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Die Tortour de France ist der jährliche Run des Lobo MC – und manchmal ist der wirklich eine Tortur …

Tortour de France… Am Ortsausgang von Pforzheim setzt der Regen ein. Darum hat natürlich keiner gebeten. Die hundert oder zweihundert Member des Lobo MC waren zuversichtlich und kaum einer hatte seine Regensachen übergezogen. So reißen sie weiter den Gashahn auf, dicht geschlossen im Pulk preschen sie durch die Gischt. Wasserfontänen schießen hinter jedem Motorrad in die Höhe. Schutzbleche? Doch nicht an einem Chopper!

So läuft das Wasser in den Kragen, in die Stiefel und, natürlich, auch in die Unterhosen. Die Finger werden klamm und taub, Brillen und Visiere beschlagen. Aber irgendwo, zwei, drei Meter weiter vorn schimmert ein schwarz-rot-golden umrahmter Wolfskopf des Lobo MC durch die Schwaden. Dicht dranbleiben, auf den Nebenmann achten, nicht zu scharf bremsen.

Jetzt wird getankt. Bezahlt wird per Umlage200 Rocker an der Tankstelle
Als der Himmel vor der letzten Tankstelle in Deutschland aufklart, sind die Hosen schon wieder trocken. Das sagen die Jungs jedenfalls – ein Lobo ist nicht aus Zucker. So rollen sie kurz vorm Deutschen Weintor auf eine Tankstelle. An jeder Zapfsäule steht ein Mann und hält den Helm hin. Wer getankt hat, reicht den Zapfhahn gleich weiter. Das Geld, das er nun in den Helm wirft, hat er gefälligst aufzurunden. Wenn alle durch sind, macht das die Abrechnung einfach. Die Fräuleins an der Kasse wissen trotzdem nicht, wo ihnen der Kopf steht. „Nein, uns hat niemand vorgewarnt“, erklären die beiden Mädchen, in ihrer Not lachen sie, „das ist wirklich eine Überraschung.“ 200 Rocker zwischen den Auslagen, jeder kauft noch irgendwas extra und wenn’s nur ein Becher wärmenden Kaffees ist. Ob die das alles wirklich bezahlen? Oder ist das doch ein Überfall?

Grassel ist der Präsident des Motherchapters Pforzheim. Er hat alles organisiert und die komplette Strecke eine Woche vorher abgefahren. Sogar der Museumswärterin vom Bunker der Maginotlinie hat er seinen Club angekündigt. An der Tankstelle hat er niemanden gewarnt. Aber er weiß, wo eine weitere Tankstelle ist. Denn einmal in den letzten Jahren hatte der Tankwart über die unerwünschten Kunden gemeckert. Wenn das nochmal vorkommen sollte, dann fahren Grassels Brüder eben zur Konkurrenz.

Weitere Chapter sind dazugekommen. Es folgt eine Ansprache von Präsident Grassel vorm Deutschen Weintor: „Nächster Tankstopp nach 80 Kilometern. Das dürfte auch für die Sportys reichen.“Am Deutschen Weintor empfängt Grassel die letzten Brüder und Freunde des Clubs, die noch dazustoßen. Es dürften jetzt mehrere hundert sein, nicht nur Member des Lobo MC. Alle sind sie angetreten, um von hier aus die „Tortour de France“ mitzufahren. Die Tortour ist der große alljährliche Run des Lobo MC. Er führt in ein kleines Tal am nordwestlichen Rand der Vogesen, aber nicht auf dem kürzesten Weg. Eine Zwischenstation am Fort Schoenenbourg der Maginot-Linie ist obligatorisch, weitere Stopps an einer vorbereiteten Grillstation und – wenn das Wetter mitspielt –
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