganz persönliche „Sekretärin“ in allen Clubfragen.

Inge, Fips’ erste große Liebe
Inge, Fips’ erste große Liebe

Aus dieser Freundschaft wurde mit der Zeit eine erste und echte Jugendliebe, die sich mehr und mehr vertiefte. So ging es ungefähr drei Jahre lang. Wir waren ein tolles und glückliches Paar, von meinen Eskapaden, auf die ich folgend eingehen werde, mal abgesehen.

Sofern Fips sich nicht aktuellem Geschehen widmet, lest ihr in der nächsten Folge unter anderem, wie der Mannheimer Motor Sport Club seine „Zweigstelle“ in Berlin-Kreuzberg besucht
 


Der Text ist ein Auszug aus dem ersten Teil von Fips’ autobiografischem Rückblick „Rocker in Deutschland – die 60er Jahre.“

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